Digitalisierung der Arbeit

Digitalisierung der Arbeit

Digitalisierung der Arbeit: Diese drei Trends kommen auf uns zu

Momentan verändert sich die Arbeitswelt rasant – so rasant wie nie zuvor. Treiber dieser Veränderung, und das durch alle Branchen hinweg, ist die Digitalisierung der Arbeit. Wir haben die ganz großen Trends für Sie zusammengefasst.

Der Neue Kollege

In der Industrie sollen bis zum Jahre 2025 bis zu 490.000 Arbeitsplätze rationalisiert werden. Die Weggefallenen Stellen sollen durch Roboter ersetzt werden, so zumindest das Ergebnis einer Erhebung des Institutes für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB). Solche Zahlen klingen zunächst beängstigend können aber wiederum erklärt werden. Bei den Wegfallenden Arbeitsplätzen handelt es sich primär um Routinetätigkeiten, die an die neuen Kollegen, die Roboter, ausgelagert werden. Die Wissensarbeit wird somit fast ausschließlich von dem Menschen ausgeführt. Fach- und Führungskräfte sowie Akademiker werden, auch bei zunehmender Digitalisierung, weiterhin gebraucht. Das Arbeitsangebot für diese Berufsgruppe wird weiterhin steigen. Eine essentielle Voraussetzung für dieses neue Arbeitsangebot ist die Bereitschaft für lebenslanges Lernen (LLL). Bedingt durch die Digitalisierung der Arbeit werden sich Arbeitsabläufe beschleunigen und Systeme permanent verändern. Um die Aufgaben auf gleichem Niveau erfüllen zu können, ist lebenslanges Lernen unabdingbar.

Veränderungen im Recruiting

Auf dem aufsteigenden Ast befindet sich der Trend des People Analytics (computergestützte Analyse personenbezogener Daten) mit dem Potential den Recrutitierungsprozess nachhaltig zu vereinfachen. Die Daten können entweder aus dem Datenpool oder aus frei zugänglichen, online Datenbanken generiert werden.

Big Data Analysen

Die Digitalisierung der Arbeit hat mit Big Data ihren momentanen Höhepunkt erreicht. Die sogenannten smarten Programme können aus dem gesamten Datenvolumen die gewünschten Daten herausfiltern. So lassen sich zukünftig unter anderem Personalbindungsalgorithem einsetzten die voraussagen können ob eine Fach- oder Führungskraft in absehbarer Zukunft aus dem Unternehmen ausscheiden wird. Das System analysiert dazu die Häufigkeit vorangegangener Jobwechsel, gleicht diese mit der aktuellen Firmenzugehörigkeit ab und vergleicht dieses Ergebnis mit ähnlichen Profilen aus dem Internet. Heraus kommt eine Wahrscheinlichkeitsrechnung in Form einer Prognose. Schritte zur Mitarbeiterbindung können so frühzeitig eingeleitet werden. High Potentials können so nach und nach zu Führungskräften ausgebildet werden. Gerne unterstützen wir Sie bei der Führungskräfteentwicklung.

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Teamb

Das Team durch Konkurrenzdenken fördern

Durch Konkurrenzdenken das Team fördern – Olympia Spezial

Was zeichnet ein überragendes Team aus? Einzelne Spitzensportler im Mannschaftssport machen es immer wieder vor. Das jüngste Beispiel ist Christiano Ronaldo während der EM 2016: Ein überragender Einzelspieler sorgt für den Erfolg eines ganzen Teams. 

Olympischer Teamgeist liegt im Trend

„Alle für einen – Einer für Alle“. Dieser Leitgedanke der olympischen Spiele lässt sich auf Unternehmen transferieren. Die einzelnen Mitarbeiter nach ihren persönlichen Stärken einzusetzen lohnt sich daher sehr. Citius, altitus, fortius: Schneller, höher, stärker, so lautet das legendäre Olympia-Motto auf Deutsch. Wer daher in seinem Beruf durchstarten möchte, sollte sich die Spitzensportler der Olympiade genauer ansehen und diese drei Grundlegenden Fragen klären:

  1. Wie gehen Spitzensportler mit Rückschlägen um?
  2. Was zeichnet erfolgreiche Spitzensportler aus?
  3. Welche Motivation treibt sie immer wieder aufs Neue zu Höchstleistungen an?

Ziele definieren

Egal ob Einzelkämpfer oder Mannschaftssportler, alle haben das gleiche Ziel vor Augen: Einmal im Leben ganz oben stehen. Auf dieses Ziel wird beharrlich und effizient hingearbeitet. Die daraus entwickelte Erfolgsstrategie wird optimal auf den einzelnen Sportler zugeschnitten. Besonders wichtig ist dabei die mentale Einstellung, denn die harmonische Verbindung zwischen Geist und Körper spielt eine entscheidende Rolle auf dem Weg zum Erfolg.
Führungskräfte können aus dem daraus entstehenden Wettbewerbsgedanken ein gesundes Konkurrenzverhalten innerhalb des Teams positiv steuern. Angespornt durch den Wettbewerbsgedanken steigern sich Olympiasportler zu Höchstleistungen. Studien belegen, dass Mitarbeiter die in einem Team arbeiten, effizienter und insgesamt kreativer und leistungsstärker vorgehen.

Teamgeist durch Konkurrenzdenken

Haben Sie schon einmal versucht den Leiter der Buchhaltung und den Marketing Leiter für ein Brainstorming zusammenzubringen? Unterschiedliche Mitarbeiter aus unterschiedlichen Abteilungen besitzen unterschiedliche Kompetenzen. Die daraus resultierenden Ergebnisse können ganz neue Lösungsansätze aufzeigen.

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New Work

New Work

New Work – der Arbeitsplatz der Zukunft

Faktum ist, die Digitalisierung schafft neue Arbeitsplätze (New Work). Von diesen neuen Arbeitsplätzen profitieren beide, sowohl die Mitarbeiter und die Unternehmen, denn wer seinen Job liebt arbeitet motivierter und ist kreativer. So zumindest die Theorie.

Evolution im Büro

Für einen Großteil der Tätigkeiten ist die körperliche Anwesenheit in einem Büro nicht mehr zwingend notwendig. Dank der Digitalisierung, ist es dem Arbeitnehmer möglich, Daten zu jeder Tages- und Nachtzeit zu versenden, oder zu bearbeiten. Darüber hinaus sorgen diverse Chats, Videokonferenzen oder Telefonate für eine reibungslose Kommunikation.Diese Bürorevolution zeigt die Unabhängigkeit der Büroarbeit. Durch die neuen technischen Möglichkeiten, ist physische Anwesenheit nicht länger notwendig. Zudem ist bewiesen, dass neue Orte die Kreativität fördern und inspirierend wirken. Das Vertrauen des Arbeitgebers ist für eine Evolution im Büro selbstverständlich die Grundvoraussetzung.

Unternehmen müssen attraktiver werden

Bedingt durch den demographischen Wandel, findet ein grundlegendes Umdenken in den Unternehmen statt. Bereits heute scheiden mehr Arbeitnehmer aus dem Arbeitsverhältnis aus, als neue hinzukommen. Diese Entwicklung ist durch den demographischen Wandel bedingt. Für Unternehmen stellt dieser Wandel eine große Veränderung dar, denn nun gilt es, für Bewerber attraktiv zu sein. Wer von den Bewerbern nicht als attraktives Unternehmen wahrgenommen wird, wird automatisch zu den Verlierern des demographischen Wandels zählen. Wohingegen sich die Unternehmer, noch vor kurzer Zeit,  die Besten Bewerber auswählen konnten, können sich heute und in Zukunft die Bewerber die Besten Arbeitgeber auswählen. Unternehmen müssen bemühen als Arbeitgeber attraktiver werden. Schlägt diese Attraktivität fehl, bzw. wird von den Bewerbern nicht als solche angesehen, können Unternehmen in der NEW WORK Philosophie langfristig nicht bestehen. Als attraktives Unternehmen versteht man Unternehmen die den Bedürfnissen der Belegschaft nachkommen und den Werten der Arbeitnehmer entsprechen.

New Work – das Ende strenger Hierarchien?

Wussten Sie, dass die strenge hierarchische Struktur, wie wir sie noch heute in vielen Unternehmen vorfinden, bereits in der Militärgeschichte zu finden war? Nach den Maßstäben der modernen maschinellen Massenfertigung, wurden als erste Gegenstände wie Handfeuerwaffen hergestellt. Darüber hinaus waren die Ersten modernen Arbeiter Soldaten aus dem Militär. Nachdem sich diese Methoden als praktikabel erwiesen sowie erprobt waren, übernahm Henry Ford diese und die Fließbandproduktion entstand.  Die dabei angewandte Unternehmenskommunikation war die der Soldaten, wobei typischerweise Befehle von oben nach unten gegebenen wurden. Dieses Muster findet man noch heute in zahlreichen Unternehmen. Allerdings bricht dieses nun allmählich auf.

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Sonderzahlung

Sonderzahlung Urlaubsgeld

Anspruch auf Sonderzahlung?

Nicht nur wegen des (oftmals) guten Wetters ist der Frühsommer für viele Arbeitnehmer eine angenehme Jahreszeit. Einige Arbeitnehmer können sich über die Auszahlung ihres Urlaubsgeldes freuen. Alles Wichtige rund um das Thema Sonderzahlung/Urlaubsgeld.

Die häufigsten Fälle für Sonderzahlungen sind Weihnachts- und Urlaubsgelder. Unter den Jahressonderzahlungen versteht man Zahlungen, die nicht in den regulären Vergütungszeitraum, sondern zu bestimmten Zeiten im Kalenderjahr erbracht werden. Sonderzahlungen sind meistens nicht vertraglich geregelt, sondern freiwillig vom Arbeitgeber gezahlt. Diese freiwillige Regelung kann zu einer Ungleichbehandlung führen. Eine so genannte Ungleichbehandlung liegt vor, wenn nur einige Mitarbeiter eine Gravitation erhalten. Zulässig ist diese, wenn es sachlich gerechtfertigte und billigenswerte Gründe gibt, oder wenn vertragliche Vereinbarungen für Sonderzahlungen vorliegen.

Mehr Sonderleistungen für männliche Arbeitnehmer?

Aus einer kürzlich veröffentlichen Umfrage des gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) geht hervor, dass sich 35 % der weiblichen Arbeitnehmerinnen und 41 % der männlichen Arbeitnehmer über Sonderzahlungen freuen können. An der Online-Umfrage nahmen rund 6400 Arbeitnehmer teil. Einen noch größeren Unterschied gibt es zwischen Ost- und Westdeutschland. Zwischen Flensburg und Bodensee erhalten 47 % der Beschäftigten Sonderzahlungen, wohingegen lediglich 27 % von Rügen bis ins Erzgebirge Gravitationen ausgeschüttet bekommen. Ein weiterer Unterschied liegt in der Unternehmensgröße. Unternehmen, die weniger als 100 Arbeitnehmer beschäftigen, zahlen rund 1/3 der Belegschaft Sonderzahlungen. Dem gegenüber stehen Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten. Hier erhalten rund 57 % der Arbeitnehmer Sonderzahlungen.

Freiwillige Sonderleistungen des Arbeitgebers

  • Wer hat Anspruch auf Urlaubsgeld?
    Das Urlaubsgeld zählt, genau wie das Weihnachtsgeld, zu den freiwilligen Sonderleistungen des Arbeitgebers und ist somit eine Sonderzahlung. Urlaubsgeld und Urlaubsentgelt gilt es zu trennen, denn letzteres ist das Gehalt/der Lohn, welcher während des Urlaubes weiter gezahlt wird. Das Urlaubsgeld ist eine Sonderzahlung zusätzlich zum Urlaubsentgelt und erfolgt auf freiwilliger Basis.
  • Wer hat Anspruch auf Urlaubsgeld?
    Der Anspruch auf Urlaubsgeld ergibt sich aus dem Arbeitsvertrag, dem Tarifvertrag oder den Betriebsvereinbarungen. Im Klartext heißt das, wurde „nichts vereinbart gibt es auch nichts“, außer es handelt sich hierbei um eine betriebliche Übung. Diese greift allerdings nur, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer drei Jahre in Folge eine betriebliche Übung ausgeschüttet hat, so soll sich dieser auch im folgenden Jahr darauf verlassen können.

Urlaubsgeld eingestellt – was nun?

  • Kann Urlaubsgeld vom Arbeitgeber eingestellt werden?
    Grundsätzlich gilt: Ja, das Urlaubsgeld kann vom Arbeitgeber eingestellt werden, denn Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen sind, in aller Regel, befristet. Fehlt eine Anschlussvereinbarung, hat der Arbeitgeber die Möglichkeit das Urlaubsgeld zu streichen. Auch bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten wäre eine Änderungskündigung denkbar. Darüber hinaus hat der Arbeitgeber die gesetzliche Möglichkeit von Jahr zu Jahr über die Auszahlung des Urlaubsgeldes zu entscheiden. Allerdings muss dieser Widerrufsvorbehalt mit jeder Zahlung erneut deutlich gemacht werden.
  • Wie hoch fällt das Urlaubsgeld aus?
    Die Höhe des Urlaubsgeldes variiert von Vereinbarung zu Vereinbarung. Es kann sich dabei, mehr oder weniger, um ein volles Monatsgehalt handeln. Beachten sollten Arbeitnehmer, dass das Urlaubsgeld voll steuer- und sozialabgabepflichtig ist.
  • Was passiert bei einer Kündigung?
    Das Urlaubsgeld, anders als das Weihnachtsgeld, darf behalten werden, denn es handelt sich dementsprechend um einen Zusatzlohn. Bei einer Kündigung seitens des Arbeitnehmers kann das Urlaubsgeld nur zum verringerten Urlaubsanspruch zurückgefordert werden (Bundesarbeitsgericht, Az.: 9AZR 610/99).
  • Urlaubsgeld auch im Krankheitsfall?
    Ja, der Anspruch auf Urlaubsgeld besteht, selbst wenn der Arbeitnehmer über einen längeren Zeitraum arbeitsunfähig war und als Folge dessen noch keinen Urlaub nehmen konnte. Zumindest dann, wenn der Anspruch nicht zwingend an den Urlaubsantritt gebunden war (Bundesarbeitsgericht, Az.: 9 AZR 436/00).

Rechtssprechung zum Freiwilligkeitsvorbehalt:

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 20. Februar 2013 AZR 177/12 – Jahressonderzahlung – Unklarheitenregel 

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 11. April 2000 – 9 AZR 255/99 – Urlaubsgeld als freiwillige Leistung

Liste der für allgemeinverbindlich erklärten Tarifverträge Stand: 1. April 2014

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Brexit

Nach Brexit Grexit?

Das Brexit-Ergebnis und die Auswirkungen für Manager

Nach Brexit-Entscheidung: Bye-Bye Großbritannien. Nach 43 Jahren verabschieden sich die Briten aus der Europäischen Union und Premierminister David Cameron kündigt seinen Rücktritt an. Eine schwere innenpolitische Krise droht den Briten. Und was droht den Managern?

Es ist ein historischer Tag und die Ereignisse überschlagen sich: Großbritannien verlässt die EU und Großbritanniens Premierminister David Cameron kündigte seinen Rücktritt an. Sein Nachfolger soll bis zum Oktober, dem nächsten Parteitag der Tories, feststehen.

Finanzmärkten droht dank Brexit Black Friday – Pfund in freiem Fall

Insgesamt 52 Prozent haben sich für den Brexit entschieden. Großbritannien, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Union, wird gehen. Niemals zuvor hat ein wichtiges EU-Mitglied die EU verlassen. Welche Ausmaße der Ausstieg mit sich bringt, wird wohl erst in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten zu erkennen sein. Dennoch, das Ausmaß des Brexit lässt sich bereits an den Finanzmärkten erkennen: Das Pfund befindet sich im freien Fall. Im Verlauf der Nacht hat es seinen tiefsten Stand seit 1985 erreicht. Bereits in den zuvor liegenden Monaten wurde Großbritanniens Wirtschaft stark geschwächt.
Vince Cable, ehemaliger Wirtschaftsminister: „Dies ist ein Blutbad – nicht nur an den Finanzmärkten. Die Entscheidung wird auch in der Realwirtschaft schwerwiegende Folge haben.“

Spaltung Großbritanniens?

Abwendbar wird der Zerfall des Vereinigten Königreiches wohl nicht mehr sein. Schottlands Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon kündigte bereits an, sie sehen die Zukunft Schottlands weiterhin in der Europäischen Union.
Erste Stimmen für eine Vereinigung von Nordirland mit der Republik Irland werden bereits laut. Nordirland möchte ebenfalls gerne in der EU bleiben. Die Nation Großbritanniens ist tief gespalten. Immerhin wollten 48 Prozent keinen Austritt aus der EU. Politiker kritisieren britische Wähler wegen ihrer Kurzsichtigkeit und Unverantwortlichkeit.

Standard and Poor’s hatten bereits vor dem Brexit gedroht, Großbritannien das AAA-Rating zu entziehen. Das wird ein Problem, denn das Land ist von ausländischen Investoren abhängig. Der Brexit könnte somit zum Versiegen der benötigten Kapitalflüsse führen.

Don’t panic – Brexit als Chance für Europa

Bleibt die Frage nach der Richtigkeit. Fast alle Politiker und Wissenschaftler haben versucht den Briten vorzuschreiben, wie sie abzustimmen haben. Demokratie bedeutet, dass das Volk sich dennoch anders entscheiden kann. Der Brexit hat nur wenige negative Folgen. Sonderrechte genoss Großbritannien schon immer innerhalb der EU. Dazu gehört auch die Beibehaltung der eigenen Währung. Hätte Großbritannien den Euro eingeführt, wäre eine Abspaltung nur schwer durchsetzbar gewesen und hätte drastischere Auswirkungen auf Europa gehabt.

Der Handel zwischen Europa und Großbritannien wird sich kaum ändern, wenn intelligente Freihandelsabkommen gewählt werden. Britische Exporte werden künftig günstiger werden, Importe teurer und Zinsen werden sich erhöhen. Gravierend wird der erneute Versuch Schottlands sein, seine Unabhängigkeit von Großbritannien zu erreichen. Beim letzten Referendum wurde zu Gunsten für Großbritannien entschieden, da David Cameron den Schotten klar machte, dass eine Abspaltung zu Großbritannien einen Ausstieg aus der Europäischen Union bedeuten würde. Das Argument wird nun wie ein Bumerang zurückkommen und dabei auch gleich Nordirland treffen. Brüssel drohte Athen bereits in der Vergangenheit mit dem Grexit. Das bedeutet, trotz Europa bekommen wir immer mehr landesspezifische Probleme.

  • Deutschland und die Flüchtlinge
  • Frankreich und die Arbeitsmarktreform
  • Österreich und die FPÖ
  • Griechenland und der Grexit

Die Liste lässt sich auf 27 Länder ausweiten. Die Zauberwörter der Stunde lauten Konvergenz und Integration. Um Europa zu verstehen, muss man zunächst lernen, dass Europa nicht dauerhaft Integration und Konvergenz bedeutet. Divergenz als Chance ist die neue, bessere Devise.

Fazit: Wir sollten uns überlegen was Europa eigentlich bedeutet.

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Was Unternehmen von Fußball lernen können

Als Unternehmer vom Fußball lernen

Die Kunst zu führen: Manager lernen vom Fußball

Auf den ersten Blick ist Fußball ein Spiel. Ein Spiel, das Millionen bewegt. Kenner und Fans wissen es schon lange: Fußball ist weitaus mehr als 22 Spieler die einem Ball hinterherlaufen. Auch Unternehmen können von Fußballern lernen.

Ressource Mensch – nicht nur im Fußball

Bei jedem Unternehmen sind die Menschen die wichtigste Ressource. Beim Fußball sind die Feldspieler für den Erfolg verantwortlich. Bei Unternehmen sind es die Mitarbeiter, die wichtige Aufgaben erfüllen und Ziele der Unternehmensleitung umsetzen. „Grau ist alle Theorie – entscheidend ist auf’m Platz“ das sagte schon Alfred (Adi) Preißler (deutscher Fußballspieler und Bundesliga-Trainer).

Stärken optimal einbringen

Jede Position bringt spezielle Anforderungen mit sich, ob auf dem Fußballplatz oder im Büro. Ein überragender Angriffsspieler wird kläglich scheitern, setzt man ihn als Torwart ein. Unternehmen sollten die Tätigkeitsfelder ihrer Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen prüfen, um sicherzustellen, dass diese den größtmöglichen Nutzen bringen und ihr Potential vollstens ausschöpfen können. Dies bedeutet, dass der ein oder andere Mitarbeiter ein ganz neues Aufgabengebiet bekommen könnte. Beim Fußball greift ein Zahnrädchen in das andere. Jeder Spieler weiß, was der andere macht. Er kennst seine Aufgabe genaustens und kann zur Gesamtleistung des Teams beitragen. Um effizient arbeiten zu können, ist es daher unabdingbar, dass die einzelnen Mitarbeiter ihre Aufgaben und Zielvorgaben kennen und darüber hinaus wissen, wofür sie genau verantwortlich ist. Kurzum: jeder muss seinen Beitrag zum Gesamtergebnis kennen.

Teambuilding

Je besser ein Team oder eine Gruppe zusammenarbeitet, desto größer sind die Aussichten auf Erfolg. Diversity Management spielt hierbei eine zentrale Rolle, denn eine gute Mischung unterschiedlicher Typen macht das Team erfolgreich. Unterschiedliche Aufgaben benötigen unterschiedliche Typen und Fähigkeiten: Erfahrene, Junge, Analytiker, Macher, Kreative, Denker, Männer, Frauen etc. Ein Team ist ein komplexes Gebilde, dessen wesentlicher Faktor die Soft Skills der einzelnen Teammitglieder sind. Besonders für Unternehmen gilt daher, in Bewerbungsgesprächen nicht primär auf die Hard Skills der Bewerber zu schauen, sondern sich auch den Soft Skills anzunehmen. So steigen zum Beispiel im Fußball die Erfolgschancen mit einem eingespielten Team, Analog der Aussage von Sir Alfred Ernest Ramsey (englischer Fußballspieler und -trainer) „Never change a winning team.“ Das ist zwar nicht immer möglich und sicherlich auch nicht immer richtig, aber ein wenig Wahrheit ist dennoch dabei. Denn, gibt es innerhalb eines Teams oftmals einen Wechsel, müssen sich alle Teammitglieder neu anordnen und zusammenfinden. Eine erfolgreiche mittel- und langfristige Planung wird nicht mehr möglich, wenn es in der Führungsebene permanente Wechsel gibt. Um das spezifische Wissen in einem Unternehmen zu halten, sind personelle Kontinuität essentiell.

Schlüsselrolle Führungskraft

Vom Trainer hängt es ab, ob eine Fußballmannschaft ihr komplettes Potential ausschöpft. Er hat die Aufgabe, die Mannschaft auf das Spiel vorzubereiten, zu motivieren und deren Leistungen zu verbessern. Führungskräfte haben ähnliche Aufgaben, denn auch sie tragen die Verantwortung für die Leistungen ihres Teams. Üben Führungskräfte oder Trainer zu viel Druck aus, hemmt dies die Leistungsfähigkeit der einzelnen Teammitglieder. Vielmehr kommt es auf eine gute Beziehung zwischen Trainer/Spieler und Führungsposition/Mitarbeiter an. Nur wer Fehler machen darf, kann aus diesen lernen. Dürfen keine Fehler gemacht werden, trauen sich die einzelnen Teammitglieder automatisch weniger zu.

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Am heutigen 10. Juni 2016 beginnt das nächste Fußball-Fest mit der Europameisterschaft. Das Eröffnungsspiel des Gastgeber-Landes Frankreich findet im Stade de France in St-Denis statt. Alle Termine, Ergebnisse, Gruppen und Kurzporträts der Austragungsorte zur EUEFA Euro 2016 in Frankreich finden Sie auf der Seite von TZ. Zusätzlich können Sie sich den Spielplan als PDF herunterladen.

AI Cyber workers - arbeiten 2050

AI arbeiten im Jahr 2050

AI so geht HR im Jahre 2050

Demografischer Wandel, Industrie 4.0, Fachkräftemangel, Flüchtlingskrise, Digitalisierung am Arbeitsplatz und AI. Bedeutende Themen, welche die Arbeitswelt in Zukunft stark beeinflussen werden oder doch nur Worthülsen? Zur Zeit die wohl spannendsten Themen jenseits aller Employer Branding und Personalmarketing Themen. 

Die HRler haben es schwer. Immer wieder werden sie in Diskussionen, wie sich die Arbeitswelt in Deutschland hinsichtlich Industrie 4.0, dem demographischen Wandel oder dem Fachkräftemangel verändern wird, verwickelt. Die Kernfrage bleibt dabei immer gleich: Erleben wir mittelfristig einen Fachkräftemangel? Der Trendforscher Jánszky hat sich mit seinem Zukunftsinstitut diesem Thema in zahlreichen Studien und Buchpublikationen angenommen.

Laut Jánszky hat die künstliche Intelligenz (AI, aus dem engl. Artificial Intelligence) mittlerweile an Geschwindigkeit und Dynamik zugelegt. Aus früheren Erfahrungen haben wir keine Vergleichswerte. Die künstliche Intelligenz wird, ohne Frage, die Menschheit in den folgenden Jahrzehnten stärker als jeder andere Trend verändern. Diese Auswirkungen sind bereits heute bedeutender als alle Finanz-, Flüchtlings-, oder Klimakrisen zusammen, so Jánzsky im Saatkorn Interview. Wieso das so ist wird an einem Beispiel klar. Technologische Entwicklungen vollziehen sich exponentiell, wobei die Kapazität, Geschwindigkeit und Effizienz stetig weiter steigt. Menschen hingegen prognostizieren innerhalb ihres Erfahrungshorizontes, gleichbleibend, linear. Der daraus entstehende Nachteil liegt auf der Hand, wir liegen stetig falsch. Das wirkt auf manche bedrohlich, unsicher, als risikoreich und auf andere als Chance zur Verbesserung. Hier wird es persönlich, denn je nach individueller Betrachtungsweise sieht sich jeder Einzelne entweder auf der Gewinner- oder Verliererseite der technologischen Entwicklung.

AI im Jahre 2020 – mehr Roboter als Menschen?

AI arbeiten 2050

Bereits heute werden intelligente Computer eingesetzt, beispielsweise in der Krebsdiagnostik. Das ist eine wunderbare Entwicklung, denn so kann diese furchtbare Krankheit besser erkannt und therapiert werden, was weniger Todesfälle zur Folge hat. Demgegenüber steht der tägliche Gebrauch intelligenter Computer. Laut Jánszky können intelligente Computer bereits in 2-3 Jahren die Arbeit in Callcentern antreten. So sollen 80 Prozent der Anrufe vorhergesehen werden, noch bevor es überhaupt klingelt. Beim ersten Klingeln bekommt so der Callcenter-Mitarbeiter angezeigt worum es sich wahrscheinlich handelt und wie man dieses Problem lösen kann. Unvorstellbar, oder? Für den Verbraucher hat das ganz klar seine Vorteile: Eine Lösung ohne vorher 100 mal anrufen zu müssen, 30 mal mit unterschiedlichen Leuten gesprochen zu haben und am Ende doch keine Lösung zu haben. Wir können diese Lösung kaum erwarten! Die intelligenten Computer können unser aller Leben verbessern.  Heute werden sie bereits in diesen Feldern erfolgreich eingesetzt:

  • Bildung weltweit
  • Effizientere Hörgeräte
  • Krankheitsdiagnostik
  • Umweltschutz
  • Zur Entwicklung regenerativer Energien
  • Helfen Menschen mit Behinderungen
  • Therapiefindung
  • Navigationssystemen
  • Empfehlungssystemen wie Holidaycheck oder Amazon

Unzählige Roboter werden , dank AI,  bereits erfolgreich als Rasenmäherbots, Staubsaugerbots, Rettungsbots, Industriebotsoder OPbots eingesetzt.
Wusste Sie, dass bereits heute mehr als 10 Millionen Roboter auf unserem Planeten „leben“? Bis ins Jahr 2020 werden wir mehr Roboter als Menschen haben. Ihre Zahl wird zweifelsohne die Milliardenmarke knacken. Jede Entwicklung hat allerdings auch Nachteile.

Die nächsten 30 Jahre wird sich, lauf Jánszky, nichts daran ändern, dass die Vorteile überwiegen. AI dient uns als Assistenz und verbessert unser aller Leben. Beachten muss man allerdings, dass die AI in absehbarer Zeit das allgemeine Intelligenzniveau der Menschen erreichen werden. Zukunftsforscher nennen diesen Zustand auch Singularität. Diese wird nach heutigen Prognosen in den Jahren 2050 bis 2090 eintreten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die heute unter 50 Jährigen diesen Zustand erleben werden, ist gegeben. Bereits kurze Zeit später wird die AI die menschliche Intelligentz übersteigen. Ob das ein Nachteil ist, vermag heute noch niemand zu sagen. Was man aber mit Sicherheit behaupten kann, ist dass es eine noch nie dagewesene Herausforderung für die Menschheit bedeuten wird.

Fachkräftemangel

Laut Saatkorn ist der Fachkräftemangel wissenschaftlich nicht nachvollziehbar. Was zu diesem Hype geführt hat, lässt sich heute nicht mehr rekonstruierten. Eine Möglichkeit ist eine US Studie aus dem Jahr 2013, die damals für den amerikanischen Arbeitsmarkt veröffentlichte, dass 47% der Jobs ersetzbar wären. Auf den deutschen Arbeitsmarkt lässt sich diese Studie nicht anwenden, da sich der US-Arbeitsmarkt deutlich unterhalb des deutschen Bildungsniveaus befindet und auch die wirtschaftlichen Kosten der Ablösung von Menschen ausgeführten Jobs bei Übernahme durch Roboter/Computer nicht mit eingerechnet wurden.

Realistische Prognosen für den deutschen Arbeitsmarkt sehen in den nächsten zehn Jahren in der Tat eine Vielzahl von Arbeitsplätzen verschwinden, aber auch neue entstehen. In Zahlen bedeutet dies das bis 2025 ca. 60.000 Arbeitsplätze verschwinden werden. Allerdings müssen die demografischen Entwicklungen gegengerechnet werden. Konkret bedeutet das, dass die Babyboomer in Rente gehen und somit 6,5 Mio Arbeitnehmer dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen.  Von diesen 6,5 Millionen müssen die 2,7 Millionen Erwerbslose sowie die 60.000 Stellen für AI abgezogen werden.

Das Ergebnis ist eine Lücke von 3-4 Millionen unbesetzter Jobs in Deutschland. Um das noch einmal zu verdeutlichen: Es gibt diese Jobs, aber keinen passenden Arbeitnehmer. Jánszky beschrieb dieses Szenario bereits vor einigen Jahren in seinem Buch „2025 – So arbeiten wir in der Zukunft“. Problematisch wird es somit erst mit dem Erreichen der Singularität. Kritisch wird es für Berufe, die ein niedriges oder mittleres Bildungsniveau voraussetzen, denn diese Arbeiten könnten ab 2040 von AI übernommen werden. Erste Anzeichen sieht man dafür heute schon, zum Beispiel der Akademisierung vieler Branchen. Jánszky geht sogar so weit zu behaupten er könne sich vorstellen, dass 2040 fast jeder Abitur macht und auch der Intelligenzgrad der Menschheit rasant ansteigt. Zudem weist er darauf hin, dass das menschliche Gehirn nur bedingt steigerbar ist und auf Dauer den IQ Wettstreit gegen AI verlieren wird.

Berufsbilder im Wandel

Die Jobs werden sich spätestens dann wandeln und anpassen müssen. Besonders betroffen werden hier Ärzte, Lehrer oder Anwälte sein. Bleibt die Frage nach den Menschen die keine Arbeit finden und wer diese finanziert. Bis 2040 werden laut Jánszky alle Arbeitnehmer gebraucht, auch wenn sich deren Jobanforderungen verändert werden. Angeblich soll die Konjunktur brummen und die Produktivität steigen, das oben beschriebene Problem soll somit kaum spürbar sein. Nachdem AI die Intelligenz der Menschen überstiegen hat, sieht das Szenario allerdings anders aus. Wie das aussehen mag, vermag heute niemand zu sagen. Zugegebenermaßen ein erschreckendes Ereignis, deren Weichen wir bereits heute mitgestallten.

HR-Strategien der Zukunft

In dem Buch „Das Recruiting Dilemma“ von Jánszky geht hervorragend auf dieses Szenario ein. Es beschreibt zum einen die Fluiden Unternehmen und die Caring Companies. Personalchefs werden entweder zu Chief Change Officers oder sie verschwinden ganz von der Bildfläche. Die primäre Aufgabe der neuen Chief Change Officers wird es sein, die vermischenden Übergänge zwischen den einzelnen Abteilungen zu steuern. HR-Abteilungen werden einen Mehrwert anbieten müssen. Stand heute ist, dass es viele HR-Abteilungen nicht schaffen werden, diesen Mehrwert anzubieten sie werden folglich verschwinden.

Mehr von Trendforscher Jánszky gibt es in seinem Zukunftsgonkress. Dieser findet im Juni in Wolfsburg statt.

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Fit im Job

Fit im Job – der gesunde Arbeitsplatz

Tipps für den gesunden Arbeitsplatz

Die ganze Woche Stress, unausgewogenes Essen in der Kantine, stundenlanges Sitzen: so manche Gesundheitsfalle verbirgt sich am Arbeitsplatz und im Berufsalltag. Wie sich Arbeitnehmer effektiv schützen können, lesen Sie in unserem Blogbeitrag.

Gesunder Arbeitsplatz

Das wissenschaftliche Institut der gesetzlichen Krankenkasse AOK berechnete, dass ein Arbeitnehmer in seinem Arbeitsleben durchschnittlich 80.000 Stunden am Arbeitsplatz vor dem Bildschirm sitzt und nur noch jeder zehnte Arbeitnehmer seinen Körper im Beruf belastet. Das bekommt dem Menschen nicht. Bleibt die durchaus berechtigte Frage: was tun?

Gesundheitsorganisationen empfehlen mindestens 150 Minuten Bewegung in der Woche. Fährt man mit dem Fahrrad oder geht zu Fuß, erreicht man diese Empfehlung gegebenenfalls schon. Ergänzend sei gesagt, dass es sich bei der Bewegung nicht zwangsläufig um Sport handeln muss, sondern jede Art von körperlicher Bewegung zählt. Wer zudem eine Haltestelle früher die S-Bahn verlässt, verschafft sich Bewegung und einen gesünderen Arbeitsplatz.

Gesunder Arbeitsplatz – ist hierfür lediglich der Arbeitnehmer verantwortlich?

Für viele Arbeitnehmer ist es Privatvergnügen sich um die eigene Leistungsfähigkeit, die Gesundheit und die persönliche Fitness zu kümmern. Allerdings sind heute bereits Gesundheitsprogramme fest in die jeweiligen Unternehmenskulturen verankert, denn immer mehr Arbeitnehmer leiden unter berufsbedingten Rückenschmerzen und Co. Überdies ist der häufigste Grund für Fehlzeiten das Kreuz mit dem Kreuz. Gleichzeitig nimmt die Ernährung eine zentrale Rolle beim Thema Gesundheit ein. Um den Körper mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen, fehlt am Arbeitsplatz oftmals die Zeit, von entspanntem Essen ganz zu schweigen. Über das Leistungstief können, zumindest kurzzeitig, Muntermacher wie Kaffee, Kekse, Schokolade, Energydrinks, Kuchen oder Snacks hinweghelfen. Nachhaltig und gesund sind diese Schnellversorger nicht und den Arbeitsplatz machen diese auch nicht gesünder.

Niemals ohne Frühstück in den Tag starten

Gesunder Arbeitsplatz

Viele Arbeitnehmer frühstücken nicht, bevor sie zur Arbeit aufbrechen. Kein größeres Problem, wird dieses direkt am Arbeitsplatz nachgeholt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sieht hierfür ein nährstoffreiches Frühstück aus fettarmen Milchprodukten und Vollkorn- oder Getreidehaltigen Lebensmitteln als sinnvoll an. Diese Kombination versorgt den Körper mit der dringend benötigten Energie für den Arbeitsalltag. Auch Obst und Gemüse sowie Wasser, Tee oder Kaffee ohne Milch und Zucker. Die Mittagspause lässt leider oftmals nur Zeit für eine ausgiebige, oft schnelle Mahlzeit. Allerdings sollte man sich vor der Mittagspause und nach der Mittagspause kleinere Snacks gönnen, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Dies wirkt sich positiv auf das Leistungsvermögen aus. Auf Kuchen, Kekse und Schokoriegel sollte dabei möglichst ganz verzichtet werden. Als Alternative dienen Obst oder fettarme Milchspeisen mit Getreideflocken. Das Sättigungsgefühl hält länger an und die Konzentration flaut nicht so rasch wieder ab.

Die Mittagspause

In der Mittagspause suchen viele Arbeitnehmer die Kantine, ein Restaurant, den Bäcker oder einen Imbiss auf. Grundsätzlich sollte auch hier bevorzugt gesunde Nahrung auf dem Teller landen, was sich allerdings als schwierig erweisen dürfte. Die Hauptmahlzeit kann auch, einmal die Woche, durch eine große Portion Salat ersetzt werden. Hier sollte allerdings darauf geachtet werden, dass das Dressing aus Essig und Öl und nicht aus Fertigdressing oder Sahne oder Joghurt besteht. Pommes Frites oder Kroketten sollten durch Reis, Nudeln oder Kartoffeln ersetzt werden, wenn möglich aus Vollkorn hergestellt.  Zu fettige Mahlzeiten senken die Leistungsfähigkeit.

Sollten Sie den ganzen Tag vor dem Computer sitzen, ist es zudem wichtig, genügend Vitamin A zu sich zu nehmen. Vitamin A ist für die Sehkraft verantwortlich und ist unter anderem in Karotten, Fenchel, Grünkohl, Eigelb und Fischölen enthalten. Raucher und Passivraucher haben einen besonders hohen Anspruch an einen gesunden Arbeitsplatz, da sie einen erhöhten Vitamin A und E Bedarf aufweisen. Außerdem kann dieser durch hochwertige Speiseöle wie Weizenkeim- und Sonnenblumenöl gedeckt werden.  In stressigen Situationen wird die Ausschüttung von Serotonin gebremst. Dieses wird auch auch als Wohlfühlhormon bezeichnet. Mit einer trytophanreichen Ernährung können Sie entgegenwirken und Ihren Arbeitsplatz ein bisschen gesünder machen. Der Protein-Baustein Trytophan ist unter anderem in Avocados, Bananen, Cashewkernen und Ananas enthalten. All diese Nahrungsmittel eignen sich hervorragend als gesunder Snack im Arbeitsalltag.

Kaffee – die Alltagsdroge

Gesunder Arbeitsplatz

Die Deutschen trinken durchschnittlich 148 Liter Kaffee pro Jahr. Das macht knapp einen halben Liter pro Tag. Eine einzige Tasse enthält bis zu 120 Milligramm Koffein. Bereits nach 20 – 30 Minuten entfaltet das Koffein seine Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Diese Wirkung kann bis zu 6 Stunden anhalten. Koffein kann die psychomotorische Leistungsfähigkeit steigern, daher gehört ein Kaffeevollautomat auch fast überall zum Standard Büroinventar. Beachten Sie dabei allerdings unbedingt, dass Kaffee abhängig machen kann und somit Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen auftreten können. Ein gesunder Arbeitsplatz gestaltet sich ganz besonders schwierig, wenn Sie sich häufiger auf einer (längeren) Geschäftsreise befinden.  Hier einige Tipps für Geschäftsreisende:

  • Für den kleinen Hunger: Trockenfrüchte, Nüsse oder Müsliriegel
  • Mehrere kleine Mahlzeiten, sonst kommt der Heißhunger
  • Wenn Sie um Fast Food nicht herum kommen, sollten Sie bevorzugt ein Brötchen, Sushi oder Döner konsumieren und die Finger von Currywurst, Pizza und Burgern lassen
  • An Flughäfen und Bahnhöfen werden neuerdings Obstsalate und Fruchtsäfte angeboten. Hier können Sie beherzt zulangen
  • Vollkornbrot, Trauben, Karotten, Kohlrabi und Äpfel lassen sich prima transportieren
Gesunder Arbeitsplatz – Bewegung im Büroalltag

Der moderne Büromensch sitzt. Auf dem Weg zur Arbeit, im Büro am Schreibtisch und auf dem Weg nach Hause. Dieses Verhalten bringt jede Menge kleinerer und größerer Problemchen mit sich. Hier einige gesunde Tipps:

  • Laufen Sie in der Mittagspause spazieren. 15 – 20 Minuten sind bereits förderlich für die Gesundheit
  • Steigen Sie eine Haltestelle vor dem eigentlichen Ziel aus und laufen den Rest zu Fuß. Sollten Sie nicht mit den Öffis fahren, parken Sie etwas weiter weg und laufen. Noch besser, nehmen Sie den Drahtesel, der freut sich
  • Telefonate und E-Mails sind bequem, ein kurzer Spaziergang in eine andere Abteilung sorgt für Schwung.

Gesunder Arbeitsplatz

Die Mittagspause sollte unbedingt eingehalten werden und noch viel wichtiger ist, dass diese nicht am Schreibtisch stattfinden. Zum Schluss haben wir noch ein paar Rückenübungen für den gesunden Arbeitsplatz für euch aufgestöbert.

Belastung der Bildschirmarbeit – Tipps für einen gesünderen Arbeitsplatz

Dauersitzen und Bewegungsmangel belasten nicht nur den Rücken, sondern den kompletten Bewegungsapparat und fördert dabei die Unbeweglichkeit. Menschen, die viel am Computer arbeiten, sollten daher unbedingt auf genügen Bewegung, dynamisches Sitzen und Pausen achten. Der Bildschirmarbeitsplatz sollte optimal auf seinen Nutzer eingerichtet sein, da sonst Verspannungen und Verschleißschäden erfolgen können. Des Weiteren führen Haltungsschäden zu Seh- und Durchblutungsstörungen, Kopfschmerzen und psychischen Belastungen. NEW SEARCH Personal- und Managementberatung hat für Sie eine Checkliste für einen gesunden Bildschirmarbeitsplatz zusammengestellt:

Checkliste: Bildschirm

  • Abstand der Augen zum Bildschirm beträgt zwischen 50 und 80 cm
  • Blend- und Reflexfreiheit
  • Strahlungsarmut
  • Flimmerfreier Monitor
  • Angenehme Kontrasteinstellung
  • GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit
  • Bildschirmgröße ist mindestens 15 Zoll (38 cm Bildschirmdiagonale)
  • Bildschirm kann bewegt werden (Drehen und Neigen)

Checkliste: Arbeitsumgebung

  • Lärmschutz
  • Ausreichende Beleuchtung (Fenster, Lampen)
  • Klimatische Bedingungen (Belüftung, Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Schadstoffe in der Luft)

Checkliste: Bürostuhl

  • Verstellbare Sitzflächenneigung
  • Atmungsaktive Polsterung
  • Höhen- und Tiefenverstellbarkeit
  • Fünf Rollen (Kippsicherheit)
  • Prüfsiegel (z. B. TÜV)

Checkliste: Maus und Tastatur

  • Weicher Anschlag
  • Ergonomisch geformt
  • GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit

Checkliste: Schreibtisch

  • Stabil
  • Höhenverstellbar
  • Ausreichend große Arbeitsfläche (sowohl in der Breite wie auch in der Tiefe)
  • Ergänzender Steharbeitsplatz mit Stehhilfen

Bilder: Pixabay.com 

Markenwahrnehmung beeinflusst Bewerber

Emotionen für die Markenwahrnehmung

Bewerber wollen Emotionen – Markenwahrnehmung im Personalmarketing

In einer aktuellen Umfrage vom Januar 2016 veröffentlichte Nielsen den Zusammenhang zwischen Emotionen in Fernsehwerbung und dem daraus resultierenden Erfolg. Emotionen spielen eine zentrale Rolle bei der Markenwahrnehmung. 

Viele Menschen würden sagen, dass ihre Entscheidungen auf klaren Fakten basieren oder zumindest auf logischen Schlussfolgerungen. Dies stimmt so allerdings nicht, denn wir sind irrational in unserem Handeln, was sich besonders stark im Konsumverhalten eines jeden einzelnen wiederspiegelt. Dieses Verhalten triff auch auf Bewerber zu.

And emotions are central to advertising. There are many theories about how advertising works, but the general consensus across all modern theories is that emotions are at the heart of the relationship we have with brands. They influence our conscious decisions and drive our nonconscious decisions.

Lässt sich das Konzept von positiven Emotionen tatsächlich auf den Arbeitsmarkt und auf einzelne Stellenanzeigen anwenden? Ja. Einige Wissenschaftler argumentieren, dass das Ergebnis bei der Jobsuche vom jeweiligen emotionalen Zustand des potentialen Arbeitnehmers abhängt. Bewiesen ist diese Theorie allerdings nicht, dennoch gibt es eine Veröffentlichung von Cynthia Kay Stevens und Meyeong-Gu Seo mit dem Titel  „Job Search and Emotions„.

Bewerber wollen Emotionen

In the job search context, emotial regulation may influence outcomes such as a seekers‘ judgment and decisions concerning employers (e.g. opting not to apply for some jobs to avoid potential rejection) or search strategies (e.g. focusing on preparatory rather than active search behaviours) […]

Die Marke belohnt und bindet Kunden

Die Markenwahrnehmung kann das Kaufverhalten drastisch verändern. Sie beeinflusst die Physiologie des Gehirns, indem sie anders verarbeitet wird als ein bekannter Artikel. Dieses Phänomen lässt sich auch auf das Personalmarketing anwenden. Ein bekannter Arbeitgeber wird von potenziellen Bewerbern anders wahrgenommen als ein unbekannter Mitbewerber.

Setzt beim Kauf der Verstand aus?

Die Marke setzt eine Aktivierung im ventromedialen präfrontalen Kortex ab. Dies bedeutet, dass eine Kaufentscheidung von folgenden vier Faktoren beeinflusst werden:

  1. Der Preis
  2. Das Belohnungssystem im Gehirn, beim erkennen einer Marke
  3. Die aktive Entscheidung diesen Kauf zu tätigen
  4. Verarbeitung von Kontextinformationen

Daraus lässt sich ableiten, dass Preissenkungen alleine nicht zu loyalen Kunden führt. Wer loyale Kunden möchte, muss diese belohnen. Die Theorie lässt sich problemlos auf das Personalmarketing anwenden.

Es kann gesagt werden, dass sich einige neue Möglichkeiten im Personalmarketing ergeben. Über dieses Thema dürfte in nächster Zeit viel diskutiert werden. Zu Beginn reicht es, sich über die Möglichkeiten bewusst zu werden. Personalentscheider sollten sich fragen, wie sie Einfluss auf die Emotionen ihrer Bewerber nehmen können. Bei diesem Prozess sind wir Ihnen gerne behilflich.

Internet der Dinge - Industrie 4.0

Internet der Dinge – Industrie 4.0

Bis 2025 global bis zu 11 Billionen US-Dollar Mehrwert durch das Internet der Dinge

Die intelligente Vernetzung von unterschiedlichen Geräten und Maschinen, das ist das Internet der Dinge und dieses kann nun global einen Mehrwert von bis zu 11 Billionen US-Dollar schaffen. 11 Billionen US-Dollar – das entspräche ca. 11 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistungen. Potentiell den größten Einfluss hat das Internet der Dinge in den Fabriken (bis zu 3,7 Billionen), auf Städte (1,7 Billionen) und das Gesundheitswesen (1,6 Billionen).  

Dennoch ist das Internet der Dinge für viele noch immer ein Mysterium und das, obwohl es mittlerweile die Messen beherrscht, dabei erscheint es häufig in Form von Smart Homes und/oder Wearables. 88 Prozent der Deutschen können laut einer Telekom-Studie noch immer nichts mit dem Begriff anfangen.  Die Anwendungsbeispiele sind dabei weitaus bekannter, wie beispielsweise Sportarmbänder. Die Anwender wissen dabei allerdings oftmals nicht, dass es sich hierbei um das Internet der Dinge handelt. Aufklärungsarbeit seitens der Hersteller und Anbieter bleibt daher bestehen.

Das Internet der Dinge – ein Buzzword macht Karriere 

Im Internet der Dinge kommuniziert alles mit allem, allerdings ohne den Menschen. Das Ziel des Internet der Dinge ist es, allen Dingen, die bisher auf menschliche Steuerung angewiesen waren, eine Art Eigenleben einzuhauchen, mit Hilfe des Internets versteht sich. Durch diese dauerhafte Vernetzung mit dem Internet soll der Gebrauchswert der benutzten Gegenstände ansteigen. Zu Beginn möchten wir einmal die wohl wichtigsten, bzw. meist genutzten Buzzwords (Schlagwörter) mit Verbindung zum Internet der Dinge definieren.

Das Internet der Dinge IoT


IoT steht für Internet of Things, also Internet der Dinge. Dieses steht dafür, dass der bekannte Computer immer weiter verschwindet und durch die sogenannten smarten Geräte ersetzt wird. Smarte Geräte sind dabei nicht nur Tablets oder Smartphones, sondern Geräte des Alltages. Diese werden mit Prozessoren, Netzwerktechnik und Sensoren ausgerüstet. Die Möglichkeiten für diese smarten Geräte sind (fast) unendlich. So reichen sie von einer ferngesteuerten Kaffeemaschine bis zur ferngesteuerten smarten Fabrik. Eines verändert sich dabei allerdings nie: Die smarten Geräten sollen den Alltag so angenehm wie möglich machen und diesen erleichtern.

Application Programming Interface API


APIs machen den Austausch zwischen den smarten Geräten und dem Internet möglich. Offene APIs können so beispielsweise Daten von der Überwachungskamera eines Herstellers zum Smartphone eines anderen Herstellers übertragen. So erhalten Sie die Bilder Ihrer Überwachungskamera auf Ihr Smartphone, auch wenn Sie sich gerade im Büro, bei den Schwiegereltern, dem Nachbarn oder im wohlverdienten Urlaub befinden.

Bluetooth Low Energie BLE


BLE wird auch Bluetooth 4.0 genannt. Hierbei handelt es sich um eine Variante des bekannten Bluetooth. Smarte Geräte können sich dank BLE permanente drahtlos mit anderen smarten Devices aus der Umgebung unterhalten. Dies schont den (ohnehin oft strapazierten) Akku. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Geräte nicht bei jedem Aufeinandertreffen neu verbunden werden müssen, denn sie erkennen sich bereits vollautomatisch.

Cloud-based Application

Dienst und Apps werden im Internet der Dinge oftmals im Internet gehostet. Neue Infrastrukturen, teure Software und Personal werden somit nicht benötigt. Ein weiterer Vorteil ist, dass die angehäuften Daten bereits in einer Cloud gesammelt werden und so problemlos zwischen den einzelnen Apps und Diensten weitergesendet werden können.

Embedded Intelligence


Embedded Intelligence wird auch Embedded Computing genannt und beschreibt Systeme, die nur ein Ziel verfolgen und einige wenige, spezifische Aufgaben ausführen. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass an Hard- und Software gespart werden kann, was zu schlankeren Systemen führt. Durch die Einsparung können diese smarten Geräte ihre Funktionalität im Zusammenspiel mit anderen smarten Geräten voll entwickeln.

iBeacon


Apple führte bereits 2013 diesen Standard für die Navigation in geschlossenen Räumen ein. Die Geräte sind klein und bewusst günstig in der Anschaffung. Sensoren senden ein BLE-Signal aus. Hat man genügend Signale, können diese sehr exakt den Standort erfassen und so beispielsweise genau passende Werbung zu einzelnen Produkten an das Smartphone des Einkäufers senden, wenn sich dieser just in diesem Moment vor dem entsprechenden Regal befindet.

Interoperability


Der Austausch zwischen den einzelnen Geräten wird Interoperability genannt. Im Idealfall können so sämtliche Geräte und Maschinen reibungslos und effektiv zusammenarbeiten.

Industrie 4.0


Hier handelt es sich um die smarte Vernetzung von Fabriken. Die 4.0 spielt dabei auf die vierte industrielle Revolution an.

Komplette Produktionsanalagen können sich Dank M2M-Kommunikation permanent unterhalten und ihre gesammelten Informationen über Sensoren austauschen. Dies verkürzt Prozesse ungemein, ist kostengünstig und effizient. Dank RFID-Chips können Rohstoffe den verarbeitenden Maschinen sagen wo sie hin müssen und aus ihnen hergestellt werden soll.
Quasi das smart Home der Wirtschaft.

Location Technologies

Hier wird die Lokation eines bestimmten Gerätes an Sensoren übermittelt. Die Möglichkeiten die sich hieraus ergeben sind enorm. So können beispielsweise selbstfahrende Autos realisiert werden und auf den Nutzer zugeschnittene Werbung direkt auf das Smartphone gesendet werden.

Machine-to-Machine-Communication/Technology (M2M)


Bei M2M wird das Zutun des Menschen nicht benötigt. Maschinen können sich untereinander unterhalten. Um diese Funktion zu gewährleisten, müssen permanent Daten über Sensoren ausgetauscht werden. Die Möglichkeiten sind auch hier enorm. So können beispielsweise Autos in einer Garage die einzige freie Parklücke finden, ohne dass der Fahrer diese erst suchen muss.

Radio Frequuency IDentification Tags (RFID Tags)

Im Internet der Dinge bieten RFID Tags wichtige Daten. Mit RFID Tags lassen sich so unter anderem Warenbestände verwalten. Die Tags sind klein und können somit problemlos an der Ware angebracht und später gescannt werden. Ein Sichtkontakt ist dabei nicht von Nöten. Ein entscheidender Vorteil ist, dass Geräte RFID Tags in großer Zahl zeitgleich lesen können, was bei Strichcodes nicht funktionieren würde. RFID Tags funktionieren zudem nicht nur aufgedruckt, sondern auch unter der Haut und in Metallteilen.

Sensoren


Sensoren könnten als Brücke zwischen der echten und der digitalen Welt bezeichnet werden. Sie messen unter anderem die Helligkeit oder die Temperatur.

Ubiquitous Computing


Kleine Computer werden in Gegenstände des Alltags eingebaut. Diese müssen, um zu funktionieren, immer angeschaltet sein. Ubiquitos Computing sind somit Computersysteme, die 24 Stunden 7 Tage die Woche laufen. Dauerbetrieb.

Wearables

Besonders beindruckend sind die Produktionen des Internet der Dinge. Einige davon kann man anziehen, die sogenannten Wearables. Dazu gehören unter anderem Sportarmbänder, Schrittzähler, Smart Watches und vieles mehr.

Zurzeit verhalten sich viele Unternehmen beim Thema Internet der Dinge und Industrie 4.0 noch vorsichtig. Welches Potenzial mit dem Internet der Dinge und somit Industrie 4.0, gerade für den Mittelstand, verbunden ist, zeigt eine aktuelle Studie des Frauenhofer-Institutes IML.

Industrie 4.0 – die Zukunftsfabrik

Industrie 4.0
Industrie 4.0, Foto: Fotolia

Was ist Industrie 4.0?

Produkte können ganz anders hergestellt werden, wenn IT- und Fertigungstechnik miteinander verschmelzen. Aber was ist eigentlich Industrie 4.0? Industrie 4.0 ist ein Ingenieursmodewort und drückt den historischen Anspruch aus. Diese vierte industrielle Revolution soll die Rückkehr zum Unikat bringen, nach Jahrzenten der Massenfertigung. Jede der vorgegangen industriellen Revolutionen haben das Entstehen unserer Alltagsprodukte entscheidend geprägt. Die erste industrielle Revolution wurde durch die Dampfmaschine eingeleitet. „Diese“ Dampfmaschinen übernahmen die Arbeit, die damals noch von Hand durchgeführt wurde und das im großen Stil.

Die Fließbandfertigung brachte, mit der zweiten industriellen Revolution, die Produktion einen weiteren Schritt nach vorne. Henry Ford konnte somit sein Modell T von 1914 in einer effektiven Stückzahl fertigen. Diese dadurch entstandene enorme Stückzahl ließ den Preis seinen Autos drastisch sinken (von damals 850 auf 370 US-Dollar). Die Massenproduktion war geboren und für (fast) jeden erschwinglich. In der dritten industriellen Revolution hielten Computer, Automatisierung und Robotik Einzug in die Fabriken. Heute werden Fabriken noch zentral gesteuert. Schon heute verfügen diese bereits über Sensoren und Funkmodule. Die Fabrik von morgen wird durch cyberphysische Systeme gesteuert werden. Automatisierungs-, Maschinen-, und Anlagenbauer sehen ihre Chance, den Vorsprung gegenüber der Konkurrenz zu sichern.

Das Internet: Verbindung zwischen virtueller und realer Welt

Angetrieben durch das Internet, wachsen die reale und die digitale Welt weiterhin zu einem Internet der Dinge zusammen. Durch intelligente Monitoring- und Entscheidungsprozesse sollen Unternehmen und deren komplette Wertschöpfungskette gesteuert und optimiert werden können – und das in Echtzeit. Aktuell haben deutsche Unternehmen die Chance, die digitale industrielle Revolution aktiv mitzugestalten. Einschließen lassen sich neuartige Geschäftsmodelle und wesentliche Optimierungspotenziale in Logistik und Produktion. Besonders interessant für den Mittelstand ist die Tatsache, dass sich zurzeit noch keine Standards etablieren konnten. Daher sind nur einige wenige Produkt und/oder Umsetzungsleitfäden vorhanden. Um nicht auf die Etablierung warten zu müssen, hat das BBF eine Fördermaßnahme aufgelegt, welche speziell auf den Mittelstand zugeschnitten ist. Sicher ist bereits heute, dass die vierte industrielle Revolution den Wirtschaftsstandort Deutschland verändern wird.

Und der Mehrwert durch das Internet der Dinge?

Durch günstigere Preise oder durch eine Zeitersparnis werden 90 Prozent des gesamten Mehrwerts den Anwendern des Internet der Dinge zu Gute kommen. Die teilweise harten Grenzen zwischen Technologieunternehmen und traditionellen Firmen werden nach und nach aufweichen, was neue datenbasierte Geschäftsmodelle ermöglichen wird.

Das geht aus einer Studie des McKinsey Global Institute hervor. Das MGI untersuchte im Rahmen ihrer Studie (The Internet of Things: Mapping the value beyond the hype) über 100 Anwendungsfelder in neun Bereichen.  Momentan stehen überwiegend konsumentenahme Produkte wie die Smartwatches oder die selbstfahrenden Autos im Vordergrund. Noch größeres Potential bieten hingegen die B2B-Anwendungen in der Industrie 4.0.  Aktuell wird nur ein kleiner Teil der Daten, welche bei der Produktion anfallen, überhaupt von den entsprechenden Unternehmen genutzt. Laut der McKinsey Studie haben Fabriken das größte Potential, durch mehr Energieeffizienz, sichere Arbeitsplätze und höhere Produktivität.  Um das Potential durch IoT-Anwendungen möglichst perfekt ausschöpfen zu können, sollten sich Anwender, Politiker, Hardwarehersteller und die Gesellschaft selbst diese Handlungsfelder explizit ansehen:

  • Technologie
  • Regulierung
  • Organisation und Fähigkeiten
  • Datensicherheit

Noch sind die Kosten für RFID-Chips und Datenspeicher hoch. Gemeinsame Standards sollten helfen, die unterschiedlichen IoT-Systeme untereinander zu verknüpfen. Ist dies nicht der Fall, könnten laut McKinsey bis 40 Prozent des potenziellen Mehrwerts verlorengehen. Folglich sollten Datenschutzbedenken der Nutzer unbedingt und zu jeder Zeit von den IoT-Anbietern ernst genommen werden. Kritische Infrastrukturen müssen zudem von Cyberangriffen geschützt werden.

Bedingt durch das Internet der Dinge haben Unternehmen die Möglichkeit, auf Grund von Big Data Entscheidungen zu treffen. Um diese in datenbasierte Geschäftsmodelle umsetzten zu können, müssen die eigenen Fach- und Führungskräfte geschult werden. Zudem werden sich die IT-Abteilungen künftig stärker mit den anderen Unternehmensbereichen abstimmen müssen.

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