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Generation Y

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Generation Y: Warum? – die alles entscheidende Frage

Job? Gehalt? Work-Life-Balance? Mittlerweile kennt sie jeder, die Generation Y, aber wie sind sie wirklich? Was wird sich in Unternehmen tatsächlich verändern? Haben sie tatsächlich andere Vorstellungen vom Berufsleben als ihre Vorgängergenerationen und wenn ja, welche sind das?

Das englische „Y“ ist ein Homonym zu „Why“. Von ungefähr kommt das nicht, denn „why“ ist die Frage nach dem „Warum?“ und für die Generation Y die alles entscheidende Frage. Althergebrachtes wird von einer ganzen Generation in Frage und die Arbeitswelt auf den Kopf gestellt, aber ist dies tatsächlich so? Generation Y hat viele Namen wie Gen Y, Millennials oder auch Digital Natives. Diese sind so unterschiedlich wie die Millennials selbst. Eins ist allerdings sicher, sie sind die Nachfolgegeneration der Baby-Boomer und der Generation X.

Charakteristika Generation Y

  • Gebildet – ca. 19% haben einen Hoch- oder Fachhochschulabschluss
  • Hart Arbeitend – 1 von 7 arbeitet über 50 Stunden/Woche
  • Vernetzt – 71% nutzen soziale Netzwerke zum Austausch
  • Finanzbewusst – 57% legen großen Wert auf ihr Einkommen
  • International – 60% sind offen für einen Job im Ausland
  • Technologisch – 60% erwarten Arbeitshandys/Smartphones & Laptop

Personalentscheider sollten sich bewusst sein, dass bis 2020 50% aller Arbeitnehmer weltweit der Generation Y angehören werden. Besonders wichtig ist es daher, schon heute junge Talente zu finden, diese zu fördern und an das eigene Unternehmen zu binden. Essentiell ist es, junge Talente von den Arbeitgeberqualitäten zu überzeugen. Zur Generation Y zählt man die Jahrgänge der zwischen 1980 – 1995 geborenen. Allerdings sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass es auch unter diesen Jahrgängen Verfechter der Generation X und Z sowie der Baby-Boomer gibt. Ein Jahrgang lässt sich nie komplett klassifizieren.  Unternehmen sollten beachten, dass die Generation Y und deren Nachfolgegeneration, die Generation Z, mehr von ihren potenziellen Arbeitgebern fordern können. Diese Forderungen sind bedingt durch den demographischen Wandel und der damit einhergehenden Abnahme junger Altersgruppen. Dies hat weniger Mitbewerber zur Folge. Man sagt der Generation Y nach, sie lege viel Wert auf Sinnhaftigkeit, Nachhaltigkeit, Transparenz und persönliche Entfaltung. Arbeitgeber, die um qualifizierten Nachwuchs konkurrieren, müssen sich einigen neuen Herausforderungen stellen. Dazu gehören auch Eigenarten der „Egotaktiker“. Millennials widmen sich verstärkt Familie und Freunden, was bedeutet, dass Führungspositionen nicht sonderlich beliebt sind; zudem gehen sie weniger Kompromisse ein. Generations-Y-Jahrgänge sind anpassungsfähig und versuchen sich möglichst viele Optionen offen zu halten. Besonders interessant ist, dass die Generation die örtlich flexibelste, vielsprachigste und internationalste Generation ist, die jemals den Arbeitsmarkt betreten hat.

Beispiel:
Johannes wurde 1985 geboren und hat während seines Studiums diverse Praktika und ein Auslandssemester absolviert. Für seinen ersten Job zieht er in eine neue Stadt. Für diese Stelle konnte er einen Tag Home Office und Weiterbildungsmaßnahmen aushandeln.

Das müssen Unternehmen über die Generation Y wissen

Um die Jahrtausendwende kamen die Millennials erstmals auf den Arbeitsmarkt. Mittlerweile sind sie fester Bestandteil der Arbeitswelt. Interessant ist, dass es einen beachtlichen Unterschied bei Männer und Frauen der Generation Y gibt. Männern scheinen stärker auf Karrieremöglichkeiten zu fokussieren, während Frauen verstärkt auf Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten setzen. In der Kienbaum-Studie von 2010 wurden unter anderem Personalmanager befragt. Diese lagen mit ihren Einschätzungen teilweise stark neben den Antworten der Generation Y selbst.

Wettbewerbsattribute Generation Y Personalmanager
Vergütung 2 6
Anerkennung der eigenen Arbeit 9 5
Standort 4 14
Herausfordernde Arbeit 1 4
Weiterbildung & Entwicklung 7 2
Karrieremöglichkeiten 5 1
Kollegiales Arbeitsumfeld 3 7

Beachten sollten Personaler zudem, dass sich die Kommunikation durch die Generation Y zur Online-Kommunikation verschieben wird. Werte und Erwartungshaltungen lassen sich nicht nur mit Geld befriedigen. Teamevents, Lob und firmeninterne Auszeichnungen sind für diese Generation erforderlich. Schwieriger wird es, wenn es um die Verwirklichung von Karriere und Familie geht. Unternehmen und Personaler sollten sich dringend darüber klar werden, dass je stärker die Generation Y auf dem Arbeitsmarkt vertreten ist, die Forderung nach Teilzeitmodellen zu einer Selbstverständlichkeit wird. Dies beeinflusst die Unternehmenskultur stark und immer mehr Unternehmen bekommen dies zu spüren. Es ist unverzichtbar geworden, sich mit Themen wie Talent Management, Work-Life-Balance oder Karrieremanagement auseinander zu setzen und den Anforderungen der Generation Y gerecht werden zu können.

Quelle:  Gruenderkueche
Bilder: Pixabay