Archiv der Kategorie: Unterhaltung

Meeting langweilig

Meeting der Büroalltag

Meetings – das Nervengift

Morgens, halb zehn in Deutschland, in einem Unternehmen Ihrer Wahl. 10 Leute sind um einen Tisch versammelt, es richt nach kaltem Kaffee. Das Meeting neigt sich bereits, nur leider nicht dem Ende zu.  Schluss mit der Langeweile in Meetings.

Warum Meetings keinem Spaß machen

Sie sind notwendig, das ist klar, Spaß machen sie dennoch nur selten. Ein Grund dafür ist, dass sie deutlich öfter einberufen werden als nötig. Hinzukommen Kollegen die viel zu spät erscheinen, Ja-Sager und selbstverliebte Chefs. Das kann ja nichts werden. Zu Halloween beschäftigen wir uns daher in der Oktoberausgabe des NEW SEARCH-Blogs mit dem schaurigen Meetingspaß.

Viele Unternehmen versuchen, leider vergebens, Meetings immer wieder zu reduzieren. Sie kosten jeden Teilnehmer Nerven und Zeit. Da man seine Pappenheimer bereits nach kurzer Zeit kennt, ärgert man sich häufig schon vor dem Meeting darüber, dass Jochen von seinem Wochenende erzählen und Anita zu allem Ja und Amen sagen wird. Los geht’s mit 10 Dingen die jeder im Meeting denkt.

Die Ritter der Schwafelrunde

Laut einer Studie „Workplace Survey 2013“ glauben 1/5 der befragten HR-Verantwortlichen, dass jede zweite bis vierte Besprechung unproduktiv verläuft, da oftmals klare Zielsetzungen fehlen und die Besprechung durch unnötige Störfaktoren in die Länge gezogen wird. Wir haben einige Gedanken zusammengetragen, die wohl jeder schon einmal während eines Meetings gedacht hat:

  • Ich habe Hunger!
  • Herr schenk Hirn!
  • Ich habe keine Zeit für diesen Blödsinn.
  • Bullshit…Bingo!
  • Wer hat diesem Depp nur den Job gegeben?
  • Meine Idee war besser…
  • Komm zum Punkt!
  • Was? Verstehe ich nicht.
  • Wenn er noch einmal „Industrie 4.0“ sagt, raste ich aus.
  • Was hat die denn an?

Um diese Situation erst gar nicht aufkommen zu lassen, sollten Sie folgende Störfaktoren aus den Meetings verbannen:

  1. Zuspätkommer
    Sie kosten Zeit, Nerven und viel Geld. Die verlorene Arbeitszeit, die durch das Warten auf Kollegen entsteht, summiert sich, laut einer US-Untersuchung, auf jährlich 37 Milliarden US-Dollar.
  2. Endlos-Debatten
    Diese können durch einen Moderator vermieden werden. Stehkonferenzen sind eine weitere Möglichkeit das Meeting kurz zu halten.
  3. Kaffetrinker
    Laut einer US-Studie kann der Konsum von Kaffee zu einer Verminderung der Konzentrationsfähigkeit führen – allerdings nur bei Männer.
  4. Smartphones
    Ganze 41 Prozent der Meetingteilnehmer erledigen nebenher private Dinge mit ihrem Smartphone, so lautet das Ergebnis einer Bitkom-Umfrage.

Licht aus, Grusel an

Jede Besprechung lässt sich mit einfachen Mitteln aufwerten. Es wurde bewiesen, dass die Stimmung in einem Meeting bereits von der ersten Minute an abhändig ist. Eine positive Feedback-Runde kann hier Abhilfe schaffen.

Es kann sich positiv auswirken ein Meeting im Dunkeln abzuhalten. Das zumindest empfiehlt Tim Leberecht in seinem Buch „Business Romantiker – von der Sehnsucht nach einem anderen Wirtschaftsleben“.

Wer nicht im Dunkeln sitzen möchte, könnte auch das Flipchart an die frische Luft bringen. Zumindest bietet sich das bei gutem Wetter an.

Wir wünschen gruselige Feiertage!

Bürohund

Bürohund

Bürohund – für ein tierisches Miteinander

In unserem Gastbeitrag geht es diesen Monat, passend zum Aktionstag „Kollege Hund“ am 29. Juni, schon heute um den tierischen Kollegen im Büro – den Bürohund. Der Deutsche Tierschutzbund hat die Aktion „Kollege Hund“ initiiert, denn Hunde fördern das Arbeitsklima.

Der Bürohund – ein Gewinn für Mensch und Tier

Ich wohne in Viernheim, im Bundesland Hessen und bin eine zertifizierte Hundeverhaltenstherapeutin (ift) sowie vom Veterinäramt zugelassene und geprüfte Hundetrainerin.

Gerade aus diesem Grund liegt mir das Thema Bürohund sehr am Herzen. Meine eigenen beiden Hunde – Rex und Luna – sind bei mir im Büro sehr oft dabei und helfen mir allein schon durch ihre Anwesenheit im selben Raum. Rex ist ein Schäferhundrüde und Luna eine schwarze Labradordame.

Verbessertes Arbeitsklima durch den Kollegen Hund

Es ist bereits mehrfach erwiesen, und ich erfahre es jeden Tag selbst durch meine Arbeit als Hundeverhaltenstherapeutin, dass Hunde allein durch ihre Präsenz im Büro den Stress bei uns Menschen reduzieren. Natürlich muss das Ganze nicht nur aus der Sicht des Menschen betrachtet werden, sondern auch aus der Sicht der Hunde, denn diese dürfen dabei keine schlechten Erfahrungen machen oder zu sehr dem Stress ihrer menschlichen Kollegen ausgesetzt werden. Dies ist ganz klar nicht der Sinn der Sache.

Positiver Einfluss durch den Bürohund

Die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter wird alleine dadurch gesteigert, dass die Mitarbeiter (m/w) eine Fellnase im Büro haben.

Eine Freundin von mir, die als Speditionskauffrau tätig ist, und jeden Tag ihren Jack Russel seit dem Welpenalter bei der Arbeit dabei hatte wurde krank als ihr Hund verstarb und sie ihn nicht mehr dabei haben konnte. Sie wurde depressiv und musste behandelt werden. Viele der Kollegen wurden traurig und meinten, ihnen würde etwas fehlen. Keiner fühlte sich mehr wohl, bis eines Tages meine Freundin wieder einen Hund hatte, den sie auch als Welpen wieder mit zur Arbeit nahm. Die Kollegen meiner Freundin waren nicht mehr in sich gekehrt und haben laut ihrem Vorgesetzten erkennbar bessere Leistungen gebracht und waren deutlich mehr „bei der Sache“.

Bürohund Rex
Bürohund Rex
Motiviert dank Bürohund

„Durch Frida haben wir jeden Morgen Motivation ins Büro zu kommen, egal was uns sonst dort erwartet. Wir wissen, dass eine friedliche Frida da liegen und uns freundlich anschauen wird und dann wird alles gut.“ So eine Mitarbeiterin in einer Behinderten Werkstatt, die namentlich nicht erwähnt werden möchte. Ein Hund motiviert dort also die Menschen, sich auf den Arbeitstag zu freuen. „Wir betreten gut gelaunt die Werkstatt, sind alle nett zueinander, was auch immer passiert.“ „Und wenn mal einer von uns etwas in Stress gerät ist die Frida sofort zur Seite“.  Da kommt die vorzügliche Nase des Hundes natürlich ins Spiel und die therapeutischen Fähigkeiten von Frida. Frida riecht wenn ein Mitarbeiter in Stress gerät und durch ihre erlernte Fähigkeit als Therapeut begibt sie sich in die Nähe dieses Mitarbeiters. Dieser streichelt Frida und schüttelt dadurch Hormone aus, die bei ihm oder ihr dazu führen, dass er sich wieder beruhigt.

Es wurde bereits die Theorie aufgestellt, dass weniger Menschen psychisch krank werden, wenn die Hunde den Büroalltag begleiten und bereichern. Darüber hinaus identifizieren sich viele Arbeitnehmer, bedingt durch den tierischen Kollegen, stärker mit dem Unternehmen (Employer Branding lässt grüßen).

Demnach stellt sich durchaus die berechtigte Frage: warum nicht mehr Arbeitgeber die Hunde im Büro erlauben? Sehr viel spricht dafür dies zu tun: Arbeitnehmer hätten kein schlechtes Gewissen, ihren Hund alleine zu Hause zu lasse (Work-Life-Balance). Die Hunde wollen bei ihrem Rudel sein, das sind wir Menschen für sie, wenn unsere Vierbeiner eine Bindung zu uns aufbauen. Für den Hundehalter und dessen Kollegen ist es nachweislich vorteilhaft wenn ein Hund im Raum dabei ist.

Ich hoffe, dass immer mehr Arbeitgeber sich bereit erklären, Hunde im Büro zu erlauben. Dies wäre sicherlich sowohl für die Mitarbeiter, als auch für die Arbeitgeber und selbstverständlich die Hunde gut.

Bitte beachten, die Hundeknigge

Bei aller Tierliebe finden wir es dennoch angebracht auch auf die „Hundeknigge“ hinzuweisen. Diese sollte in jedem Unternehmen, in dem es einen Bürohund gibt, verankert sein. In diese Hundeknigge gehören Punkte wie:

  • Versicherung
  • Impfungen
  • Verhaltensregeln für Zwei- und Vierbeiner
  • Gassizeiten
  • Gegenseitige Rücksichtnahme
  • Und ganz wichtig, jeder ist für seinen Hund verantwortlich (für kleinere und größere Missgeschicke)

Abschließend lässt sich sagen, dass Mitarbeiter (m/w) nicht nur motivierter und kreativer arbeiten, sondern auch mit Kollegen (m/w) aus anderen Abteilungen in Kontakt kommen. Das führt oftmals zu engen Freundschaften, die nicht selten über den Büroalltag hinweg bestehen bleiben. Das macht den Arbeitsplatz zu einem entspannten und motivierten Umfeld. Wir danken der Hundeschule Zentrum Mensch und Hund für den Beitrag.

Sie möchten ebenfalls einen Gastbeitrag auf unserem Blog veröffentlichen? Dann senden Sie uns Ihre Anfrage per E-Mail an: marketing[at]newsearch.de

Bilder: Titelbild Fotolia, Beitragsbild Hundeschule Zentrum Mensch und Hund

Osterverlosung NEW SEARCH Personal- und Managementberatung

Osterverlosung

Osterverlosung – Silicon Germany, der Osterhase im Land des digitalen Defizits

In Deutschland können wir alles, außer digital. So lautet zumindest die ungeschönte Bestandsaufnahme unserer Wirtschaft. Zentrale Frage ist wie wir dennoch die digitale Transformation schaffen. Wir haben uns dieser Fragestellung angenommen und möchten daher in unserer Osterverlosung das Buch „Silicon Germany: Wie wir die digitale Transformation schaffen“ von Christoph Keese verlosen.

Die Digitalisierung verpasst

Keine Neuigkeit, Deutschland hat die Digitalisierung verpasst. Bekannt ist, dass deutsche Firmen hauptsächlich mechanisch erstklassige Maschinen produziert. Bedauerlicherweise sind diese, technisch gesehen, weit abgehängt zur Weltmarktspitze. Diese wird von den asiatischen Ländern, Israel und den USA dominiert.

Klare Bilanz: Deutschland spielt nicht mehr in der Spitzenliga. Jedes weitere Jahr, das ungenutzt verstreicht, wirft Deutschland weiter zurück, denn die digitale Revolution vollzieht sich mit atemberaubender Geschwindigkeit.  Ein Beispiel ist Apple. Die Kombination aus Soft- und Hardware brachte dem Unternehmen das Fünffache an erlös ein, was Nokia, der damalige Marktführer aus Finnland, erwirtschaftete. Vernetzte, smarte Systeme haben Einzellösungen in die Wüste geschickt.

Den Zeichen der Zeit folgen

Günther Oettinger, EU-Digitalkommissar, hat mit seiner Warnung „wir haben den Anschluss verloren“ recht. Sein Beispiel ist die Hannover Messe. Dort stellen deutschen Industrielegenden wie Siemens, Trumpf oder Festo aus. Sie digitalisieren eifrig, keine Frage, aber in den USA hat man bereits die Zeichen der Zeit erkannt und handelt dementsprechend. Namentlich wären das Facebook, Google oder Apple. Diese Unternehmen bauen Software und Plattformen, keine Maschinen.

Laut Oettinger fehlen uns dafür eindeutig die Qualifikationen, was zweifelsfrei, die Folge jahrzehntelanger Vernachlässigung ist. So verfügen 41 Prozent der europäischen Arbeitnehmer über geringe oder gar keine digitalen Fähigkeiten (Studie EU-Kommission). Bereits heute rechnet die EU-Kommission mit bis zu 756.000 unbesetzten Stellen in Europas Digitalindustrie bis 2020.

Eine Studie von Roland Berger die im Auftrag des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI) durchgeführt wurde, beziffert das Verlustpotential, bedingt durch die Digitalisierung, bis zum Jahr 2025 bis zu 220 Milliarden Euro in acht Kernbranchen. Um dem entgegenzuwirken verlosen wir zu Ostern das Buch „Silicon Germany: Wie wir die digitale Transformation schaffen“ von Christoph Keese.

Um dieses Buch in unserer Osterverlosung gewinnen zu können, haben Sie die Möglichkeit einen Kommentar in unserem Blog zu hinterlassen, oder Fan unserer Facebookseite zu werden und den entsprechenden Beitrag zu kommentieren. Teilen des Artikels ist ausdrücklich nicht nötig, wir freuen uns natürlich dennoch, wenn Sie unsere Osterverlosung public machen möchten.
Der oder die glückliche Gewinner/In wird per Losverfahren gezogen und von uns benachrichtigt. Damit das Buch auch ins Osternest kommt, brauchen wir daher unbedingt eine gültige E-Mailadresse.

Ende der Osterverlosung ist der 10. April 2017 um 00:00 Uhr.

Viel Glück!

 

Trump-Triumpf (k)eine fundamentale Wende

Trump-Triumpf – (k)eine fundamentale Wende?

Trump – eine Bremse für den Innovationsstandort USA?

In Europa hat der Wahlsieg der US-Präsidentschaftswahl des Republikaners Donald J. Trump zumeist Bestürzung ausgelöst. Wie sich der Trump-Triumpf auf die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und den USA entwickeln wird bleibt weiterhin eine spannende Frage. Wir haben in unserem Blog die wichtigsten Fakten zusammengestellt.

Muss Europa mehr Verantwortung übernehmen?

Ursula von der Leyen (Verteidigungsministerin) sprach bereits am Mittwoch in der ARD von einem „schweren Schock“ und der stellvertretende SPD-Parteichef Ralf Stegner teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass man sich nun auf einen „politischen Kälteschock“ einstellen müsse. Wohingegen der Parteichef der Linken, Bernhard Riexinger, auf eine „abschreckende Wirkung“ im Hinblick zur kommenden Bundestagswahl hofft, so zumindest seine Äußerung im bayrischen Rundfunk.

Manfred Weber, CSU-Politiker und Fraktionschef der Konservativen im Europäischen Parlament, ermahnt Europa zur vermehrten Verantwortung. Laut Jean-Marc Ayrault, Frankreichs Außenminister, werde Frankreich auch weiterhin mit den USA zusammenarbeiten. Die NATO gerät mit dem Wahlsieg des Republikaners stärker in den Fokus, denn Laut von der Leyen wird Donald J. Trump auch in diesem Fall nach dem Beitrag der Europäer fragen.

DZ Bank zufolge sollte der Wahlsieg von Donald J. Trump keinen grundsätzlichen Richtungswechsel an den Märkten auslösen. Sein Wahlprogramm wird nur sehr unwahrscheinlich zu seinem Regierungsprogramm werden können, denn dazwischen liegt die parlamentarische Kontrolle.

Es wird ungemütlich im Silicon Valley

Unter dem neuen US-Präsidenten könnte es im Silicon Valley ungemütlich werden und das nicht nur für europäische Arbeitnehmer. Wer ausländische Fachkräfte beschäftigen möchte muss schon heute mit strengen Auflagen rechnen. Unter Donald J. Trump könnten sich diese weiter verschärfen.

Jeder zweite Arbeitnehmer im Silicon Valley stammt nicht aus den USA. Die Beschäftigten sind meist zwischen 25 und 44 Jahre alt und treiben die Innovationen, welche auf gute Fachkräfte angewiesen sind, voran. Da diese Impulse besonders wichtig für das Land sind wurde im August 2016 ein Gesetz der US-Regierung erlassen.  Dieses Gesetz, die sogenannte International Enterpreneur Rule,  vereinfacht es ausländischen Gründern in den USA ein Unternehmen zu gründen. Sollte der neue Präsident die Einwanderungsquote auf 15 Prozent heruntersetzen wird es für Gründer schwieriger. Im Klartext, ausländische Fachkräfte anzuwerben wird somit weiter erschwert. Konzerne wie Google, Intel, Adobe und Apple streiten sich bereits heute um die besten Entwickler, Programmierer und Fachkräfte und haben daher einen Nicht-Abwerbungs-Deal geschlossen.
Darüber hinaus drohte Trump damit einige Teile des Internets zu schließen um der Terrormiliz ISIS nicht weiter in die Hände zu spielen, wie bleibt unklar. Betroffen sein könnte bei einer solchen Aktion das soziale Netzwerk Facebook.

Exportgefahren

Diese Abwehrhaltung weist Trump eindeutig als Gegner der Netzneutralität aus. Ansteigende Zölle könnten sich als Bumerang für Startups herausstellen. Ein reales Risiko für globale Unternehmen, da durch den Anstieg der Zölle auf ausländische Produkte auch amerikanische Produkte teurer werden dürften. Hardwarehersteller wie Apple und Cisco könnten mit einem Anstieg der Zölle empfindlich getroffen werden.

Startups die ihre Ideen noch nicht etablieren konnten, könnten durch diese Faktoren nicht nur verlangsamt agieren sondern ganz zum stilstand gewunden werden. Sollte Donald J. Trump sein Wahlprogramm zu seinem Regierungsprogramm machen, wäre dies die Bremse für den Innovationsstandort USA.

Teamb

Das Team durch Konkurrenzdenken fördern

Durch Konkurrenzdenken das Team fördern – Olympia Spezial

Was zeichnet ein überragendes Team aus? Einzelne Spitzensportler im Mannschaftssport machen es immer wieder vor. Das jüngste Beispiel ist Christiano Ronaldo während der EM 2016: Ein überragender Einzelspieler sorgt für den Erfolg eines ganzen Teams. 

Olympischer Teamgeist liegt im Trend

„Alle für einen – Einer für Alle“. Dieser Leitgedanke der olympischen Spiele lässt sich auf Unternehmen transferieren. Die einzelnen Mitarbeiter nach ihren persönlichen Stärken einzusetzen lohnt sich daher sehr. Citius, altitus, fortius: Schneller, höher, stärker, so lautet das legendäre Olympia-Motto auf Deutsch. Wer daher in seinem Beruf durchstarten möchte, sollte sich die Spitzensportler der Olympiade genauer ansehen und diese drei Grundlegenden Fragen klären:

  1. Wie gehen Spitzensportler mit Rückschlägen um?
  2. Was zeichnet erfolgreiche Spitzensportler aus?
  3. Welche Motivation treibt sie immer wieder aufs Neue zu Höchstleistungen an?

Ziele definieren

Egal ob Einzelkämpfer oder Mannschaftssportler, alle haben das gleiche Ziel vor Augen: Einmal im Leben ganz oben stehen. Auf dieses Ziel wird beharrlich und effizient hingearbeitet. Die daraus entwickelte Erfolgsstrategie wird optimal auf den einzelnen Sportler zugeschnitten. Besonders wichtig ist dabei die mentale Einstellung, denn die harmonische Verbindung zwischen Geist und Körper spielt eine entscheidende Rolle auf dem Weg zum Erfolg.
Führungskräfte können aus dem daraus entstehenden Wettbewerbsgedanken ein gesundes Konkurrenzverhalten innerhalb des Teams positiv steuern. Angespornt durch den Wettbewerbsgedanken steigern sich Olympiasportler zu Höchstleistungen. Studien belegen, dass Mitarbeiter die in einem Team arbeiten, effizienter und insgesamt kreativer und leistungsstärker vorgehen.

Teamgeist durch Konkurrenzdenken

Haben Sie schon einmal versucht den Leiter der Buchhaltung und den Marketing Leiter für ein Brainstorming zusammenzubringen? Unterschiedliche Mitarbeiter aus unterschiedlichen Abteilungen besitzen unterschiedliche Kompetenzen. Die daraus resultierenden Ergebnisse können ganz neue Lösungsansätze aufzeigen.

Bild: Pixabay

Brexit

Nach Brexit Grexit?

Das Brexit-Ergebnis und die Auswirkungen für Manager

Nach Brexit-Entscheidung: Bye-Bye Großbritannien. Nach 43 Jahren verabschieden sich die Briten aus der Europäischen Union und Premierminister David Cameron kündigt seinen Rücktritt an. Eine schwere innenpolitische Krise droht den Briten. Und was droht den Managern?

Es ist ein historischer Tag und die Ereignisse überschlagen sich: Großbritannien verlässt die EU und Großbritanniens Premierminister David Cameron kündigte seinen Rücktritt an. Sein Nachfolger soll bis zum Oktober, dem nächsten Parteitag der Tories, feststehen.

Finanzmärkten droht dank Brexit Black Friday – Pfund in freiem Fall

Insgesamt 52 Prozent haben sich für den Brexit entschieden. Großbritannien, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Union, wird gehen. Niemals zuvor hat ein wichtiges EU-Mitglied die EU verlassen. Welche Ausmaße der Ausstieg mit sich bringt, wird wohl erst in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten zu erkennen sein. Dennoch, das Ausmaß des Brexit lässt sich bereits an den Finanzmärkten erkennen: Das Pfund befindet sich im freien Fall. Im Verlauf der Nacht hat es seinen tiefsten Stand seit 1985 erreicht. Bereits in den zuvor liegenden Monaten wurde Großbritanniens Wirtschaft stark geschwächt.
Vince Cable, ehemaliger Wirtschaftsminister: „Dies ist ein Blutbad – nicht nur an den Finanzmärkten. Die Entscheidung wird auch in der Realwirtschaft schwerwiegende Folge haben.“

Spaltung Großbritanniens?

Abwendbar wird der Zerfall des Vereinigten Königreiches wohl nicht mehr sein. Schottlands Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon kündigte bereits an, sie sehen die Zukunft Schottlands weiterhin in der Europäischen Union.
Erste Stimmen für eine Vereinigung von Nordirland mit der Republik Irland werden bereits laut. Nordirland möchte ebenfalls gerne in der EU bleiben. Die Nation Großbritanniens ist tief gespalten. Immerhin wollten 48 Prozent keinen Austritt aus der EU. Politiker kritisieren britische Wähler wegen ihrer Kurzsichtigkeit und Unverantwortlichkeit.

Standard and Poor’s hatten bereits vor dem Brexit gedroht, Großbritannien das AAA-Rating zu entziehen. Das wird ein Problem, denn das Land ist von ausländischen Investoren abhängig. Der Brexit könnte somit zum Versiegen der benötigten Kapitalflüsse führen.

Don’t panic – Brexit als Chance für Europa

Bleibt die Frage nach der Richtigkeit. Fast alle Politiker und Wissenschaftler haben versucht den Briten vorzuschreiben, wie sie abzustimmen haben. Demokratie bedeutet, dass das Volk sich dennoch anders entscheiden kann. Der Brexit hat nur wenige negative Folgen. Sonderrechte genoss Großbritannien schon immer innerhalb der EU. Dazu gehört auch die Beibehaltung der eigenen Währung. Hätte Großbritannien den Euro eingeführt, wäre eine Abspaltung nur schwer durchsetzbar gewesen und hätte drastischere Auswirkungen auf Europa gehabt.

Der Handel zwischen Europa und Großbritannien wird sich kaum ändern, wenn intelligente Freihandelsabkommen gewählt werden. Britische Exporte werden künftig günstiger werden, Importe teurer und Zinsen werden sich erhöhen. Gravierend wird der erneute Versuch Schottlands sein, seine Unabhängigkeit von Großbritannien zu erreichen. Beim letzten Referendum wurde zu Gunsten für Großbritannien entschieden, da David Cameron den Schotten klar machte, dass eine Abspaltung zu Großbritannien einen Ausstieg aus der Europäischen Union bedeuten würde. Das Argument wird nun wie ein Bumerang zurückkommen und dabei auch gleich Nordirland treffen. Brüssel drohte Athen bereits in der Vergangenheit mit dem Grexit. Das bedeutet, trotz Europa bekommen wir immer mehr landesspezifische Probleme.

  • Deutschland und die Flüchtlinge
  • Frankreich und die Arbeitsmarktreform
  • Österreich und die FPÖ
  • Griechenland und der Grexit

Die Liste lässt sich auf 27 Länder ausweiten. Die Zauberwörter der Stunde lauten Konvergenz und Integration. Um Europa zu verstehen, muss man zunächst lernen, dass Europa nicht dauerhaft Integration und Konvergenz bedeutet. Divergenz als Chance ist die neue, bessere Devise.

Fazit: Wir sollten uns überlegen was Europa eigentlich bedeutet.

Bilder: Pixabay.com

Was Unternehmen von Fußball lernen können

Als Unternehmer vom Fußball lernen

Die Kunst zu führen: Manager lernen vom Fußball

Auf den ersten Blick ist Fußball ein Spiel. Ein Spiel, das Millionen bewegt. Kenner und Fans wissen es schon lange: Fußball ist weitaus mehr als 22 Spieler die einem Ball hinterherlaufen. Auch Unternehmen können von Fußballern lernen.

Ressource Mensch – nicht nur im Fußball

Bei jedem Unternehmen sind die Menschen die wichtigste Ressource. Beim Fußball sind die Feldspieler für den Erfolg verantwortlich. Bei Unternehmen sind es die Mitarbeiter, die wichtige Aufgaben erfüllen und Ziele der Unternehmensleitung umsetzen. „Grau ist alle Theorie – entscheidend ist auf’m Platz“ das sagte schon Alfred (Adi) Preißler (deutscher Fußballspieler und Bundesliga-Trainer).

Stärken optimal einbringen

Jede Position bringt spezielle Anforderungen mit sich, ob auf dem Fußballplatz oder im Büro. Ein überragender Angriffsspieler wird kläglich scheitern, setzt man ihn als Torwart ein. Unternehmen sollten die Tätigkeitsfelder ihrer Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen prüfen, um sicherzustellen, dass diese den größtmöglichen Nutzen bringen und ihr Potential vollstens ausschöpfen können. Dies bedeutet, dass der ein oder andere Mitarbeiter ein ganz neues Aufgabengebiet bekommen könnte. Beim Fußball greift ein Zahnrädchen in das andere. Jeder Spieler weiß, was der andere macht. Er kennst seine Aufgabe genaustens und kann zur Gesamtleistung des Teams beitragen. Um effizient arbeiten zu können, ist es daher unabdingbar, dass die einzelnen Mitarbeiter ihre Aufgaben und Zielvorgaben kennen und darüber hinaus wissen, wofür sie genau verantwortlich ist. Kurzum: jeder muss seinen Beitrag zum Gesamtergebnis kennen.

Teambuilding

Je besser ein Team oder eine Gruppe zusammenarbeitet, desto größer sind die Aussichten auf Erfolg. Diversity Management spielt hierbei eine zentrale Rolle, denn eine gute Mischung unterschiedlicher Typen macht das Team erfolgreich. Unterschiedliche Aufgaben benötigen unterschiedliche Typen und Fähigkeiten: Erfahrene, Junge, Analytiker, Macher, Kreative, Denker, Männer, Frauen etc. Ein Team ist ein komplexes Gebilde, dessen wesentlicher Faktor die Soft Skills der einzelnen Teammitglieder sind. Besonders für Unternehmen gilt daher, in Bewerbungsgesprächen nicht primär auf die Hard Skills der Bewerber zu schauen, sondern sich auch den Soft Skills anzunehmen. So steigen zum Beispiel im Fußball die Erfolgschancen mit einem eingespielten Team, Analog der Aussage von Sir Alfred Ernest Ramsey (englischer Fußballspieler und -trainer) „Never change a winning team.“ Das ist zwar nicht immer möglich und sicherlich auch nicht immer richtig, aber ein wenig Wahrheit ist dennoch dabei. Denn, gibt es innerhalb eines Teams oftmals einen Wechsel, müssen sich alle Teammitglieder neu anordnen und zusammenfinden. Eine erfolgreiche mittel- und langfristige Planung wird nicht mehr möglich, wenn es in der Führungsebene permanente Wechsel gibt. Um das spezifische Wissen in einem Unternehmen zu halten, sind personelle Kontinuität essentiell.

Schlüsselrolle Führungskraft

Vom Trainer hängt es ab, ob eine Fußballmannschaft ihr komplettes Potential ausschöpft. Er hat die Aufgabe, die Mannschaft auf das Spiel vorzubereiten, zu motivieren und deren Leistungen zu verbessern. Führungskräfte haben ähnliche Aufgaben, denn auch sie tragen die Verantwortung für die Leistungen ihres Teams. Üben Führungskräfte oder Trainer zu viel Druck aus, hemmt dies die Leistungsfähigkeit der einzelnen Teammitglieder. Vielmehr kommt es auf eine gute Beziehung zwischen Trainer/Spieler und Führungsposition/Mitarbeiter an. Nur wer Fehler machen darf, kann aus diesen lernen. Dürfen keine Fehler gemacht werden, trauen sich die einzelnen Teammitglieder automatisch weniger zu.

Bilder: Fotolia 

Am heutigen 10. Juni 2016 beginnt das nächste Fußball-Fest mit der Europameisterschaft. Das Eröffnungsspiel des Gastgeber-Landes Frankreich findet im Stade de France in St-Denis statt. Alle Termine, Ergebnisse, Gruppen und Kurzporträts der Austragungsorte zur EUEFA Euro 2016 in Frankreich finden Sie auf der Seite von TZ. Zusätzlich können Sie sich den Spielplan als PDF herunterladen.

AI arbeiten im Jahr 2050

AI so geht HR im Jahre 2050

Demografischer Wandel, Industrie 4.0, Fachkräftemangel, Flüchtlingskrise, Digitalisierung am Arbeitsplatz und AI. Bedeutende Themen, welche die Arbeitswelt in Zukunft stark beeinflussen werden oder doch nur Worthülsen? Zur Zeit die wohl spannendsten Themen jenseits aller Employer Branding und Personalmarketing Themen. 

Die HRler haben es schwer. Immer wieder werden sie in Diskussionen, wie sich die Arbeitswelt in Deutschland hinsichtlich Industrie 4.0, dem demographischen Wandel oder dem Fachkräftemangel verändern wird, verwickelt. Die Kernfrage bleibt dabei immer gleich: Erleben wir mittelfristig einen Fachkräftemangel? Der Trendforscher Jánszky hat sich mit seinem Zukunftsinstitut diesem Thema in zahlreichen Studien und Buchpublikationen angenommen.

Laut Jánszky hat die künstliche Intelligenz (AI, aus dem engl. Artificial Intelligence) mittlerweile an Geschwindigkeit und Dynamik zugelegt. Aus früheren Erfahrungen haben wir keine Vergleichswerte. Die künstliche Intelligenz wird, ohne Frage, die Menschheit in den folgenden Jahrzehnten stärker als jeder andere Trend verändern. Diese Auswirkungen sind bereits heute bedeutender als alle Finanz-, Flüchtlings-, oder Klimakrisen zusammen, so Jánzsky im Saatkorn Interview. Wieso das so ist wird an einem Beispiel klar. Technologische Entwicklungen vollziehen sich exponentiell, wobei die Kapazität, Geschwindigkeit und Effizienz stetig weiter steigt. Menschen hingegen prognostizieren innerhalb ihres Erfahrungshorizontes, gleichbleibend, linear. Der daraus entstehende Nachteil liegt auf der Hand, wir liegen stetig falsch. Das wirkt auf manche bedrohlich, unsicher, als risikoreich und auf andere als Chance zur Verbesserung. Hier wird es persönlich, denn je nach individueller Betrachtungsweise sieht sich jeder Einzelne entweder auf der Gewinner- oder Verliererseite der technologischen Entwicklung.

AI im Jahre 2020 – mehr Roboter als Menschen?

AI arbeiten 2050

Bereits heute werden intelligente Computer eingesetzt, beispielsweise in der Krebsdiagnostik. Das ist eine wunderbare Entwicklung, denn so kann diese furchtbare Krankheit besser erkannt und therapiert werden, was weniger Todesfälle zur Folge hat. Demgegenüber steht der tägliche Gebrauch intelligenter Computer. Laut Jánszky können intelligente Computer bereits in 2-3 Jahren die Arbeit in Callcentern antreten. So sollen 80 Prozent der Anrufe vorhergesehen werden, noch bevor es überhaupt klingelt. Beim ersten Klingeln bekommt so der Callcenter-Mitarbeiter angezeigt worum es sich wahrscheinlich handelt und wie man dieses Problem lösen kann. Unvorstellbar, oder? Für den Verbraucher hat das ganz klar seine Vorteile: Eine Lösung ohne vorher 100 mal anrufen zu müssen, 30 mal mit unterschiedlichen Leuten gesprochen zu haben und am Ende doch keine Lösung zu haben. Wir können diese Lösung kaum erwarten! Die intelligenten Computer können unser aller Leben verbessern.  Heute werden sie bereits in diesen Feldern erfolgreich eingesetzt:

  • Bildung weltweit
  • Effizientere Hörgeräte
  • Krankheitsdiagnostik
  • Umweltschutz
  • Zur Entwicklung regenerativer Energien
  • Helfen Menschen mit Behinderungen
  • Therapiefindung
  • Navigationssystemen
  • Empfehlungssystemen wie Holidaycheck oder Amazon

Unzählige Roboter werden , dank AI,  bereits erfolgreich als Rasenmäherbots, Staubsaugerbots, Rettungsbots, Industriebotsoder OPbots eingesetzt.
Wusste Sie, dass bereits heute mehr als 10 Millionen Roboter auf unserem Planeten „leben“? Bis ins Jahr 2020 werden wir mehr Roboter als Menschen haben. Ihre Zahl wird zweifelsohne die Milliardenmarke knacken. Jede Entwicklung hat allerdings auch Nachteile.

Die nächsten 30 Jahre wird sich, lauf Jánszky, nichts daran ändern, dass die Vorteile überwiegen. AI dient uns als Assistenz und verbessert unser aller Leben. Beachten muss man allerdings, dass die AI in absehbarer Zeit das allgemeine Intelligenzniveau der Menschen erreichen werden. Zukunftsforscher nennen diesen Zustand auch Singularität. Diese wird nach heutigen Prognosen in den Jahren 2050 bis 2090 eintreten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die heute unter 50 Jährigen diesen Zustand erleben werden, ist gegeben. Bereits kurze Zeit später wird die AI die menschliche Intelligentz übersteigen. Ob das ein Nachteil ist, vermag heute noch niemand zu sagen. Was man aber mit Sicherheit behaupten kann, ist dass es eine noch nie dagewesene Herausforderung für die Menschheit bedeuten wird.

Fachkräftemangel

Laut Saatkorn ist der Fachkräftemangel wissenschaftlich nicht nachvollziehbar. Was zu diesem Hype geführt hat, lässt sich heute nicht mehr rekonstruierten. Eine Möglichkeit ist eine US Studie aus dem Jahr 2013, die damals für den amerikanischen Arbeitsmarkt veröffentlichte, dass 47% der Jobs ersetzbar wären. Auf den deutschen Arbeitsmarkt lässt sich diese Studie nicht anwenden, da sich der US-Arbeitsmarkt deutlich unterhalb des deutschen Bildungsniveaus befindet und auch die wirtschaftlichen Kosten der Ablösung von Menschen ausgeführten Jobs bei Übernahme durch Roboter/Computer nicht mit eingerechnet wurden.

Realistische Prognosen für den deutschen Arbeitsmarkt sehen in den nächsten zehn Jahren in der Tat eine Vielzahl von Arbeitsplätzen verschwinden, aber auch neue entstehen. In Zahlen bedeutet dies das bis 2025 ca. 60.000 Arbeitsplätze verschwinden werden. Allerdings müssen die demografischen Entwicklungen gegengerechnet werden. Konkret bedeutet das, dass die Babyboomer in Rente gehen und somit 6,5 Mio Arbeitnehmer dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen.  Von diesen 6,5 Millionen müssen die 2,7 Millionen Erwerbslose sowie die 60.000 Stellen für AI abgezogen werden.

Das Ergebnis ist eine Lücke von 3-4 Millionen unbesetzter Jobs in Deutschland. Um das noch einmal zu verdeutlichen: Es gibt diese Jobs, aber keinen passenden Arbeitnehmer. Jánszky beschrieb dieses Szenario bereits vor einigen Jahren in seinem Buch „2025 – So arbeiten wir in der Zukunft“. Problematisch wird es somit erst mit dem Erreichen der Singularität. Kritisch wird es für Berufe, die ein niedriges oder mittleres Bildungsniveau voraussetzen, denn diese Arbeiten könnten ab 2040 von AI übernommen werden. Erste Anzeichen sieht man dafür heute schon, zum Beispiel der Akademisierung vieler Branchen. Jánszky geht sogar so weit zu behaupten er könne sich vorstellen, dass 2040 fast jeder Abitur macht und auch der Intelligenzgrad der Menschheit rasant ansteigt. Zudem weist er darauf hin, dass das menschliche Gehirn nur bedingt steigerbar ist und auf Dauer den IQ Wettstreit gegen AI verlieren wird.

Berufsbilder im Wandel

Die Jobs werden sich spätestens dann wandeln und anpassen müssen. Besonders betroffen werden hier Ärzte, Lehrer oder Anwälte sein. Bleibt die Frage nach den Menschen die keine Arbeit finden und wer diese finanziert. Bis 2040 werden laut Jánszky alle Arbeitnehmer gebraucht, auch wenn sich deren Jobanforderungen verändert werden. Angeblich soll die Konjunktur brummen und die Produktivität steigen, das oben beschriebene Problem soll somit kaum spürbar sein. Nachdem AI die Intelligenz der Menschen überstiegen hat, sieht das Szenario allerdings anders aus. Wie das aussehen mag, vermag heute niemand zu sagen. Zugegebenermaßen ein erschreckendes Ereignis, deren Weichen wir bereits heute mitgestallten.

HR-Strategien der Zukunft

In dem Buch „Das Recruiting Dilemma“ von Jánszky geht hervorragend auf dieses Szenario ein. Es beschreibt zum einen die Fluiden Unternehmen und die Caring Companies. Personalchefs werden entweder zu Chief Change Officers oder sie verschwinden ganz von der Bildfläche. Die primäre Aufgabe der neuen Chief Change Officers wird es sein, die vermischenden Übergänge zwischen den einzelnen Abteilungen zu steuern. HR-Abteilungen werden einen Mehrwert anbieten müssen. Stand heute ist, dass es viele HR-Abteilungen nicht schaffen werden, diesen Mehrwert anzubieten sie werden folglich verschwinden.

Mehr von Trendforscher Jánszky gibt es in seinem Zukunftsgonkress. Dieser findet im Juni in Wolfsburg statt.

Bilder: Fotolia, Pixabay

Der Tag nach der Weihnachtsfeier

Blamiert auf der Weihnachtsfeier

Oh du schreckliche – der Tag nach der Weihnachtsfeier

Auf der Weihnachtsfeier peinlich getanzt? Die Chefsekretärin beleidigt? Mit der Chefin geknutscht? Kurz um, in jedes Fettnäpfchen getreten, dass es gab. Und nun? Irgendwie muss das Leben im Büro trotzdem weitergehen. Wir geben Ihnen hilfreiche Tipps für den Tag danach.

Alle Jahre wieder

Es ist wieder einmal so weit, die Zeit der Weihnachtsfeiern hat begonnen. Eine Zeit, die bekanntlich besonders lustig ist. Und jedes Jahr erinnert man sich an die Weihnachtsfeier von letztem Jahr und die Dinge, die passiert sind, und man nimmt sich vor dieses Jahr wird alles anders- und schwups… ist es (schon wieder) passiert.
Wir haben versucht einige typische „Weihnachtsfeier-Peinlichkeiten“ zu sammeln.
Die meisten Weihnachtsfeiern dürften in etwa gleich ablaufen, der gemütliche Teil des Abends beginnt dabei oftmals immer mit dem gleichen Ritual, dem Essen, wird die Tanzfläche vom DJ freigegeben und ein paar Wagemutige fangen langsam an zu tanzen. Der Rest traut sich zunächst nicht und schaut dem Geschehen erstmal vom Rand aus zu. Im Laufe des Abends füllt sich meist die Tanzfläche und die Gläser leeren sich. Dabei kommt es oft auch zu ausgefallenen Tanzeinlagen. Zunächst ist das ja nicht schlimm, denn laut Knigge muss man sich für peinliches Tanzen nicht entschuldigen. Anders sieht es in diesem Fall aus, wenn Sie durch Ihren Tanzstil eine Kollegin oder einen Kollege in eine unangenehme Situation gebracht haben. Am nächsten Tag sollte dann auf jeden Fall eine Entschuldigung Ihrerseits folgen.

Ein Prosit auf die Karriere!

Leere Flaschen
Bild 1: leere Flaschen

Und los geht’s! Zu Beginn ein Aperitif, dann zwei drei Gläser Wein, einen Digestif und noch drei vier Cocktails. Im Laufe des gestrigen Abends ist doch einiges zusammengekommen und die Hemmschwelle sank mit jedem Glas. Ausgelassenes Tanzen, peinliche Liebeserklärungen an die Sekretärin oder ein zu knappes Outfit angehabt? Wäre dies allein nicht schon peinlich genug, gibt es heutzutage oft Schaulustige, die in pikanten Situationen gerne das Smartphone zücken. Schnell sind Sie mit Ihrer Showeinlage die Hauptattraktion im Firmenintranet oder dienen der Belustigung der gesamten Facebook-Gemeinde. Am besten senden Sie eine E-Mail samt Entschuldigung an die Belegschaft, um darum zu bitten, dass das sicherlich amüsante Video gelöscht wird.

Big boss is watching you!


Machen Sie sich bewusst, dass jeder auf der Weihnachtsfeier unter ständiger Beobachtung steht. Auch wenn die Stimmung ausgelassen ist, kontrolliert der Chef oft wie Sie sich in einer entspannten Situation unter Kollegen verhalten. Meist bleibt es bei den prüfenden Blicken des Chefs, manche Verhaltensweisen können jedoch Auswirkungen über die Weihnachtsfeier hinaus mit sich ziehen.

Sie stehen unter ständiger Beobachtung
Bild 2: Auch auf der Weihnachtsfeier werden Sie ständig beobachtet

Kündigungsrisiko

Hier haben wir ein paar Situationen gesammelt, die sich so oder so ähnlich auf Weihnachtsfeiern abspielen könnten und bewerten dabei für Sie das Kündigungsrisiko:

ggg
Bild 3: Bei einem Rotweinfleck haben Sie nichts zu befürchten, solange Sie für den entstandene Schaden aufkommen
  • Nach dem dritten Bier den Chef geduzt? Natürlich besteht hier kein Kündigungsrisiko. Selbst eine Abmahnung wäre unrechtmäßig. Hat Ihr Chef Sie auf der Weihnachtsfeier geduzt, gehen Sie davon aus, dass er sich nicht mehr erinnern kann und warten besser einmal ab, bis er Sie nochmals anspricht. Anders stellt sich die Situation dar, wenn der Chef das „Du“ im normalen Büroalltag weiterführt.
  • Erstreckt sich dank Ihnen ein Rotweinfleck auf dem weißen Hemd des Chefs? Hierbei sollten Sie es nicht bei einer Entschuldigung belassen, sondern anbieten das beschädigte Hemd reinigen zu lassen. Zur Zahlung eines Schadenersatzes sind Sie nicht verpflichtet. Befolgen Sie die Ratschläge, haben Sie keine Kündigung zu befürchten.

Filmriss

  • Sie erinnern sich an den ersten Cocktail – an mehr nicht? Sollten Sie dabei Firmengeheimnisse ausgeplaudert haben kann es zu einer Schadenersatzforderung gegen Sie kommen. Auch eine Kündigung kann folgen.
  • Sexuelle Belästigung auf der Weihnachtsfeier? Hier besteht ein hohes Kündigungsrisiko. Dabei ist es egal ob die Belästigung als kleiner Spaß unter Kollegen gemeint war. Wenn Sie Pech haben, gibt es zur Kündigung noch eine Anzeige mit dazu.
  • Sie haben den Chef beleidigt. Hier wird es ernst. Je nach Schwere der Beleidigung kann Sie dasum Ihren Job bringen. Das Landesarbeitsgericht Hamm entschied, dass in einem Fall von schwerer Beleidigung, eine Kündigung gerechtfertigt wäre. (Az.:18 Sa 836/04).
  • Am Tag nach der Weihnachtsfeier zu spät gekommen oder ohne Entschuldigung auf der Arbeit gefehlt? Beim ersten Mal stellt dies zwar noch kein Grund zur Kündigung dar, kann aber eine Abmahnung nach sich ziehen.

…Hast du schon gehört?…
Der Deckmantel des Schweigens liegt nur in den wenigsten Firmen über den Peinlichkeiten der Weihnachtsfeier. Hatten Sie sich schlecht verhalten oder waren peinlich? Schlimmer ist es fast noch, wenn Sie aus keinem ersichtlichen Grund gefehlt haben. sind besonders beliebt für den Kantinen-Klatsch.

Hallo Kater!
Kaum Schlaf, Ihnen ist schlecht, der Kopf schmerzt. Ans Arbeiten ist nicht zu denken. Klare Gedanken können Sie heute sowieso nicht fassen? Ganz egal! „Business as usual“ ist das Motto der Stunde. Sich krank melden sollten Sie besonders dann nicht, wenn Sie gestern in eines unserer oben genannten Fettnäpfchen getreten sind.

Kater-Tipps die helfen

Hier haben wir einmal Tipps für Sie gesammelt, damit Sie am Tag nach der Weihnachtsfeier auch wirklich fit für die Arbeit sind:

  • Viel Wasser trinken, am besten schon vor dem Schlafengehen
  • Vermeiden Sie säurehaltige Getränke wie Orangensaft
  • Gegen Brummschädel: eine starke Tasse schwarzer Kaffee mit Zitrone oder Brennnesseltee mit Honig (kein Zucker!). Honig besteht aus Fruchtzucker und beschleunigt somit den Alkoholabbau. Normaler Zucker verschlimmert den Kater noch zusätzlich.
  • Gegen Nährstoffverlust hilft eine heiße Bouillon oder Essiggurken
Sie kurbeln Sie den Kreislauf wieder an
  • Den Kreislauf auf Trab bekommen Sie mit leichter Bewegung an der frischen Luft.
  • Zum wach werden: eine lauwarme Dusche mit Lavendel, Rosmarin oder Limone.
  • Gegen die Alkoholfahne am nächsten Morgen: Petersilie kauen oder eine Scheibe Ingwer auf die Zunge legen. Die Speichelproduktion wird durch Mineralwasser mit Zitrone angeregt und schwarzer Tee hemmt die Bakterien, die Mundgeruch erzeugen.
  • Gegen Übelkeit: Ingwertee beruhigt das Nervensystem und regt die Produktion von Magensäure an. Apfelduft hilft zudem gegen Übelkeit. Am besten nach dem Aufstehen an einem Apfelschnitz riechen.
  • Gegen Sodbrennen: Kauen Sie eine rohe Kartoffel.
  • Trinken Sie einen frischgepressten Obst- oder Gemüsesaft, das unterstützt den Entgiftungsprozess

Bilder:
Pixabay.com

 

Vorsicht, Weihnachtsfeier!

Alle Jahre wieder:  die Weihnachtsfeier im Büro

Glühwein-Erlebnistour? Mit den Kollegen so richtig einen drauf machen? Bei den meisten Weihnachtsfeiern ist das nicht so gerne gesehen. Pünktlich zu Weihnachten präsentieren wir in Teil I Fettnäpfchen, die schnell zum Karrierekiller werden können.

Die Weihnachtsfeier bietet eine wunderbare Gelegenheit, um alte Kollegen besser und neue kennenzulernen und dem Chef auf einer persönlichen Ebene zu begegnen. Zudem haben Sie die Möglichkeit, sich ins rechte Licht zu rücken. Weihnachtsfeiern sind motivierend und fördern die Leistungskraft. Von Seiten des Arbeitgebers wird während der Weihnachtsfeier vieles gerne gesehen oder zumindest  geduldet. Vor jeder betrieblichen Feier sind auch vor der Weihnachtsfeier einige Fragen zu klären.

Weihnachtsfeier FAQ

  • Muss jeder zur Weihnachtsfeier eingeladen werden?
    Selbstverständlich! Wer ein erfolgreiches Geschäftsjahr abschließt und besondere Leistungen mit der Belegschaft feiern möchte, muss unbedingt alle Beschäftigten dazu einladen. Außendienstmitarbeiter, freie Mitarbeiter, Mitarbeiter in Elternzeit oder sich im Sabbatical befindliche Mitarbeiter sowie externe Büros müssen ebenfalls zur Weihnachtsfeier eingeladen werden.
  • Teilnahmepflicht an der Weihnachtsfeier?
    Es gibt Gründe, wieso man an der Weihnachtsfeier nicht teilnehmen kann, aber das Fernbleiben sollte gut begründet werden. Dennoch, es ist empfehlenswert an der Weihnachtsfeier teilzunehmen, zumindest für den offiziellen Teil der Feier. Bei der Teilnahme an der Weihnachtsfeier zeigen Sie Teamgeist und tragen zum positiven Betriebsklima bei.

Die Geschenkefrage

  • Was verschenke ich am besten?
    Gute Geschenke sind individuell. Verpflichtende Geschenke wie Bilder und/oder Rahmen sollten vermieden werden. Geschenke mit selbstvernichtendem Charakter wie Whisky, eine Flasche guter Wein, leckere Pralinen oder Theaterkarten sind empfehlenswert.
  • Wichteln – muss ich mich beteiligen?
    Wichteln ist ein Gruppenakt, daher sollten Sie mitmachen. Wie viel man gibt ist egal, es geht um den Spaßfaktor. Allerdings ist alles unter zwei Euro spießig.
  • Tanzen auf der Weihnachtsfeier?
    Angeblich soll tanzen die Intelligenz fördern. Zudem ist es ein eindeutiges Signal Ihrer Körpersprache und trägt zur guten Stimmung bei. Allerdings sollten Sie Taktgefühl besitzen und sich nicht wie ein Kreisel auf der Tanzfläche drehen und die Kollegen dabei belästigen.
  • Wer haftet im Falle eines Unfalls?
    Die Weihnachtsfeier ist eine betriebliche Veranstaltung und somit haftet der Arbeitgeber, egal wie betrunken Sie zur Zeit des Unfalls waren. Der betriebliche Unfallschutz endet, sobald der Chef die Weihnachtsfeier verlässt. Der Heimweg ist zudem immer privat.

Na dann – Frohes Fest!

Ungezwungenes Beisammensein? Fehlanzeige! Kniffelige Situationen mit Chef und Kollegen bleiben auf Weihnachtsfeiern selten aus, noch schlimmer, in seltenen Fällen kann Sie die Weihnachtsfeier sogar den Job kosten (dafür müssen Sie wirklich tief ins Glas geschaut haben!) Fragen wie „was bedeutet eigentlich ‚business casual‚? Wie oft kann ich zum Buffet gehen? Der Chef trinkt nur Wasser, darf ich Alkohol bestellen“? verunsichert so manchen Mitarbeiter.

Die Weihnachtsfeier im Büro Bild: https://foodiesfeed.com
Die Weihnachtsfeier im Büro

Die betriebliche Weihnachtsfeier gleicht einem Schaulauf. Für viele Vorgesetzte ist eine betriebliche Feier eine gute Gelegenheit, die Mitarbeiter einem gesellschaftlichen Benimmtest zu unterziehen. Wer benimmt sich und wer benimmt sich (komplett) daneben? Wer diesen gesellschaftlichen Benimmtest nicht besteht, wird in den Augen des Arbeitnehmers, wohl nicht für höhere Aufgaben in Betracht gezogen werden können. Für Sie haben wir die größten Fettnäpfchen einmal zusammengestellt:

  1. Alkohol
  2. Büroflirt
  3. Kleidung
  4. Manieren
  5. Gesprächsthemen

Alkohol

Einer geht noch! Oder nicht? Auf der Gefahrenskala ganz klar Platz 1! Wieso ist leicht erklärt; er fließt (meist) kostenlos und in Strömen. Bedauerlicherweise lockert genau dieser nicht nur die Zunge, sondern auch die Selbstkontrolle. Die Selbstwahrnehmung geht sowieso flöten und von der Körpersprache brachen wir erst gar nicht zu reden…  Hier wird es gefährlich, denn unbedachte Äußerungen können unschön enden. Man hat Ihnen neulich in einer Bar gesagt Sie tanzen wie Shakira? Probieren Sie es nicht aus! Die neue Praktikantin ist zuckersüß? Hände weg! Dem Chef und den Kollegen einmal sagen was Sie wirklich von Ihnen halten? Halten Sie lieber den Mund! Beleidigungen gegenüber Vorgesetzten und sexuelle Belästigung können Sie den Job kosten.

Coctail Bild: https://foodiesfeed.com
Cocktail

Büroflirt

Haben Sie’s gewusst? Mehr als die Hälfte aller Paare lernt sich über den Job kennen. Dennoch, die Grenze zur dummen Anmachen, oder schlimmer noch, zur sexuellen Belästigung ist schnell überschritten. Ein harmloser Flirt ist erlaubt – mehr nicht! Selbstverständlich gilt dies durch alle Hierarchieebenen.

Büroflirt Bild: https://unsplash.com
Büroflirt

Kleidung

Ihre Kleiderwahl sollte dem Unternehmen angepasst sein. Mit der Weihnachtsfeier möchte sich das Unternehmen, in der Regel bei der Belegschaft bedanken. Wünschenswert ist es, dass Sie als Person in Erinnerung bleiben und nicht Ihre Donald-Duck-Krawatte oder Ihr durchsichtiger Fummel von vor zehn Jahren. Schmuddeliger Räuberzivil und Partykleidung sollten Sie daher unbedingt im Schrank lassen! Mit dem Strom schwimmen ist in diesem Fall die einfachste Lösung.

Manieren

Schon beim Eintreffen können Sie alles falsch machen. Zu Beginn wird der Gastgeber begrüßt, dann alle anderen. Gute Tischmanieren sind eine Selbstverständlichkeit. Für besonders Hungrige: Buffet wird ausschließlich vom Gastgeber eröffnet und die Portionen mit Augenmaß gewählt! Sollten Sie à la Carte wählen dürfen, empfiehlt es sich, nicht das Teuerste auf der Speisekarte auszuwählen, das wirkt gierig und erweckt den Anschein, Sie seien nur des guten Essens wegen hier. Grundsätzlich gilt: nicht wie ein ausgehungertes Raubtier über das Essen hermachen.

Sie haben Ihre Gabel verloren? Lassen Sie diese liegen und verlangen Sie vom Kellner eine neue. Krabbeln Sie bitte nicht unter den Tisch… Sollten Sie Ihr Getränk versehentlich umgeschüttet haben, legen Sie Ihre Serviette auf den Fleck, sofern der Kellner nicht sofort reagiert. Schlimmer wird es, wenn Sie den Rotwein über das Hemd des Sitznachbarn gegossen haben sollten. Rubbeln und tupfen Sie keinesfalls an diesem herum, sondern bieten Ihre Serviette an und bieten Sie an, für die Reinigungskosten aufzukommen.

Weihnachtsfeier im Büro
Hungrig?

Gesprächsthemen

Oberste Regel bei der Weihnachtsfeier: Alltagsthemen aus dem Büro bleiben im Büro. Plaudern und harmlose Anekdoten, der geplante Urlaub etc. sind prima Gesprächsthemen.

Das sollten Sie wissen: Arbeitsrecht und Weihnachtsfeiern

Die Teilnahme an der Weihnachtsfeier ist keine Pflicht. Findet diese allerdings während der Arbeitszeit statt, müssen Sie arbeiten oder sich frei nehmen, sollten Sie dennoch nicht teilnehmen wollen. Arbeitnehmer sind auf der Weihnachtsfeier Unfallversichert, zumindest wenn, die Weihnachtsfeier vom Arbeitgeber organisiert wurde und die gesamte Belegschaft eingeladen wurde. Darüber hinaus muss der Chef oder zumindest dessen Vertreter anwesend gewesen sein. Der direkte Weg zur Weihnachtsfeier ist zudem versichert. Sollten Sie einen Umweg machen, ist der Unfallschutz verfallen. Die gesetzliche Unfallversicherung greift nicht, wenn die Feier außerhalb der Arbeitszeit selbst organisiert wurde. Sollten Sie keinen triftigen Grund für eine Absage haben, sollten Sie unbedingt auf der Weihnachtsfeier erscheinen!

Weihnachtsfeier im Büro Bild: https://foodiesfeed.com
Weihnachtsfeier im Büro

Leider kommt es, trotz des festlichen Rahmens, immer wieder zu unschönen Streitigkeiten die nur durch ein Gericht gelöst werden können. Wir haben einige arbeitsrechtliche Urteile rund um die Weihnachtsfeier für Sie zusammengetragen.

  • Der Arbeitsunfall
    Das Sozialgericht Berlin entschied, dass auch ein Beinbruch auf der Bowlingbahn ein Arbeitsunfall ist und somit von der Unfallversicherung gedeckt wird, wenn sich der Unfall selbst während der betrieblichen Weihnachtsfeier ereignete.
  • Vorteilsnahme
    Das Oberlandesgericht Brandenburg entschied, dass einem Geschäftsführer oder dessen gesetzliche Vertreter, keine gesponserten Feiern, die zur Vergabe weiterer Aufträge führen könnten gestattet sind. Dieser würde sich wegen Vorteilnahme schuldig machen.
  • Kein Anspruch
    Anspruch auf die Preise einer Tombola oder ähnlichem die im Rahmen der betrieblichen Weihnachtsfeier verlost werden, haben nur Teilnehmer dieser Feier.
Die Weihnachtsfeier aus Sicht des Vorgesetzten

Als Vorgesetze sind Sie oftmals auch der Gastgeber und übernehmen somit eine prominente Rolle, die während der gesamten Veranstaltung erhalten bleibt. Wir haben die vier wichtigsten Grundsätze für Ihren perfekten Auftritt zusammengestellt:

  1. So begrüßen Sie Ihre Gäste auf der Weihnachtsfeier
    Die Begrüßung auf der Weihnachtsfeier hängt von der betrieblichen Größe ab. Sollten Sie eine kleinere Belegschaft haben, ist es eine schöne Geste, wenn Sie Ihre Angestellten per Handschlag persönlich begrüßen.  Kleine weihnachtliche Präsente auf den Plätzen der Belegschaft sind zudem eine nette Geste.
  2. Die richtige Ansprache auf der Weihnachtsfeier
    Ausgedehnte Präsentationen lassen Ihre Belegschaft in einen dämmrigen Halbschlaf versinken. Heben Sie stattdessen die herausragende Leistung des Jahres hervor, darüber freuen Sich die Angestellten. Fingerspitzengefühl ist besonders gefragt, wenn einzelne besonders herausgestellt werden, da sonst schnell Neid aufkommt und der festliche Rahmen kippen könnte.
  3. Der richtige Umgang auf der Weihnachtsfeier
    Ein privates Gespräch mit den Mitarbeitern ist immer gerne gesehen. Nach der Ansprache sollten Sie es vermeiden direkt an den Tisch Ihrer Führungskräfte zurückzukehren. Sollte es die Größe der Veranstaltung zulassen, ist es nett wenn, Sie sich an die einzelnen Tische der Belegschaft setzen. Ihre Mitarbeiter werden sich freuen, auch wenn es sich hierbei meist nur um Smalltalk handelt.
  4. Das richtige Timing auf der Weihnachtsfeier
    Als Gastgeber sollten Sie die Weihnachtsfeier nicht vor Ende des offiziellen Teils verlassen.

Bonus
Positiv in Erinnerung bleiben Sie, indem Sie Ihre Wertschätzung zeigen. Bedanken Sie sich am Ende der Feier für die Einladung. Sollten Sie dazu nicht mehr die Gelegenheit haben, bedanken Sie sich am nächsten Tag persönlich oder schreiben Sie eine E-Mail.

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FoodiesFeed – Free Food Pictures

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