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Interim Manager

Interim Manager

Interim Manager – Führen auf Zeit

Interim Manager sind Manager auf Zeit, daher wird gelegentlich auch die Abkürzung MAZ, Management-auf-Zeit, benutzt. Was Sie über Interim Management und Manager im Allgemeinen wissen sollten, erfahren Sie hier.

Begriffserklärung

Interim Management stammt aus dem latinischen Sprachgebrauch ad interim, was so viel wie einstweilen oder unterdessen bedeutet und somit eine zeitlich begrenzte Art der Führung beschreibt.

Die Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e. V. (DDIM) verlangt feste Regeln für den Begriffsgebrauch. Laut DDIM gelten Interim Manager nur dann als solche, wenn diese zuvor auf der ersten oder zweiten Führungsebene tätig waren. Ist dem nicht so, darf der Titel nicht geführt werden. Geschützt ist der Begriff jedoch nicht. Es kann sich also jeder, der seine Führungsqualitäten zeitlich begrenzt für ein Projekt in einem Unternehmen zur Verfügung stellt, Interim Manager nennen.

Aufgabengebiete

Interim Manager werden oftmals mit Unternehmensberatern vergleichen. Der Unterschied liegt allerdings bereits darin, dass Unternehmensberater dem Unternehmen beratend zur Seite stehen und erst bei der Problemlösung direkt mit anpacken. Beide befinden sich für die Dauer der Problemlösung in der Position.

Mögliche Aufgabengebiete könnten die Optimierung von Produktionsabläufen oder eine Neuaufstellung des Personalwesens sein, aber auch nach einer Unternehmensübernahme bietet sich eine Zusammenarbeit mit Unternehmensberatern oder Interim Managern an.

Das Interimmanagement agiert oftmals rasch. Der Einsatzzeitraum liegt zwischen wenigen Tagen und einigen Jahren. Nicht selten müssen sie sich um wenig beliebte Aufgaben kümmern, wie beispielsweise eine Umstrukturierung oder gar eine Schließung des Unternehmens.

Personaler greifen bei personellen Engpässen (Mutterschutz oder Sabbatical, etc.) gerne auf Interim Manager zurück. Aufgrund des Fachkräftemangels wird ebenfalls gerne auf sie zurückgegriffen. In diesem speziellen Fall richtet sich die Einsatzdauer danach, wie viel Zeit benötigt wird um die offene Position mit einem geeigneten Kandidaten zu besetzen.

Anforderungen

Erfahrung ist bei dieser Position eine Schlüsselqualifikation. Daher verwundert es nicht, dass Interim Manager nicht selten zwischen 45 und 60 Jahren alt sind. Dennoch, die Position befindet sich im Wandel. Heutzutage befinden sind vermehrt Frauen sowie Nachwuchskräfte ab Mitte dreißig in dieser Position tätig.  Die Arbeit selbst gestaltet sich sehr abwechslungsreich.

Voraussetzungen
  • Rasche Auffassungsgabe
  • Geistige Flexibilität
  • Körperlich fit
  • Gutes Finanzmanagement
  • Keine festen Arbeitszeiten von 8-17 Uhr
  • Überstunden und Reisebereitschaft
  • Großes und vor allem gut gepflegtes Netzwerk
  • Souveränität und Überzeugungskraft
  • Starkes Eigenmarketing
  • 5-6 Jahre Managementerfahrung
  • Starke soziale Kompetenzen
  • Hohes Verantwortungsbewusstsein
  • Starke kommunikative Fähigkeiten

Ein klassischer Karrierepfad kann bei dieser Position nicht beschritten werden. Dafür sind die Tagessätze ziemlich üppig. In der Regel gilt knapp ein Prozent des Jahresgehaltes, das in genau dieser Position gezahlt würde. Selbstverständlich ist dies abhängig von der Branche und dem Einsatzort selbst sowie der Qualifikation des Managers.

Einsatzort

Interim Manager werden in Deutschland zu meist in größeren mittelständischen und industriellen Unternehmen eingesetzt.

Abschließend haben wir noch einmal die Vor- und Nachteile des Einsatzes eines Interim Managers aufgeführt.

Vorteile Nachteile
Flexibilität
(Sehr rasche Handlungsmöglichkeiten)
Strukturen
(Alte Fehler können wieder begangen werden)
Kompetenz
(Profit durch langjähriges Fachwissens)
Zeitrahmen
(Steigende Ausgaben durch neu auftretende Probleme)
Kostensicherheit
(Fest kalkulierbare Kosten)
Auffassungsgabe
(Einarbeitungsphase länger als bei internen Mitarbeitern)
Objektivität
(Externer Blick, keine Konkurrenz für interne Führungskräfte)
Finanzen
(Investitionskonzepte treffen nicht immer auf offene Ohren)
Akzeptanz
(Fach- und Führungskräfte akzeptieren den Interim Manager nur schwer oder gar nicht)

Ob sich er Einsatz eines solchen lohnt lässt sich pauschal jedoch nicht sagen.

Bild: Pixabay.de 

Sabbatical

Sabbatical

Sabbatical – Auszeit vom Job

Immer mehr Deutsche wünschen sich eine Auszeit von ihrem Berufsalltag, ein sogenanntes Sabbatical. Besonders jüngere Arbeitnehmer fühlen sich von diesem Arbeitszeitmodell angezogen. Eine Studie untersuchte welche  Mitarbeiter sich dafür besonders interessieren, welche Motive eine Rolle spielen und wie Arbeitgeber darauf reagieren.

Einfach mal raus aus dem Job, das wünschen sich in Deutschland viele Arbeitnehmer. Mittlerweile reagieren die Unternehmen auf diesen Wunsch. So waren beispielsweise Sabbaticals vor einigen Jahren noch auf einige wenige Unternehmen beschränkt, reagieren nun immer mehr Firmen auf die temporäre Auszeit ihrer Angestellten.

Sabbatical – die temporäre Auszeit

Der Begriff Sabbatical stammt aus den USA und bezeichnet das biblische Sabbatjahr und wurde von zahlreichen US-Professoren für Forschungssemster oder Feriensemester geprägt. Im weiteren Sinne beschreibt es ein gap year, also einen spezifischen Zeitraum der Teilzeitarbeit oder Ausgleich.

Bereits 17,2 Prozent der Unternehmen unterstützen ihre Arbeitnehmer finanziell mit ihrem Sabbatical, so das berufliche Netzwerk Xing. 2016 befragt das Netzwerk dazu 1493 deutsche Arbeitnehmer. Laut Xing-Studie hat bereits jeder Zehnte Arbeitnehmer (10,1 Prozent) eine längere berufliche Auszeit genommen. Weitere 21 Prozent wären einem Sabbatical gegenüber nicht abgeneigt. Der Wunsch nach dieser temporären Auszeit hängt primär vom Alter der Befragten ab, aber auch die familiäre Situation und das Gehalt spielen eine entscheidende Rolle. Ab einem Bruttoeinkommen von 5000€ haben bereits 14,4 Prozent eine Auszeit vom Job genommen.

Motive

Für 56,1 Prozent der Befragten lag die geistige und körperliche Erholung auf dem ersten Platz. 42 Prozent gaben an die Auszeit für eine längere Fernreise nutzen zu wollen. 27,1 Prozent nutzen die berufliche Auszeit zur Weiterbildung. Wobei sich hierfür meist Frauen entschieden haben. 12,1 Prozent der Befragten gaben an, sich während der Auszeit um pflegebedürftige Angehörige zu kümmern. Allerdings hält jeder zweite sein Anliegen zurück, denn 17,2 Prozent der Unternehmen schlagen diese Art von Auszeiten grundsätzlich aus. Ein Fünftel der Befragten konnten die Auszeit nur mit Einschränkungen und stark befristeter Dauer durchsetzen.

Bild: Pixabay

 

Frohe Weihnachten 2016

Frohe Weihnachten

Frohe Weihnachten

Das NEW SEARCH Team wünscht allen Lesern ein fröhliches Weihnachtsfest und verabschiedet Sie für dieses Jahr mit diesem letzten Blogpost. 

Weihnachten. Das Jahr ging wieder einmal schneller vorüber, als wir anfangs gedacht haben. Weihnachten steht vor der Türe und der kürzeste Tag des Jahres ist bereits vorüber. Wir schalten daher alle einen Gang runter, lassen Revue passieren was 2016 passierte und schauen gespannt auf das kommende Jahr.

Was 2016 passierte

Es gab in den letzten Monaten viele Highlights, doch unser Firmenjubiläum im Sommer war wohl das spannendste. Zudem wurden 14 Artikel in diesem Blog veröffentlicht, was zu 8.939 Sessions führte. 2018 mal getweetet , 223 Beitrage über Google+ geteilt was zu sagenhaften 58.052 Seitenaufrufen führte. Des weiteren wurden 115 Artikel über Facebook bereitgestellt und  20.999 Personen erreicht. Last but not least, haben wir unsere Imagebroschüre erweitert.
Darüber Hinaus freut sich unser Team über zwei Neuzugänge, nämlich Frau Maria-Theresia Fried die uns im Projektmanagement unterstützt und Herrn Daniel Zutavern der uns als Projektassistent zur Seite steht.

Neues Jahr, neue Geschichten

Auch im kommenden Jahr werden wir Sie wieder regelmäßig mit Themen rund um HR und Bewerbermanagement sowie passenden Fachbeiträgen überraschen.

Ab 2018 freuen wir uns zudem zusätzlich über  Gastbeiträge aus der HR-Branche. Wenn auch Sie einen Gastbeitrag schreiben wollen freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme per E-Mail an: marketing@newsearch.de

Wir wünschen Ihnen und Ihren Angehörigen frohe Weihnachten und ein glückliches, erfolgreiches neues Jahr 2017.

Bild: Pixabay.de

Trump-Triumpf (k)eine fundamentale Wende

Trump-Triumpf – (k)eine fundamentale Wende?

Trump – eine Bremse für den Innovationsstandort USA?

In Europa hat der Wahlsieg der US-Präsidentschaftswahl des Republikaners Donald J. Trump zumeist Bestürzung ausgelöst. Wie sich der Trump-Triumpf auf die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und den USA entwickeln wird bleibt weiterhin eine spannende Frage. Wir haben in unserem Blog die wichtigsten Fakten zusammengestellt.

Muss Europa mehr Verantwortung übernehmen?

Ursula von der Leyen (Verteidigungsministerin) sprach bereits am Mittwoch in der ARD von einem „schweren Schock“ und der stellvertretende SPD-Parteichef Ralf Stegner teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass man sich nun auf einen „politischen Kälteschock“ einstellen müsse. Wohingegen der Parteichef der Linken, Bernhard Riexinger, auf eine „abschreckende Wirkung“ im Hinblick zur kommenden Bundestagswahl hofft, so zumindest seine Äußerung im bayrischen Rundfunk.

Manfred Weber, CSU-Politiker und Fraktionschef der Konservativen im Europäischen Parlament, ermahnt Europa zur vermehrten Verantwortung. Laut Jean-Marc Ayrault, Frankreichs Außenminister, werde Frankreich auch weiterhin mit den USA zusammenarbeiten. Die NATO gerät mit dem Wahlsieg des Republikaners stärker in den Fokus, denn Laut von der Leyen wird Donald J. Trump auch in diesem Fall nach dem Beitrag der Europäer fragen.

DZ Bank zufolge sollte der Wahlsieg von Donald J. Trump keinen grundsätzlichen Richtungswechsel an den Märkten auslösen. Sein Wahlprogramm wird nur sehr unwahrscheinlich zu seinem Regierungsprogramm werden können, denn dazwischen liegt die parlamentarische Kontrolle.

Es wird ungemütlich im Silicon Valley

Unter dem neuen US-Präsidenten könnte es im Silicon Valley ungemütlich werden und das nicht nur für europäische Arbeitnehmer. Wer ausländische Fachkräfte beschäftigen möchte muss schon heute mit strengen Auflagen rechnen. Unter Donald J. Trump könnten sich diese weiter verschärfen.

Jeder zweite Arbeitnehmer im Silicon Valley stammt nicht aus den USA. Die Beschäftigten sind meist zwischen 25 und 44 Jahre alt und treiben die Innovationen, welche auf gute Fachkräfte angewiesen sind, voran. Da diese Impulse besonders wichtig für das Land sind wurde im August 2016 ein Gesetz der US-Regierung erlassen.  Dieses Gesetz, die sogenannte International Enterpreneur Rule,  vereinfacht es ausländischen Gründern in den USA ein Unternehmen zu gründen. Sollte der neue Präsident die Einwanderungsquote auf 15 Prozent heruntersetzen wird es für Gründer schwieriger. Im Klartext, ausländische Fachkräfte anzuwerben wird somit weiter erschwert. Konzerne wie Google, Intel, Adobe und Apple streiten sich bereits heute um die besten Entwickler, Programmierer und Fachkräfte und haben daher einen Nicht-Abwerbungs-Deal geschlossen.
Darüber hinaus drohte Trump damit einige Teile des Internets zu schließen um der Terrormiliz ISIS nicht weiter in die Hände zu spielen, wie bleibt unklar. Betroffen sein könnte bei einer solchen Aktion das soziale Netzwerk Facebook.

Exportgefahren

Diese Abwehrhaltung weist Trump eindeutig als Gegner der Netzneutralität aus. Ansteigende Zölle könnten sich als Bumerang für Startups herausstellen. Ein reales Risiko für globale Unternehmen, da durch den Anstieg der Zölle auf ausländische Produkte auch amerikanische Produkte teurer werden dürften. Hardwarehersteller wie Apple und Cisco könnten mit einem Anstieg der Zölle empfindlich getroffen werden.

Startups die ihre Ideen noch nicht etablieren konnten, könnten durch diese Faktoren nicht nur verlangsamt agieren sondern ganz zum stilstand gewunden werden. Sollte Donald J. Trump sein Wahlprogramm zu seinem Regierungsprogramm machen, wäre dies die Bremse für den Innovationsstandort USA.

Digitalisierung der Arbeit

Digitalisierung der Arbeit

Digitalisierung der Arbeit: Diese drei Trends kommen auf uns zu

Momentan verändert sich die Arbeitswelt rasant – so rasant wie nie zuvor. Treiber dieser Veränderung, und das durch alle Branchen hinweg, ist die Digitalisierung der Arbeit. Wir haben die ganz großen Trends für Sie zusammengefasst.

Der Neue Kollege

In der Industrie sollen bis zum Jahre 2025 bis zu 490.000 Arbeitsplätze rationalisiert werden. Die Weggefallenen Stellen sollen durch Roboter ersetzt werden, so zumindest das Ergebnis einer Erhebung des Institutes für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB). Solche Zahlen klingen zunächst beängstigend können aber wiederum erklärt werden. Bei den Wegfallenden Arbeitsplätzen handelt es sich primär um Routinetätigkeiten, die an die neuen Kollegen, die Roboter, ausgelagert werden. Die Wissensarbeit wird somit fast ausschließlich von dem Menschen ausgeführt. Fach- und Führungskräfte sowie Akademiker werden, auch bei zunehmender Digitalisierung, weiterhin gebraucht. Das Arbeitsangebot für diese Berufsgruppe wird weiterhin steigen. Eine essentielle Voraussetzung für dieses neue Arbeitsangebot ist die Bereitschaft für lebenslanges Lernen (LLL). Bedingt durch die Digitalisierung der Arbeit werden sich Arbeitsabläufe beschleunigen und Systeme permanent verändern. Um die Aufgaben auf gleichem Niveau erfüllen zu können, ist lebenslanges Lernen unabdingbar.

Veränderungen im Recruiting

Auf dem aufsteigenden Ast befindet sich der Trend des People Analytics (computergestützte Analyse personenbezogener Daten) mit dem Potential den Recrutitierungsprozess nachhaltig zu vereinfachen. Die Daten können entweder aus dem Datenpool oder aus frei zugänglichen, online Datenbanken generiert werden.

Big Data Analysen

Die Digitalisierung der Arbeit hat mit Big Data ihren momentanen Höhepunkt erreicht. Die sogenannten smarten Programme können aus dem gesamten Datenvolumen die gewünschten Daten herausfiltern. So lassen sich zukünftig unter anderem Personalbindungsalgorithem einsetzten die voraussagen können ob eine Fach- oder Führungskraft in absehbarer Zukunft aus dem Unternehmen ausscheiden wird. Das System analysiert dazu die Häufigkeit vorangegangener Jobwechsel, gleicht diese mit der aktuellen Firmenzugehörigkeit ab und vergleicht dieses Ergebnis mit ähnlichen Profilen aus dem Internet. Heraus kommt eine Wahrscheinlichkeitsrechnung in Form einer Prognose. Schritte zur Mitarbeiterbindung können so frühzeitig eingeleitet werden. High Potentials können so nach und nach zu Führungskräften ausgebildet werden. Gerne unterstützen wir Sie bei der Führungskräfteentwicklung.

Bilder: Pixabay

Teamb

Das Team durch Konkurrenzdenken fördern

Durch Konkurrenzdenken das Team fördern – Olympia Spezial

Was zeichnet ein überragendes Team aus? Einzelne Spitzensportler im Mannschaftssport machen es immer wieder vor. Das jüngste Beispiel ist Christiano Ronaldo während der EM 2016: Ein überragender Einzelspieler sorgt für den Erfolg eines ganzen Teams. 

Olympischer Teamgeist liegt im Trend

„Alle für einen – Einer für Alle“. Dieser Leitgedanke der olympischen Spiele lässt sich auf Unternehmen transferieren. Die einzelnen Mitarbeiter nach ihren persönlichen Stärken einzusetzen lohnt sich daher sehr. Citius, altitus, fortius: Schneller, höher, stärker, so lautet das legendäre Olympia-Motto auf Deutsch. Wer daher in seinem Beruf durchstarten möchte, sollte sich die Spitzensportler der Olympiade genauer ansehen und diese drei Grundlegenden Fragen klären:

  1. Wie gehen Spitzensportler mit Rückschlägen um?
  2. Was zeichnet erfolgreiche Spitzensportler aus?
  3. Welche Motivation treibt sie immer wieder aufs Neue zu Höchstleistungen an?

Ziele definieren

Egal ob Einzelkämpfer oder Mannschaftssportler, alle haben das gleiche Ziel vor Augen: Einmal im Leben ganz oben stehen. Auf dieses Ziel wird beharrlich und effizient hingearbeitet. Die daraus entwickelte Erfolgsstrategie wird optimal auf den einzelnen Sportler zugeschnitten. Besonders wichtig ist dabei die mentale Einstellung, denn die harmonische Verbindung zwischen Geist und Körper spielt eine entscheidende Rolle auf dem Weg zum Erfolg.
Führungskräfte können aus dem daraus entstehenden Wettbewerbsgedanken ein gesundes Konkurrenzverhalten innerhalb des Teams positiv steuern. Angespornt durch den Wettbewerbsgedanken steigern sich Olympiasportler zu Höchstleistungen. Studien belegen, dass Mitarbeiter die in einem Team arbeiten, effizienter und insgesamt kreativer und leistungsstärker vorgehen.

Teamgeist durch Konkurrenzdenken

Haben Sie schon einmal versucht den Leiter der Buchhaltung und den Marketing Leiter für ein Brainstorming zusammenzubringen? Unterschiedliche Mitarbeiter aus unterschiedlichen Abteilungen besitzen unterschiedliche Kompetenzen. Die daraus resultierenden Ergebnisse können ganz neue Lösungsansätze aufzeigen.

Bild: Pixabay

New Work

New Work – der Arbeitsplatz der Zukunft

Faktum ist, die Digitalisierung schafft neue Arbeitsplätze (New Work). Von diesen neuen Arbeitsplätzen profitieren beide, sowohl die Mitarbeiter und die Unternehmen, denn wer seinen Job liebt arbeitet motivierter und ist kreativer. So zumindest die Theorie.

Evolution im Büro

Für einen Großteil der Tätigkeiten ist die körperliche Anwesenheit in einem Büro nicht mehr zwingend notwendig. Dank der Digitalisierung, ist es dem Arbeitnehmer möglich, Daten zu jeder Tages- und Nachtzeit zu versenden, oder zu bearbeiten. Darüber hinaus sorgen diverse Chats, Videokonferenzen oder Telefonate für eine reibungslose Kommunikation.Diese Bürorevolution zeigt die Unabhängigkeit der Büroarbeit. Durch die neuen technischen Möglichkeiten, ist physische Anwesenheit nicht länger notwendig. Zudem ist bewiesen, dass neue Orte die Kreativität fördern und inspirierend wirken. Das Vertrauen des Arbeitgebers ist für eine Evolution im Büro selbstverständlich die Grundvoraussetzung.

Unternehmen müssen attraktiver werden

Bedingt durch den demographischen Wandel, findet ein grundlegendes Umdenken in den Unternehmen statt. Bereits heute scheiden mehr Arbeitnehmer aus dem Arbeitsverhältnis aus, als neue hinzukommen. Diese Entwicklung ist durch den demographischen Wandel bedingt. Für Unternehmen stellt dieser Wandel eine große Veränderung dar, denn nun gilt es, für Bewerber attraktiv zu sein. Wer von den Bewerbern nicht als attraktives Unternehmen wahrgenommen wird, wird automatisch zu den Verlierern des demographischen Wandels zählen. Wohingegen sich die Unternehmer, noch vor kurzer Zeit,  die Besten Bewerber auswählen konnten, können sich heute und in Zukunft die Bewerber die Besten Arbeitgeber auswählen. Unternehmen müssen bemühen als Arbeitgeber attraktiver werden. Schlägt diese Attraktivität fehl, bzw. wird von den Bewerbern nicht als solche angesehen, können Unternehmen in der NEW WORK Philosophie langfristig nicht bestehen. Als attraktives Unternehmen versteht man Unternehmen die den Bedürfnissen der Belegschaft nachkommen und den Werten der Arbeitnehmer entsprechen.

New Work – das Ende strenger Hierarchien?

Wussten Sie, dass die strenge hierarchische Struktur, wie wir sie noch heute in vielen Unternehmen vorfinden, bereits in der Militärgeschichte zu finden war? Nach den Maßstäben der modernen maschinellen Massenfertigung, wurden als erste Gegenstände wie Handfeuerwaffen hergestellt. Darüber hinaus waren die Ersten modernen Arbeiter Soldaten aus dem Militär. Nachdem sich diese Methoden als praktikabel erwiesen sowie erprobt waren, übernahm Henry Ford diese und die Fließbandproduktion entstand.  Die dabei angewandte Unternehmenskommunikation war die der Soldaten, wobei typischerweise Befehle von oben nach unten gegebenen wurden. Dieses Muster findet man noch heute in zahlreichen Unternehmen. Allerdings bricht dieses nun allmählich auf.

Bild: Pexel

Brexit

Nach Brexit Grexit?

Das Brexit-Ergebnis und die Auswirkungen für Manager

Nach Brexit-Entscheidung: Bye-Bye Großbritannien. Nach 43 Jahren verabschieden sich die Briten aus der Europäischen Union und Premierminister David Cameron kündigt seinen Rücktritt an. Eine schwere innenpolitische Krise droht den Briten. Und was droht den Managern?

Es ist ein historischer Tag und die Ereignisse überschlagen sich: Großbritannien verlässt die EU und Großbritanniens Premierminister David Cameron kündigte seinen Rücktritt an. Sein Nachfolger soll bis zum Oktober, dem nächsten Parteitag der Tories, feststehen.

Finanzmärkten droht dank Brexit Black Friday – Pfund in freiem Fall

Insgesamt 52 Prozent haben sich für den Brexit entschieden. Großbritannien, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Union, wird gehen. Niemals zuvor hat ein wichtiges EU-Mitglied die EU verlassen. Welche Ausmaße der Ausstieg mit sich bringt, wird wohl erst in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten zu erkennen sein. Dennoch, das Ausmaß des Brexit lässt sich bereits an den Finanzmärkten erkennen: Das Pfund befindet sich im freien Fall. Im Verlauf der Nacht hat es seinen tiefsten Stand seit 1985 erreicht. Bereits in den zuvor liegenden Monaten wurde Großbritanniens Wirtschaft stark geschwächt.
Vince Cable, ehemaliger Wirtschaftsminister: „Dies ist ein Blutbad – nicht nur an den Finanzmärkten. Die Entscheidung wird auch in der Realwirtschaft schwerwiegende Folge haben.“

Spaltung Großbritanniens?

Abwendbar wird der Zerfall des Vereinigten Königreiches wohl nicht mehr sein. Schottlands Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon kündigte bereits an, sie sehen die Zukunft Schottlands weiterhin in der Europäischen Union.
Erste Stimmen für eine Vereinigung von Nordirland mit der Republik Irland werden bereits laut. Nordirland möchte ebenfalls gerne in der EU bleiben. Die Nation Großbritanniens ist tief gespalten. Immerhin wollten 48 Prozent keinen Austritt aus der EU. Politiker kritisieren britische Wähler wegen ihrer Kurzsichtigkeit und Unverantwortlichkeit.

Standard and Poor’s hatten bereits vor dem Brexit gedroht, Großbritannien das AAA-Rating zu entziehen. Das wird ein Problem, denn das Land ist von ausländischen Investoren abhängig. Der Brexit könnte somit zum Versiegen der benötigten Kapitalflüsse führen.

Don’t panic – Brexit als Chance für Europa

Bleibt die Frage nach der Richtigkeit. Fast alle Politiker und Wissenschaftler haben versucht den Briten vorzuschreiben, wie sie abzustimmen haben. Demokratie bedeutet, dass das Volk sich dennoch anders entscheiden kann. Der Brexit hat nur wenige negative Folgen. Sonderrechte genoss Großbritannien schon immer innerhalb der EU. Dazu gehört auch die Beibehaltung der eigenen Währung. Hätte Großbritannien den Euro eingeführt, wäre eine Abspaltung nur schwer durchsetzbar gewesen und hätte drastischere Auswirkungen auf Europa gehabt.

Der Handel zwischen Europa und Großbritannien wird sich kaum ändern, wenn intelligente Freihandelsabkommen gewählt werden. Britische Exporte werden künftig günstiger werden, Importe teurer und Zinsen werden sich erhöhen. Gravierend wird der erneute Versuch Schottlands sein, seine Unabhängigkeit von Großbritannien zu erreichen. Beim letzten Referendum wurde zu Gunsten für Großbritannien entschieden, da David Cameron den Schotten klar machte, dass eine Abspaltung zu Großbritannien einen Ausstieg aus der Europäischen Union bedeuten würde. Das Argument wird nun wie ein Bumerang zurückkommen und dabei auch gleich Nordirland treffen. Brüssel drohte Athen bereits in der Vergangenheit mit dem Grexit. Das bedeutet, trotz Europa bekommen wir immer mehr landesspezifische Probleme.

  • Deutschland und die Flüchtlinge
  • Frankreich und die Arbeitsmarktreform
  • Österreich und die FPÖ
  • Griechenland und der Grexit

Die Liste lässt sich auf 27 Länder ausweiten. Die Zauberwörter der Stunde lauten Konvergenz und Integration. Um Europa zu verstehen, muss man zunächst lernen, dass Europa nicht dauerhaft Integration und Konvergenz bedeutet. Divergenz als Chance ist die neue, bessere Devise.

Fazit: Wir sollten uns überlegen was Europa eigentlich bedeutet.

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Was Unternehmen von Fußball lernen können

Als Unternehmer vom Fußball lernen

Die Kunst zu führen: Manager lernen vom Fußball

Auf den ersten Blick ist Fußball ein Spiel. Ein Spiel, das Millionen bewegt. Kenner und Fans wissen es schon lange: Fußball ist weitaus mehr als 22 Spieler die einem Ball hinterherlaufen. Auch Unternehmen können von Fußballern lernen.

Ressource Mensch – nicht nur im Fußball

Bei jedem Unternehmen sind die Menschen die wichtigste Ressource. Beim Fußball sind die Feldspieler für den Erfolg verantwortlich. Bei Unternehmen sind es die Mitarbeiter, die wichtige Aufgaben erfüllen und Ziele der Unternehmensleitung umsetzen. „Grau ist alle Theorie – entscheidend ist auf’m Platz“ das sagte schon Alfred (Adi) Preißler (deutscher Fußballspieler und Bundesliga-Trainer).

Stärken optimal einbringen

Jede Position bringt spezielle Anforderungen mit sich, ob auf dem Fußballplatz oder im Büro. Ein überragender Angriffsspieler wird kläglich scheitern, setzt man ihn als Torwart ein. Unternehmen sollten die Tätigkeitsfelder ihrer Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen prüfen, um sicherzustellen, dass diese den größtmöglichen Nutzen bringen und ihr Potential vollstens ausschöpfen können. Dies bedeutet, dass der ein oder andere Mitarbeiter ein ganz neues Aufgabengebiet bekommen könnte. Beim Fußball greift ein Zahnrädchen in das andere. Jeder Spieler weiß, was der andere macht. Er kennst seine Aufgabe genaustens und kann zur Gesamtleistung des Teams beitragen. Um effizient arbeiten zu können, ist es daher unabdingbar, dass die einzelnen Mitarbeiter ihre Aufgaben und Zielvorgaben kennen und darüber hinaus wissen, wofür sie genau verantwortlich ist. Kurzum: jeder muss seinen Beitrag zum Gesamtergebnis kennen.

Teambuilding

Je besser ein Team oder eine Gruppe zusammenarbeitet, desto größer sind die Aussichten auf Erfolg. Diversity Management spielt hierbei eine zentrale Rolle, denn eine gute Mischung unterschiedlicher Typen macht das Team erfolgreich. Unterschiedliche Aufgaben benötigen unterschiedliche Typen und Fähigkeiten: Erfahrene, Junge, Analytiker, Macher, Kreative, Denker, Männer, Frauen etc. Ein Team ist ein komplexes Gebilde, dessen wesentlicher Faktor die Soft Skills der einzelnen Teammitglieder sind. Besonders für Unternehmen gilt daher, in Bewerbungsgesprächen nicht primär auf die Hard Skills der Bewerber zu schauen, sondern sich auch den Soft Skills anzunehmen. So steigen zum Beispiel im Fußball die Erfolgschancen mit einem eingespielten Team, Analog der Aussage von Sir Alfred Ernest Ramsey (englischer Fußballspieler und -trainer) „Never change a winning team.“ Das ist zwar nicht immer möglich und sicherlich auch nicht immer richtig, aber ein wenig Wahrheit ist dennoch dabei. Denn, gibt es innerhalb eines Teams oftmals einen Wechsel, müssen sich alle Teammitglieder neu anordnen und zusammenfinden. Eine erfolgreiche mittel- und langfristige Planung wird nicht mehr möglich, wenn es in der Führungsebene permanente Wechsel gibt. Um das spezifische Wissen in einem Unternehmen zu halten, sind personelle Kontinuität essentiell.

Schlüsselrolle Führungskraft

Vom Trainer hängt es ab, ob eine Fußballmannschaft ihr komplettes Potential ausschöpft. Er hat die Aufgabe, die Mannschaft auf das Spiel vorzubereiten, zu motivieren und deren Leistungen zu verbessern. Führungskräfte haben ähnliche Aufgaben, denn auch sie tragen die Verantwortung für die Leistungen ihres Teams. Üben Führungskräfte oder Trainer zu viel Druck aus, hemmt dies die Leistungsfähigkeit der einzelnen Teammitglieder. Vielmehr kommt es auf eine gute Beziehung zwischen Trainer/Spieler und Führungsposition/Mitarbeiter an. Nur wer Fehler machen darf, kann aus diesen lernen. Dürfen keine Fehler gemacht werden, trauen sich die einzelnen Teammitglieder automatisch weniger zu.

Bilder: Fotolia 

Am heutigen 10. Juni 2016 beginnt das nächste Fußball-Fest mit der Europameisterschaft. Das Eröffnungsspiel des Gastgeber-Landes Frankreich findet im Stade de France in St-Denis statt. Alle Termine, Ergebnisse, Gruppen und Kurzporträts der Austragungsorte zur EUEFA Euro 2016 in Frankreich finden Sie auf der Seite von TZ. Zusätzlich können Sie sich den Spielplan als PDF herunterladen.

AI arbeiten im Jahr 2050

AI so geht HR im Jahre 2050

Demografischer Wandel, Industrie 4.0, Fachkräftemangel, Flüchtlingskrise, Digitalisierung am Arbeitsplatz und AI. Bedeutende Themen, welche die Arbeitswelt in Zukunft stark beeinflussen werden oder doch nur Worthülsen? Zur Zeit die wohl spannendsten Themen jenseits aller Employer Branding und Personalmarketing Themen. 

Die HRler haben es schwer. Immer wieder werden sie in Diskussionen, wie sich die Arbeitswelt in Deutschland hinsichtlich Industrie 4.0, dem demographischen Wandel oder dem Fachkräftemangel verändern wird, verwickelt. Die Kernfrage bleibt dabei immer gleich: Erleben wir mittelfristig einen Fachkräftemangel? Der Trendforscher Jánszky hat sich mit seinem Zukunftsinstitut diesem Thema in zahlreichen Studien und Buchpublikationen angenommen.

Laut Jánszky hat die künstliche Intelligenz (AI, aus dem engl. Artificial Intelligence) mittlerweile an Geschwindigkeit und Dynamik zugelegt. Aus früheren Erfahrungen haben wir keine Vergleichswerte. Die künstliche Intelligenz wird, ohne Frage, die Menschheit in den folgenden Jahrzehnten stärker als jeder andere Trend verändern. Diese Auswirkungen sind bereits heute bedeutender als alle Finanz-, Flüchtlings-, oder Klimakrisen zusammen, so Jánzsky im Saatkorn Interview. Wieso das so ist wird an einem Beispiel klar. Technologische Entwicklungen vollziehen sich exponentiell, wobei die Kapazität, Geschwindigkeit und Effizienz stetig weiter steigt. Menschen hingegen prognostizieren innerhalb ihres Erfahrungshorizontes, gleichbleibend, linear. Der daraus entstehende Nachteil liegt auf der Hand, wir liegen stetig falsch. Das wirkt auf manche bedrohlich, unsicher, als risikoreich und auf andere als Chance zur Verbesserung. Hier wird es persönlich, denn je nach individueller Betrachtungsweise sieht sich jeder Einzelne entweder auf der Gewinner- oder Verliererseite der technologischen Entwicklung.

AI im Jahre 2020 – mehr Roboter als Menschen?

AI arbeiten 2050

Bereits heute werden intelligente Computer eingesetzt, beispielsweise in der Krebsdiagnostik. Das ist eine wunderbare Entwicklung, denn so kann diese furchtbare Krankheit besser erkannt und therapiert werden, was weniger Todesfälle zur Folge hat. Demgegenüber steht der tägliche Gebrauch intelligenter Computer. Laut Jánszky können intelligente Computer bereits in 2-3 Jahren die Arbeit in Callcentern antreten. So sollen 80 Prozent der Anrufe vorhergesehen werden, noch bevor es überhaupt klingelt. Beim ersten Klingeln bekommt so der Callcenter-Mitarbeiter angezeigt worum es sich wahrscheinlich handelt und wie man dieses Problem lösen kann. Unvorstellbar, oder? Für den Verbraucher hat das ganz klar seine Vorteile: Eine Lösung ohne vorher 100 mal anrufen zu müssen, 30 mal mit unterschiedlichen Leuten gesprochen zu haben und am Ende doch keine Lösung zu haben. Wir können diese Lösung kaum erwarten! Die intelligenten Computer können unser aller Leben verbessern.  Heute werden sie bereits in diesen Feldern erfolgreich eingesetzt:

  • Bildung weltweit
  • Effizientere Hörgeräte
  • Krankheitsdiagnostik
  • Umweltschutz
  • Zur Entwicklung regenerativer Energien
  • Helfen Menschen mit Behinderungen
  • Therapiefindung
  • Navigationssystemen
  • Empfehlungssystemen wie Holidaycheck oder Amazon

Unzählige Roboter werden , dank AI,  bereits erfolgreich als Rasenmäherbots, Staubsaugerbots, Rettungsbots, Industriebotsoder OPbots eingesetzt.
Wusste Sie, dass bereits heute mehr als 10 Millionen Roboter auf unserem Planeten „leben“? Bis ins Jahr 2020 werden wir mehr Roboter als Menschen haben. Ihre Zahl wird zweifelsohne die Milliardenmarke knacken. Jede Entwicklung hat allerdings auch Nachteile.

Die nächsten 30 Jahre wird sich, lauf Jánszky, nichts daran ändern, dass die Vorteile überwiegen. AI dient uns als Assistenz und verbessert unser aller Leben. Beachten muss man allerdings, dass die AI in absehbarer Zeit das allgemeine Intelligenzniveau der Menschen erreichen werden. Zukunftsforscher nennen diesen Zustand auch Singularität. Diese wird nach heutigen Prognosen in den Jahren 2050 bis 2090 eintreten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die heute unter 50 Jährigen diesen Zustand erleben werden, ist gegeben. Bereits kurze Zeit später wird die AI die menschliche Intelligentz übersteigen. Ob das ein Nachteil ist, vermag heute noch niemand zu sagen. Was man aber mit Sicherheit behaupten kann, ist dass es eine noch nie dagewesene Herausforderung für die Menschheit bedeuten wird.

Fachkräftemangel

Laut Saatkorn ist der Fachkräftemangel wissenschaftlich nicht nachvollziehbar. Was zu diesem Hype geführt hat, lässt sich heute nicht mehr rekonstruierten. Eine Möglichkeit ist eine US Studie aus dem Jahr 2013, die damals für den amerikanischen Arbeitsmarkt veröffentlichte, dass 47% der Jobs ersetzbar wären. Auf den deutschen Arbeitsmarkt lässt sich diese Studie nicht anwenden, da sich der US-Arbeitsmarkt deutlich unterhalb des deutschen Bildungsniveaus befindet und auch die wirtschaftlichen Kosten der Ablösung von Menschen ausgeführten Jobs bei Übernahme durch Roboter/Computer nicht mit eingerechnet wurden.

Realistische Prognosen für den deutschen Arbeitsmarkt sehen in den nächsten zehn Jahren in der Tat eine Vielzahl von Arbeitsplätzen verschwinden, aber auch neue entstehen. In Zahlen bedeutet dies das bis 2025 ca. 60.000 Arbeitsplätze verschwinden werden. Allerdings müssen die demografischen Entwicklungen gegengerechnet werden. Konkret bedeutet das, dass die Babyboomer in Rente gehen und somit 6,5 Mio Arbeitnehmer dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen.  Von diesen 6,5 Millionen müssen die 2,7 Millionen Erwerbslose sowie die 60.000 Stellen für AI abgezogen werden.

Das Ergebnis ist eine Lücke von 3-4 Millionen unbesetzter Jobs in Deutschland. Um das noch einmal zu verdeutlichen: Es gibt diese Jobs, aber keinen passenden Arbeitnehmer. Jánszky beschrieb dieses Szenario bereits vor einigen Jahren in seinem Buch „2025 – So arbeiten wir in der Zukunft“. Problematisch wird es somit erst mit dem Erreichen der Singularität. Kritisch wird es für Berufe, die ein niedriges oder mittleres Bildungsniveau voraussetzen, denn diese Arbeiten könnten ab 2040 von AI übernommen werden. Erste Anzeichen sieht man dafür heute schon, zum Beispiel der Akademisierung vieler Branchen. Jánszky geht sogar so weit zu behaupten er könne sich vorstellen, dass 2040 fast jeder Abitur macht und auch der Intelligenzgrad der Menschheit rasant ansteigt. Zudem weist er darauf hin, dass das menschliche Gehirn nur bedingt steigerbar ist und auf Dauer den IQ Wettstreit gegen AI verlieren wird.

Berufsbilder im Wandel

Die Jobs werden sich spätestens dann wandeln und anpassen müssen. Besonders betroffen werden hier Ärzte, Lehrer oder Anwälte sein. Bleibt die Frage nach den Menschen die keine Arbeit finden und wer diese finanziert. Bis 2040 werden laut Jánszky alle Arbeitnehmer gebraucht, auch wenn sich deren Jobanforderungen verändert werden. Angeblich soll die Konjunktur brummen und die Produktivität steigen, das oben beschriebene Problem soll somit kaum spürbar sein. Nachdem AI die Intelligenz der Menschen überstiegen hat, sieht das Szenario allerdings anders aus. Wie das aussehen mag, vermag heute niemand zu sagen. Zugegebenermaßen ein erschreckendes Ereignis, deren Weichen wir bereits heute mitgestallten.

HR-Strategien der Zukunft

In dem Buch „Das Recruiting Dilemma“ von Jánszky geht hervorragend auf dieses Szenario ein. Es beschreibt zum einen die Fluiden Unternehmen und die Caring Companies. Personalchefs werden entweder zu Chief Change Officers oder sie verschwinden ganz von der Bildfläche. Die primäre Aufgabe der neuen Chief Change Officers wird es sein, die vermischenden Übergänge zwischen den einzelnen Abteilungen zu steuern. HR-Abteilungen werden einen Mehrwert anbieten müssen. Stand heute ist, dass es viele HR-Abteilungen nicht schaffen werden, diesen Mehrwert anzubieten sie werden folglich verschwinden.

Mehr von Trendforscher Jánszky gibt es in seinem Zukunftsgonkress. Dieser findet im Juni in Wolfsburg statt.

Bilder: Fotolia, Pixabay