Fit im Job

Fit im Job – der gesunde Arbeitsplatz

Tipps für den gesunden Arbeitsplatz

Die ganze Woche Stress, unausgewogenes Essen in der Kantine, stundenlanges Sitzen: so manche Gesundheitsfalle verbirgt sich am Arbeitsplatz und im Berufsalltag. Wie sich Arbeitnehmer effektiv schützen können, lesen Sie in unserem Blogbeitrag.

Gesunder Arbeitsplatz

Das wissenschaftliche Institut der gesetzlichen Krankenkasse AOK berechnete, dass ein Arbeitnehmer in seinem Arbeitsleben durchschnittlich 80.000 Stunden am Arbeitsplatz vor dem Bildschirm sitzt und nur noch jeder zehnte Arbeitnehmer seinen Körper im Beruf belastet. Das bekommt dem Menschen nicht. Bleibt die durchaus berechtigte Frage: was tun?

Gesundheitsorganisationen empfehlen mindestens 150 Minuten Bewegung in der Woche. Fährt man mit dem Fahrrad oder geht zu Fuß, erreicht man diese Empfehlung gegebenenfalls schon. Ergänzend sei gesagt, dass es sich bei der Bewegung nicht zwangsläufig um Sport handeln muss, sondern jede Art von körperlicher Bewegung zählt. Wer zudem eine Haltestelle früher die S-Bahn verlässt, verschafft sich Bewegung und einen gesünderen Arbeitsplatz.

Gesunder Arbeitsplatz – ist hierfür lediglich der Arbeitnehmer verantwortlich?

Für viele Arbeitnehmer ist es Privatvergnügen sich um die eigene Leistungsfähigkeit, die Gesundheit und die persönliche Fitness zu kümmern. Allerdings sind heute bereits Gesundheitsprogramme fest in die jeweiligen Unternehmenskulturen verankert, denn immer mehr Arbeitnehmer leiden unter berufsbedingten Rückenschmerzen und Co. Überdies ist der häufigste Grund für Fehlzeiten das Kreuz mit dem Kreuz. Gleichzeitig nimmt die Ernährung eine zentrale Rolle beim Thema Gesundheit ein. Um den Körper mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen, fehlt am Arbeitsplatz oftmals die Zeit, von entspanntem Essen ganz zu schweigen. Über das Leistungstief können, zumindest kurzzeitig, Muntermacher wie Kaffee, Kekse, Schokolade, Energydrinks, Kuchen oder Snacks hinweghelfen. Nachhaltig und gesund sind diese Schnellversorger nicht und den Arbeitsplatz machen diese auch nicht gesünder.

Niemals ohne Frühstück in den Tag starten

Gesunder Arbeitsplatz

Viele Arbeitnehmer frühstücken nicht, bevor sie zur Arbeit aufbrechen. Kein größeres Problem, wird dieses direkt am Arbeitsplatz nachgeholt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sieht hierfür ein nährstoffreiches Frühstück aus fettarmen Milchprodukten und Vollkorn- oder Getreidehaltigen Lebensmitteln als sinnvoll an. Diese Kombination versorgt den Körper mit der dringend benötigten Energie für den Arbeitsalltag. Auch Obst und Gemüse sowie Wasser, Tee oder Kaffee ohne Milch und Zucker. Die Mittagspause lässt leider oftmals nur Zeit für eine ausgiebige, oft schnelle Mahlzeit. Allerdings sollte man sich vor der Mittagspause und nach der Mittagspause kleinere Snacks gönnen, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Dies wirkt sich positiv auf das Leistungsvermögen aus. Auf Kuchen, Kekse und Schokoriegel sollte dabei möglichst ganz verzichtet werden. Als Alternative dienen Obst oder fettarme Milchspeisen mit Getreideflocken. Das Sättigungsgefühl hält länger an und die Konzentration flaut nicht so rasch wieder ab.

Die Mittagspause

In der Mittagspause suchen viele Arbeitnehmer die Kantine, ein Restaurant, den Bäcker oder einen Imbiss auf. Grundsätzlich sollte auch hier bevorzugt gesunde Nahrung auf dem Teller landen, was sich allerdings als schwierig erweisen dürfte. Die Hauptmahlzeit kann auch, einmal die Woche, durch eine große Portion Salat ersetzt werden. Hier sollte allerdings darauf geachtet werden, dass das Dressing aus Essig und Öl und nicht aus Fertigdressing oder Sahne oder Joghurt besteht. Pommes Frites oder Kroketten sollten durch Reis, Nudeln oder Kartoffeln ersetzt werden, wenn möglich aus Vollkorn hergestellt.  Zu fettige Mahlzeiten senken die Leistungsfähigkeit.

Sollten Sie den ganzen Tag vor dem Computer sitzen, ist es zudem wichtig, genügend Vitamin A zu sich zu nehmen. Vitamin A ist für die Sehkraft verantwortlich und ist unter anderem in Karotten, Fenchel, Grünkohl, Eigelb und Fischölen enthalten. Raucher und Passivraucher haben einen besonders hohen Anspruch an einen gesunden Arbeitsplatz, da sie einen erhöhten Vitamin A und E Bedarf aufweisen. Außerdem kann dieser durch hochwertige Speiseöle wie Weizenkeim- und Sonnenblumenöl gedeckt werden.  In stressigen Situationen wird die Ausschüttung von Serotonin gebremst. Dieses wird auch auch als Wohlfühlhormon bezeichnet. Mit einer trytophanreichen Ernährung können Sie entgegenwirken und Ihren Arbeitsplatz ein bisschen gesünder machen. Der Protein-Baustein Trytophan ist unter anderem in Avocados, Bananen, Cashewkernen und Ananas enthalten. All diese Nahrungsmittel eignen sich hervorragend als gesunder Snack im Arbeitsalltag.

Kaffee – die Alltagsdroge

Gesunder Arbeitsplatz

Die Deutschen trinken durchschnittlich 148 Liter Kaffee pro Jahr. Das macht knapp einen halben Liter pro Tag. Eine einzige Tasse enthält bis zu 120 Milligramm Koffein. Bereits nach 20 – 30 Minuten entfaltet das Koffein seine Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Diese Wirkung kann bis zu 6 Stunden anhalten. Koffein kann die psychomotorische Leistungsfähigkeit steigern, daher gehört ein Kaffeevollautomat auch fast überall zum Standard Büroinventar. Beachten Sie dabei allerdings unbedingt, dass Kaffee abhängig machen kann und somit Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen auftreten können. Ein gesunder Arbeitsplatz gestaltet sich ganz besonders schwierig, wenn Sie sich häufiger auf einer (längeren) Geschäftsreise befinden.  Hier einige Tipps für Geschäftsreisende:

  • Für den kleinen Hunger: Trockenfrüchte, Nüsse oder Müsliriegel
  • Mehrere kleine Mahlzeiten, sonst kommt der Heißhunger
  • Wenn Sie um Fast Food nicht herum kommen, sollten Sie bevorzugt ein Brötchen, Sushi oder Döner konsumieren und die Finger von Currywurst, Pizza und Burgern lassen
  • An Flughäfen und Bahnhöfen werden neuerdings Obstsalate und Fruchtsäfte angeboten. Hier können Sie beherzt zulangen
  • Vollkornbrot, Trauben, Karotten, Kohlrabi und Äpfel lassen sich prima transportieren
Gesunder Arbeitsplatz – Bewegung im Büroalltag

Der moderne Büromensch sitzt. Auf dem Weg zur Arbeit, im Büro am Schreibtisch und auf dem Weg nach Hause. Dieses Verhalten bringt jede Menge kleinerer und größerer Problemchen mit sich. Hier einige gesunde Tipps:

  • Laufen Sie in der Mittagspause spazieren. 15 – 20 Minuten sind bereits förderlich für die Gesundheit
  • Steigen Sie eine Haltestelle vor dem eigentlichen Ziel aus und laufen den Rest zu Fuß. Sollten Sie nicht mit den Öffis fahren, parken Sie etwas weiter weg und laufen. Noch besser, nehmen Sie den Drahtesel, der freut sich
  • Telefonate und E-Mails sind bequem, ein kurzer Spaziergang in eine andere Abteilung sorgt für Schwung.

Gesunder Arbeitsplatz

Die Mittagspause sollte unbedingt eingehalten werden und noch viel wichtiger ist, dass diese nicht am Schreibtisch stattfinden. Zum Schluss haben wir noch ein paar Rückenübungen für den gesunden Arbeitsplatz für euch aufgestöbert.

Belastung der Bildschirmarbeit – Tipps für einen gesünderen Arbeitsplatz

Dauersitzen und Bewegungsmangel belasten nicht nur den Rücken, sondern den kompletten Bewegungsapparat und fördert dabei die Unbeweglichkeit. Menschen, die viel am Computer arbeiten, sollten daher unbedingt auf genügen Bewegung, dynamisches Sitzen und Pausen achten. Der Bildschirmarbeitsplatz sollte optimal auf seinen Nutzer eingerichtet sein, da sonst Verspannungen und Verschleißschäden erfolgen können. Des Weiteren führen Haltungsschäden zu Seh- und Durchblutungsstörungen, Kopfschmerzen und psychischen Belastungen. NEW SEARCH Personal- und Managementberatung hat für Sie eine Checkliste für einen gesunden Bildschirmarbeitsplatz zusammengestellt:

Checkliste: Bildschirm

  • Abstand der Augen zum Bildschirm beträgt zwischen 50 und 80 cm
  • Blend- und Reflexfreiheit
  • Strahlungsarmut
  • Flimmerfreier Monitor
  • Angenehme Kontrasteinstellung
  • GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit
  • Bildschirmgröße ist mindestens 15 Zoll (38 cm Bildschirmdiagonale)
  • Bildschirm kann bewegt werden (Drehen und Neigen)

Checkliste: Arbeitsumgebung

  • Lärmschutz
  • Ausreichende Beleuchtung (Fenster, Lampen)
  • Klimatische Bedingungen (Belüftung, Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Schadstoffe in der Luft)

Checkliste: Bürostuhl

  • Verstellbare Sitzflächenneigung
  • Atmungsaktive Polsterung
  • Höhen- und Tiefenverstellbarkeit
  • Fünf Rollen (Kippsicherheit)
  • Prüfsiegel (z. B. TÜV)

Checkliste: Maus und Tastatur

  • Weicher Anschlag
  • Ergonomisch geformt
  • GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit

Checkliste: Schreibtisch

  • Stabil
  • Höhenverstellbar
  • Ausreichend große Arbeitsfläche (sowohl in der Breite wie auch in der Tiefe)
  • Ergänzender Steharbeitsplatz mit Stehhilfen

Bilder: Pixabay.com