Brexit

Nach Brexit Grexit?

Das Brexit-Ergebnis und die Auswirkungen für Manager

Nach Brexit-Entscheidung: Bye-Bye Großbritannien. Nach 43 Jahren verabschieden sich die Briten aus der Europäischen Union und Premierminister David Cameron kündigt seinen Rücktritt an. Eine schwere innenpolitische Krise droht den Briten. Und was droht den Managern?

Es ist ein historischer Tag und die Ereignisse überschlagen sich: Großbritannien verlässt die EU und Großbritanniens Premierminister David Cameron kündigte seinen Rücktritt an. Sein Nachfolger soll bis zum Oktober, dem nächsten Parteitag der Tories, feststehen.

Finanzmärkten droht dank Brexit Black Friday – Pfund in freiem Fall

Insgesamt 52 Prozent haben sich für den Brexit entschieden. Großbritannien, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Union, wird gehen. Niemals zuvor hat ein wichtiges EU-Mitglied die EU verlassen. Welche Ausmaße der Ausstieg mit sich bringt, wird wohl erst in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten zu erkennen sein. Dennoch, das Ausmaß des Brexit lässt sich bereits an den Finanzmärkten erkennen: Das Pfund befindet sich im freien Fall. Im Verlauf der Nacht hat es seinen tiefsten Stand seit 1985 erreicht. Bereits in den zuvor liegenden Monaten wurde Großbritanniens Wirtschaft stark geschwächt.
Vince Cable, ehemaliger Wirtschaftsminister: „Dies ist ein Blutbad – nicht nur an den Finanzmärkten. Die Entscheidung wird auch in der Realwirtschaft schwerwiegende Folge haben.“

Spaltung Großbritanniens?

Abwendbar wird der Zerfall des Vereinigten Königreiches wohl nicht mehr sein. Schottlands Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon kündigte bereits an, sie sehen die Zukunft Schottlands weiterhin in der Europäischen Union.
Erste Stimmen für eine Vereinigung von Nordirland mit der Republik Irland werden bereits laut. Nordirland möchte ebenfalls gerne in der EU bleiben. Die Nation Großbritanniens ist tief gespalten. Immerhin wollten 48 Prozent keinen Austritt aus der EU. Politiker kritisieren britische Wähler wegen ihrer Kurzsichtigkeit und Unverantwortlichkeit.

Standard and Poor’s hatten bereits vor dem Brexit gedroht, Großbritannien das AAA-Rating zu entziehen. Das wird ein Problem, denn das Land ist von ausländischen Investoren abhängig. Der Brexit könnte somit zum Versiegen der benötigten Kapitalflüsse führen.

Don’t panic – Brexit als Chance für Europa

Bleibt die Frage nach der Richtigkeit. Fast alle Politiker und Wissenschaftler haben versucht den Briten vorzuschreiben, wie sie abzustimmen haben. Demokratie bedeutet, dass das Volk sich dennoch anders entscheiden kann. Der Brexit hat nur wenige negative Folgen. Sonderrechte genoss Großbritannien schon immer innerhalb der EU. Dazu gehört auch die Beibehaltung der eigenen Währung. Hätte Großbritannien den Euro eingeführt, wäre eine Abspaltung nur schwer durchsetzbar gewesen und hätte drastischere Auswirkungen auf Europa gehabt.

Der Handel zwischen Europa und Großbritannien wird sich kaum ändern, wenn intelligente Freihandelsabkommen gewählt werden. Britische Exporte werden künftig günstiger werden, Importe teurer und Zinsen werden sich erhöhen. Gravierend wird der erneute Versuch Schottlands sein, seine Unabhängigkeit von Großbritannien zu erreichen. Beim letzten Referendum wurde zu Gunsten für Großbritannien entschieden, da David Cameron den Schotten klar machte, dass eine Abspaltung zu Großbritannien einen Ausstieg aus der Europäischen Union bedeuten würde. Das Argument wird nun wie ein Bumerang zurückkommen und dabei auch gleich Nordirland treffen. Brüssel drohte Athen bereits in der Vergangenheit mit dem Grexit. Das bedeutet, trotz Europa bekommen wir immer mehr landesspezifische Probleme.

  • Deutschland und die Flüchtlinge
  • Frankreich und die Arbeitsmarktreform
  • Österreich und die FPÖ
  • Griechenland und der Grexit

Die Liste lässt sich auf 27 Länder ausweiten. Die Zauberwörter der Stunde lauten Konvergenz und Integration. Um Europa zu verstehen, muss man zunächst lernen, dass Europa nicht dauerhaft Integration und Konvergenz bedeutet. Divergenz als Chance ist die neue, bessere Devise.

Fazit: Wir sollten uns überlegen was Europa eigentlich bedeutet.

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Was Unternehmen von Fußball lernen können

Als Unternehmer vom Fußball lernen

Die Kunst zu führen: Manager lernen vom Fußball

Auf den ersten Blick ist Fußball ein Spiel. Ein Spiel, das Millionen bewegt. Kenner und Fans wissen es schon lange: Fußball ist weitaus mehr als 22 Spieler die einem Ball hinterherlaufen. Auch Unternehmen können von Fußballern lernen.

Ressource Mensch – nicht nur im Fußball

Bei jedem Unternehmen sind die Menschen die wichtigste Ressource. Beim Fußball sind die Feldspieler für den Erfolg verantwortlich. Bei Unternehmen sind es die Mitarbeiter, die wichtige Aufgaben erfüllen und Ziele der Unternehmensleitung umsetzen. „Grau ist alle Theorie – entscheidend ist auf’m Platz“ das sagte schon Alfred (Adi) Preißler (deutscher Fußballspieler und Bundesliga-Trainer).

Stärken optimal einbringen

Jede Position bringt spezielle Anforderungen mit sich, ob auf dem Fußballplatz oder im Büro. Ein überragender Angriffsspieler wird kläglich scheitern, setzt man ihn als Torwart ein. Unternehmen sollten die Tätigkeitsfelder ihrer Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen prüfen, um sicherzustellen, dass diese den größtmöglichen Nutzen bringen und ihr Potential vollstens ausschöpfen können. Dies bedeutet, dass der ein oder andere Mitarbeiter ein ganz neues Aufgabengebiet bekommen könnte. Beim Fußball greift ein Zahnrädchen in das andere. Jeder Spieler weiß, was der andere macht. Er kennst seine Aufgabe genaustens und kann zur Gesamtleistung des Teams beitragen. Um effizient arbeiten zu können, ist es daher unabdingbar, dass die einzelnen Mitarbeiter ihre Aufgaben und Zielvorgaben kennen und darüber hinaus wissen, wofür sie genau verantwortlich ist. Kurzum: jeder muss seinen Beitrag zum Gesamtergebnis kennen.

Teambuilding

Je besser ein Team oder eine Gruppe zusammenarbeitet, desto größer sind die Aussichten auf Erfolg. Diversity Management spielt hierbei eine zentrale Rolle, denn eine gute Mischung unterschiedlicher Typen macht das Team erfolgreich. Unterschiedliche Aufgaben benötigen unterschiedliche Typen und Fähigkeiten: Erfahrene, Junge, Analytiker, Macher, Kreative, Denker, Männer, Frauen etc. Ein Team ist ein komplexes Gebilde, dessen wesentlicher Faktor die Soft Skills der einzelnen Teammitglieder sind. Besonders für Unternehmen gilt daher, in Bewerbungsgesprächen nicht primär auf die Hard Skills der Bewerber zu schauen, sondern sich auch den Soft Skills anzunehmen. So steigen zum Beispiel im Fußball die Erfolgschancen mit einem eingespielten Team, Analog der Aussage von Sir Alfred Ernest Ramsey (englischer Fußballspieler und -trainer) „Never change a winning team.“ Das ist zwar nicht immer möglich und sicherlich auch nicht immer richtig, aber ein wenig Wahrheit ist dennoch dabei. Denn, gibt es innerhalb eines Teams oftmals einen Wechsel, müssen sich alle Teammitglieder neu anordnen und zusammenfinden. Eine erfolgreiche mittel- und langfristige Planung wird nicht mehr möglich, wenn es in der Führungsebene permanente Wechsel gibt. Um das spezifische Wissen in einem Unternehmen zu halten, sind personelle Kontinuität essentiell.

Schlüsselrolle Führungskraft

Vom Trainer hängt es ab, ob eine Fußballmannschaft ihr komplettes Potential ausschöpft. Er hat die Aufgabe, die Mannschaft auf das Spiel vorzubereiten, zu motivieren und deren Leistungen zu verbessern. Führungskräfte haben ähnliche Aufgaben, denn auch sie tragen die Verantwortung für die Leistungen ihres Teams. Üben Führungskräfte oder Trainer zu viel Druck aus, hemmt dies die Leistungsfähigkeit der einzelnen Teammitglieder. Vielmehr kommt es auf eine gute Beziehung zwischen Trainer/Spieler und Führungsposition/Mitarbeiter an. Nur wer Fehler machen darf, kann aus diesen lernen. Dürfen keine Fehler gemacht werden, trauen sich die einzelnen Teammitglieder automatisch weniger zu.

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Am heutigen 10. Juni 2016 beginnt das nächste Fußball-Fest mit der Europameisterschaft. Das Eröffnungsspiel des Gastgeber-Landes Frankreich findet im Stade de France in St-Denis statt. Alle Termine, Ergebnisse, Gruppen und Kurzporträts der Austragungsorte zur EUEFA Euro 2016 in Frankreich finden Sie auf der Seite von TZ. Zusätzlich können Sie sich den Spielplan als PDF herunterladen.

AI arbeiten im Jahr 2050

AI so geht HR im Jahre 2050

Demografischer Wandel, Industrie 4.0, Fachkräftemangel, Flüchtlingskrise, Digitalisierung am Arbeitsplatz und AI. Bedeutende Themen, welche die Arbeitswelt in Zukunft stark beeinflussen werden oder doch nur Worthülsen? Zur Zeit die wohl spannendsten Themen jenseits aller Employer Branding und Personalmarketing Themen. 

Die HRler haben es schwer. Immer wieder werden sie in Diskussionen, wie sich die Arbeitswelt in Deutschland hinsichtlich Industrie 4.0, dem demographischen Wandel oder dem Fachkräftemangel verändern wird, verwickelt. Die Kernfrage bleibt dabei immer gleich: Erleben wir mittelfristig einen Fachkräftemangel? Der Trendforscher Jánszky hat sich mit seinem Zukunftsinstitut diesem Thema in zahlreichen Studien und Buchpublikationen angenommen.

Laut Jánszky hat die künstliche Intelligenz (AI, aus dem engl. Artificial Intelligence) mittlerweile an Geschwindigkeit und Dynamik zugelegt. Aus früheren Erfahrungen haben wir keine Vergleichswerte. Die künstliche Intelligenz wird, ohne Frage, die Menschheit in den folgenden Jahrzehnten stärker als jeder andere Trend verändern. Diese Auswirkungen sind bereits heute bedeutender als alle Finanz-, Flüchtlings-, oder Klimakrisen zusammen, so Jánzsky im Saatkorn Interview. Wieso das so ist wird an einem Beispiel klar. Technologische Entwicklungen vollziehen sich exponentiell, wobei die Kapazität, Geschwindigkeit und Effizienz stetig weiter steigt. Menschen hingegen prognostizieren innerhalb ihres Erfahrungshorizontes, gleichbleibend, linear. Der daraus entstehende Nachteil liegt auf der Hand, wir liegen stetig falsch. Das wirkt auf manche bedrohlich, unsicher, als risikoreich und auf andere als Chance zur Verbesserung. Hier wird es persönlich, denn je nach individueller Betrachtungsweise sieht sich jeder Einzelne entweder auf der Gewinner- oder Verliererseite der technologischen Entwicklung.

AI im Jahre 2020 – mehr Roboter als Menschen?

AI arbeiten 2050

Bereits heute werden intelligente Computer eingesetzt, beispielsweise in der Krebsdiagnostik. Das ist eine wunderbare Entwicklung, denn so kann diese furchtbare Krankheit besser erkannt und therapiert werden, was weniger Todesfälle zur Folge hat. Demgegenüber steht der tägliche Gebrauch intelligenter Computer. Laut Jánszky können intelligente Computer bereits in 2-3 Jahren die Arbeit in Callcentern antreten. So sollen 80 Prozent der Anrufe vorhergesehen werden, noch bevor es überhaupt klingelt. Beim ersten Klingeln bekommt so der Callcenter-Mitarbeiter angezeigt worum es sich wahrscheinlich handelt und wie man dieses Problem lösen kann. Unvorstellbar, oder? Für den Verbraucher hat das ganz klar seine Vorteile: Eine Lösung ohne vorher 100 mal anrufen zu müssen, 30 mal mit unterschiedlichen Leuten gesprochen zu haben und am Ende doch keine Lösung zu haben. Wir können diese Lösung kaum erwarten! Die intelligenten Computer können unser aller Leben verbessern.  Heute werden sie bereits in diesen Feldern erfolgreich eingesetzt:

  • Bildung weltweit
  • Effizientere Hörgeräte
  • Krankheitsdiagnostik
  • Umweltschutz
  • Zur Entwicklung regenerativer Energien
  • Helfen Menschen mit Behinderungen
  • Therapiefindung
  • Navigationssystemen
  • Empfehlungssystemen wie Holidaycheck oder Amazon

Unzählige Roboter werden , dank AI,  bereits erfolgreich als Rasenmäherbots, Staubsaugerbots, Rettungsbots, Industriebotsoder OPbots eingesetzt.
Wusste Sie, dass bereits heute mehr als 10 Millionen Roboter auf unserem Planeten „leben“? Bis ins Jahr 2020 werden wir mehr Roboter als Menschen haben. Ihre Zahl wird zweifelsohne die Milliardenmarke knacken. Jede Entwicklung hat allerdings auch Nachteile.

Die nächsten 30 Jahre wird sich, lauf Jánszky, nichts daran ändern, dass die Vorteile überwiegen. AI dient uns als Assistenz und verbessert unser aller Leben. Beachten muss man allerdings, dass die AI in absehbarer Zeit das allgemeine Intelligenzniveau der Menschen erreichen werden. Zukunftsforscher nennen diesen Zustand auch Singularität. Diese wird nach heutigen Prognosen in den Jahren 2050 bis 2090 eintreten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die heute unter 50 Jährigen diesen Zustand erleben werden, ist gegeben. Bereits kurze Zeit später wird die AI die menschliche Intelligentz übersteigen. Ob das ein Nachteil ist, vermag heute noch niemand zu sagen. Was man aber mit Sicherheit behaupten kann, ist dass es eine noch nie dagewesene Herausforderung für die Menschheit bedeuten wird.

Fachkräftemangel

Laut Saatkorn ist der Fachkräftemangel wissenschaftlich nicht nachvollziehbar. Was zu diesem Hype geführt hat, lässt sich heute nicht mehr rekonstruierten. Eine Möglichkeit ist eine US Studie aus dem Jahr 2013, die damals für den amerikanischen Arbeitsmarkt veröffentlichte, dass 47% der Jobs ersetzbar wären. Auf den deutschen Arbeitsmarkt lässt sich diese Studie nicht anwenden, da sich der US-Arbeitsmarkt deutlich unterhalb des deutschen Bildungsniveaus befindet und auch die wirtschaftlichen Kosten der Ablösung von Menschen ausgeführten Jobs bei Übernahme durch Roboter/Computer nicht mit eingerechnet wurden.

Realistische Prognosen für den deutschen Arbeitsmarkt sehen in den nächsten zehn Jahren in der Tat eine Vielzahl von Arbeitsplätzen verschwinden, aber auch neue entstehen. In Zahlen bedeutet dies das bis 2025 ca. 60.000 Arbeitsplätze verschwinden werden. Allerdings müssen die demografischen Entwicklungen gegengerechnet werden. Konkret bedeutet das, dass die Babyboomer in Rente gehen und somit 6,5 Mio Arbeitnehmer dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen.  Von diesen 6,5 Millionen müssen die 2,7 Millionen Erwerbslose sowie die 60.000 Stellen für AI abgezogen werden.

Das Ergebnis ist eine Lücke von 3-4 Millionen unbesetzter Jobs in Deutschland. Um das noch einmal zu verdeutlichen: Es gibt diese Jobs, aber keinen passenden Arbeitnehmer. Jánszky beschrieb dieses Szenario bereits vor einigen Jahren in seinem Buch „2025 – So arbeiten wir in der Zukunft“. Problematisch wird es somit erst mit dem Erreichen der Singularität. Kritisch wird es für Berufe, die ein niedriges oder mittleres Bildungsniveau voraussetzen, denn diese Arbeiten könnten ab 2040 von AI übernommen werden. Erste Anzeichen sieht man dafür heute schon, zum Beispiel der Akademisierung vieler Branchen. Jánszky geht sogar so weit zu behaupten er könne sich vorstellen, dass 2040 fast jeder Abitur macht und auch der Intelligenzgrad der Menschheit rasant ansteigt. Zudem weist er darauf hin, dass das menschliche Gehirn nur bedingt steigerbar ist und auf Dauer den IQ Wettstreit gegen AI verlieren wird.

Berufsbilder im Wandel

Die Jobs werden sich spätestens dann wandeln und anpassen müssen. Besonders betroffen werden hier Ärzte, Lehrer oder Anwälte sein. Bleibt die Frage nach den Menschen die keine Arbeit finden und wer diese finanziert. Bis 2040 werden laut Jánszky alle Arbeitnehmer gebraucht, auch wenn sich deren Jobanforderungen verändert werden. Angeblich soll die Konjunktur brummen und die Produktivität steigen, das oben beschriebene Problem soll somit kaum spürbar sein. Nachdem AI die Intelligenz der Menschen überstiegen hat, sieht das Szenario allerdings anders aus. Wie das aussehen mag, vermag heute niemand zu sagen. Zugegebenermaßen ein erschreckendes Ereignis, deren Weichen wir bereits heute mitgestallten.

HR-Strategien der Zukunft

In dem Buch „Das Recruiting Dilemma“ von Jánszky geht hervorragend auf dieses Szenario ein. Es beschreibt zum einen die Fluiden Unternehmen und die Caring Companies. Personalchefs werden entweder zu Chief Change Officers oder sie verschwinden ganz von der Bildfläche. Die primäre Aufgabe der neuen Chief Change Officers wird es sein, die vermischenden Übergänge zwischen den einzelnen Abteilungen zu steuern. HR-Abteilungen werden einen Mehrwert anbieten müssen. Stand heute ist, dass es viele HR-Abteilungen nicht schaffen werden, diesen Mehrwert anzubieten sie werden folglich verschwinden.

Mehr von Trendforscher Jánszky gibt es in seinem Zukunftsgonkress. Dieser findet im Juni in Wolfsburg statt.

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Fit im Job

Fit im Job – der gesunde Arbeitsplatz

Tipps für den gesunden Arbeitsplatz

Die ganze Woche Stress, unausgewogenes Essen in der Kantine, stundenlanges Sitzen: so manche Gesundheitsfalle verbirgt sich am Arbeitsplatz und im Berufsalltag. Wie sich Arbeitnehmer effektiv schützen können, lesen Sie in unserem Blogbeitrag.

Gesunder Arbeitsplatz

Das wissenschaftliche Institut der gesetzlichen Krankenkasse AOK berechnete, dass ein Arbeitnehmer in seinem Arbeitsleben durchschnittlich 80.000 Stunden am Arbeitsplatz vor dem Bildschirm sitzt und nur noch jeder zehnte Arbeitnehmer seinen Körper im Beruf belastet. Das bekommt dem Menschen nicht. Bleibt die durchaus berechtigte Frage: was tun?

Gesundheitsorganisationen empfehlen mindestens 150 Minuten Bewegung in der Woche. Fährt man mit dem Fahrrad oder geht zu Fuß, erreicht man diese Empfehlung gegebenenfalls schon. Ergänzend sei gesagt, dass es sich bei der Bewegung nicht zwangsläufig um Sport handeln muss, sondern jede Art von körperlicher Bewegung zählt. Wer zudem eine Haltestelle früher die S-Bahn verlässt, verschafft sich Bewegung und einen gesünderen Arbeitsplatz.

Gesunder Arbeitsplatz – ist hierfür lediglich der Arbeitnehmer verantwortlich?

Für viele Arbeitnehmer ist es Privatvergnügen sich um die eigene Leistungsfähigkeit, die Gesundheit und die persönliche Fitness zu kümmern. Allerdings sind heute bereits Gesundheitsprogramme fest in die jeweiligen Unternehmenskulturen verankert, denn immer mehr Arbeitnehmer leiden unter berufsbedingten Rückenschmerzen und Co. Überdies ist der häufigste Grund für Fehlzeiten das Kreuz mit dem Kreuz. Gleichzeitig nimmt die Ernährung eine zentrale Rolle beim Thema Gesundheit ein. Um den Körper mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen, fehlt am Arbeitsplatz oftmals die Zeit, von entspanntem Essen ganz zu schweigen. Über das Leistungstief können, zumindest kurzzeitig, Muntermacher wie Kaffee, Kekse, Schokolade, Energydrinks, Kuchen oder Snacks hinweghelfen. Nachhaltig und gesund sind diese Schnellversorger nicht und den Arbeitsplatz machen diese auch nicht gesünder.

Niemals ohne Frühstück in den Tag starten

Gesunder Arbeitsplatz

Viele Arbeitnehmer frühstücken nicht, bevor sie zur Arbeit aufbrechen. Kein größeres Problem, wird dieses direkt am Arbeitsplatz nachgeholt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sieht hierfür ein nährstoffreiches Frühstück aus fettarmen Milchprodukten und Vollkorn- oder Getreidehaltigen Lebensmitteln als sinnvoll an. Diese Kombination versorgt den Körper mit der dringend benötigten Energie für den Arbeitsalltag. Auch Obst und Gemüse sowie Wasser, Tee oder Kaffee ohne Milch und Zucker. Die Mittagspause lässt leider oftmals nur Zeit für eine ausgiebige, oft schnelle Mahlzeit. Allerdings sollte man sich vor der Mittagspause und nach der Mittagspause kleinere Snacks gönnen, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Dies wirkt sich positiv auf das Leistungsvermögen aus. Auf Kuchen, Kekse und Schokoriegel sollte dabei möglichst ganz verzichtet werden. Als Alternative dienen Obst oder fettarme Milchspeisen mit Getreideflocken. Das Sättigungsgefühl hält länger an und die Konzentration flaut nicht so rasch wieder ab.

Die Mittagspause

In der Mittagspause suchen viele Arbeitnehmer die Kantine, ein Restaurant, den Bäcker oder einen Imbiss auf. Grundsätzlich sollte auch hier bevorzugt gesunde Nahrung auf dem Teller landen, was sich allerdings als schwierig erweisen dürfte. Die Hauptmahlzeit kann auch, einmal die Woche, durch eine große Portion Salat ersetzt werden. Hier sollte allerdings darauf geachtet werden, dass das Dressing aus Essig und Öl und nicht aus Fertigdressing oder Sahne oder Joghurt besteht. Pommes Frites oder Kroketten sollten durch Reis, Nudeln oder Kartoffeln ersetzt werden, wenn möglich aus Vollkorn hergestellt.  Zu fettige Mahlzeiten senken die Leistungsfähigkeit.

Sollten Sie den ganzen Tag vor dem Computer sitzen, ist es zudem wichtig, genügend Vitamin A zu sich zu nehmen. Vitamin A ist für die Sehkraft verantwortlich und ist unter anderem in Karotten, Fenchel, Grünkohl, Eigelb und Fischölen enthalten. Raucher und Passivraucher haben einen besonders hohen Anspruch an einen gesunden Arbeitsplatz, da sie einen erhöhten Vitamin A und E Bedarf aufweisen. Außerdem kann dieser durch hochwertige Speiseöle wie Weizenkeim- und Sonnenblumenöl gedeckt werden.  In stressigen Situationen wird die Ausschüttung von Serotonin gebremst. Dieses wird auch auch als Wohlfühlhormon bezeichnet. Mit einer trytophanreichen Ernährung können Sie entgegenwirken und Ihren Arbeitsplatz ein bisschen gesünder machen. Der Protein-Baustein Trytophan ist unter anderem in Avocados, Bananen, Cashewkernen und Ananas enthalten. All diese Nahrungsmittel eignen sich hervorragend als gesunder Snack im Arbeitsalltag.

Kaffee – die Alltagsdroge

Gesunder Arbeitsplatz

Die Deutschen trinken durchschnittlich 148 Liter Kaffee pro Jahr. Das macht knapp einen halben Liter pro Tag. Eine einzige Tasse enthält bis zu 120 Milligramm Koffein. Bereits nach 20 – 30 Minuten entfaltet das Koffein seine Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Diese Wirkung kann bis zu 6 Stunden anhalten. Koffein kann die psychomotorische Leistungsfähigkeit steigern, daher gehört ein Kaffeevollautomat auch fast überall zum Standard Büroinventar. Beachten Sie dabei allerdings unbedingt, dass Kaffee abhängig machen kann und somit Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen auftreten können. Ein gesunder Arbeitsplatz gestaltet sich ganz besonders schwierig, wenn Sie sich häufiger auf einer (längeren) Geschäftsreise befinden.  Hier einige Tipps für Geschäftsreisende:

  • Für den kleinen Hunger: Trockenfrüchte, Nüsse oder Müsliriegel
  • Mehrere kleine Mahlzeiten, sonst kommt der Heißhunger
  • Wenn Sie um Fast Food nicht herum kommen, sollten Sie bevorzugt ein Brötchen, Sushi oder Döner konsumieren und die Finger von Currywurst, Pizza und Burgern lassen
  • An Flughäfen und Bahnhöfen werden neuerdings Obstsalate und Fruchtsäfte angeboten. Hier können Sie beherzt zulangen
  • Vollkornbrot, Trauben, Karotten, Kohlrabi und Äpfel lassen sich prima transportieren
Gesunder Arbeitsplatz – Bewegung im Büroalltag

Der moderne Büromensch sitzt. Auf dem Weg zur Arbeit, im Büro am Schreibtisch und auf dem Weg nach Hause. Dieses Verhalten bringt jede Menge kleinerer und größerer Problemchen mit sich. Hier einige gesunde Tipps:

  • Laufen Sie in der Mittagspause spazieren. 15 – 20 Minuten sind bereits förderlich für die Gesundheit
  • Steigen Sie eine Haltestelle vor dem eigentlichen Ziel aus und laufen den Rest zu Fuß. Sollten Sie nicht mit den Öffis fahren, parken Sie etwas weiter weg und laufen. Noch besser, nehmen Sie den Drahtesel, der freut sich
  • Telefonate und E-Mails sind bequem, ein kurzer Spaziergang in eine andere Abteilung sorgt für Schwung.

Gesunder Arbeitsplatz

Die Mittagspause sollte unbedingt eingehalten werden und noch viel wichtiger ist, dass diese nicht am Schreibtisch stattfinden. Zum Schluss haben wir noch ein paar Rückenübungen für den gesunden Arbeitsplatz für euch aufgestöbert.

Belastung der Bildschirmarbeit – Tipps für einen gesünderen Arbeitsplatz

Dauersitzen und Bewegungsmangel belasten nicht nur den Rücken, sondern den kompletten Bewegungsapparat und fördert dabei die Unbeweglichkeit. Menschen, die viel am Computer arbeiten, sollten daher unbedingt auf genügen Bewegung, dynamisches Sitzen und Pausen achten. Der Bildschirmarbeitsplatz sollte optimal auf seinen Nutzer eingerichtet sein, da sonst Verspannungen und Verschleißschäden erfolgen können. Des Weiteren führen Haltungsschäden zu Seh- und Durchblutungsstörungen, Kopfschmerzen und psychischen Belastungen. NEW SEARCH Personal- und Managementberatung hat für Sie eine Checkliste für einen gesunden Bildschirmarbeitsplatz zusammengestellt:

Checkliste: Bildschirm

  • Abstand der Augen zum Bildschirm beträgt zwischen 50 und 80 cm
  • Blend- und Reflexfreiheit
  • Strahlungsarmut
  • Flimmerfreier Monitor
  • Angenehme Kontrasteinstellung
  • GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit
  • Bildschirmgröße ist mindestens 15 Zoll (38 cm Bildschirmdiagonale)
  • Bildschirm kann bewegt werden (Drehen und Neigen)

Checkliste: Arbeitsumgebung

  • Lärmschutz
  • Ausreichende Beleuchtung (Fenster, Lampen)
  • Klimatische Bedingungen (Belüftung, Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Schadstoffe in der Luft)

Checkliste: Bürostuhl

  • Verstellbare Sitzflächenneigung
  • Atmungsaktive Polsterung
  • Höhen- und Tiefenverstellbarkeit
  • Fünf Rollen (Kippsicherheit)
  • Prüfsiegel (z. B. TÜV)

Checkliste: Maus und Tastatur

  • Weicher Anschlag
  • Ergonomisch geformt
  • GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit

Checkliste: Schreibtisch

  • Stabil
  • Höhenverstellbar
  • Ausreichend große Arbeitsfläche (sowohl in der Breite wie auch in der Tiefe)
  • Ergänzender Steharbeitsplatz mit Stehhilfen

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Markenwahrnehmung beeinflusst Bewerber

Emotionen für die Markenwahrnehmung

Bewerber wollen Emotionen – Markenwahrnehmung im Personalmarketing

In einer aktuellen Umfrage vom Januar 2016 veröffentlichte Nielsen den Zusammenhang zwischen Emotionen in Fernsehwerbung und dem daraus resultierenden Erfolg. Emotionen spielen eine zentrale Rolle bei der Markenwahrnehmung. 

Viele Menschen würden sagen, dass ihre Entscheidungen auf klaren Fakten basieren oder zumindest auf logischen Schlussfolgerungen. Dies stimmt so allerdings nicht, denn wir sind irrational in unserem Handeln, was sich besonders stark im Konsumverhalten eines jeden einzelnen wiederspiegelt. Dieses Verhalten triff auch auf Bewerber zu.

And emotions are central to advertising. There are many theories about how advertising works, but the general consensus across all modern theories is that emotions are at the heart of the relationship we have with brands. They influence our conscious decisions and drive our nonconscious decisions.

Lässt sich das Konzept von positiven Emotionen tatsächlich auf den Arbeitsmarkt und auf einzelne Stellenanzeigen anwenden? Ja. Einige Wissenschaftler argumentieren, dass das Ergebnis bei der Jobsuche vom jeweiligen emotionalen Zustand des potentialen Arbeitnehmers abhängt. Bewiesen ist diese Theorie allerdings nicht, dennoch gibt es eine Veröffentlichung von Cynthia Kay Stevens und Meyeong-Gu Seo mit dem Titel  „Job Search and Emotions„.

Bewerber wollen Emotionen

In the job search context, emotial regulation may influence outcomes such as a seekers‘ judgment and decisions concerning employers (e.g. opting not to apply for some jobs to avoid potential rejection) or search strategies (e.g. focusing on preparatory rather than active search behaviours) […]

Die Marke belohnt und bindet Kunden

Die Markenwahrnehmung kann das Kaufverhalten drastisch verändern. Sie beeinflusst die Physiologie des Gehirns, indem sie anders verarbeitet wird als ein bekannter Artikel. Dieses Phänomen lässt sich auch auf das Personalmarketing anwenden. Ein bekannter Arbeitgeber wird von potenziellen Bewerbern anders wahrgenommen als ein unbekannter Mitbewerber.

Setzt beim Kauf der Verstand aus?

Die Marke setzt eine Aktivierung im ventromedialen präfrontalen Kortex ab. Dies bedeutet, dass eine Kaufentscheidung von folgenden vier Faktoren beeinflusst werden:

  1. Der Preis
  2. Das Belohnungssystem im Gehirn, beim erkennen einer Marke
  3. Die aktive Entscheidung diesen Kauf zu tätigen
  4. Verarbeitung von Kontextinformationen

Daraus lässt sich ableiten, dass Preissenkungen alleine nicht zu loyalen Kunden führt. Wer loyale Kunden möchte, muss diese belohnen. Die Theorie lässt sich problemlos auf das Personalmarketing anwenden.

Es kann gesagt werden, dass sich einige neue Möglichkeiten im Personalmarketing ergeben. Über dieses Thema dürfte in nächster Zeit viel diskutiert werden. Zu Beginn reicht es, sich über die Möglichkeiten bewusst zu werden. Personalentscheider sollten sich fragen, wie sie Einfluss auf die Emotionen ihrer Bewerber nehmen können. Bei diesem Prozess sind wir Ihnen gerne behilflich.

Internet der Dinge - Industrie 4.0

Internet der Dinge – Industrie 4.0

Bis 2025 global bis zu 11 Billionen US-Dollar Mehrwert durch das Internet der Dinge

Die intelligente Vernetzung von unterschiedlichen Geräten und Maschinen, das ist das Internet der Dinge und dieses kann nun global einen Mehrwert von bis zu 11 Billionen US-Dollar schaffen. 11 Billionen US-Dollar – das entspräche ca. 11 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistungen. Potentiell den größten Einfluss hat das Internet der Dinge in den Fabriken (bis zu 3,7 Billionen), auf Städte (1,7 Billionen) und das Gesundheitswesen (1,6 Billionen).  

Dennoch ist das Internet der Dinge für viele noch immer ein Mysterium und das, obwohl es mittlerweile die Messen beherrscht, dabei erscheint es häufig in Form von Smart Homes und/oder Wearables. 88 Prozent der Deutschen können laut einer Telekom-Studie noch immer nichts mit dem Begriff anfangen.  Die Anwendungsbeispiele sind dabei weitaus bekannter, wie beispielsweise Sportarmbänder. Die Anwender wissen dabei allerdings oftmals nicht, dass es sich hierbei um das Internet der Dinge handelt. Aufklärungsarbeit seitens der Hersteller und Anbieter bleibt daher bestehen.

Das Internet der Dinge – ein Buzzword macht Karriere 

Im Internet der Dinge kommuniziert alles mit allem, allerdings ohne den Menschen. Das Ziel des Internet der Dinge ist es, allen Dingen, die bisher auf menschliche Steuerung angewiesen waren, eine Art Eigenleben einzuhauchen, mit Hilfe des Internets versteht sich. Durch diese dauerhafte Vernetzung mit dem Internet soll der Gebrauchswert der benutzten Gegenstände ansteigen. Zu Beginn möchten wir einmal die wohl wichtigsten, bzw. meist genutzten Buzzwords (Schlagwörter) mit Verbindung zum Internet der Dinge definieren.

Das Internet der Dinge IoT


IoT steht für Internet of Things, also Internet der Dinge. Dieses steht dafür, dass der bekannte Computer immer weiter verschwindet und durch die sogenannten smarten Geräte ersetzt wird. Smarte Geräte sind dabei nicht nur Tablets oder Smartphones, sondern Geräte des Alltages. Diese werden mit Prozessoren, Netzwerktechnik und Sensoren ausgerüstet. Die Möglichkeiten für diese smarten Geräte sind (fast) unendlich. So reichen sie von einer ferngesteuerten Kaffeemaschine bis zur ferngesteuerten smarten Fabrik. Eines verändert sich dabei allerdings nie: Die smarten Geräten sollen den Alltag so angenehm wie möglich machen und diesen erleichtern.

Application Programming Interface API


APIs machen den Austausch zwischen den smarten Geräten und dem Internet möglich. Offene APIs können so beispielsweise Daten von der Überwachungskamera eines Herstellers zum Smartphone eines anderen Herstellers übertragen. So erhalten Sie die Bilder Ihrer Überwachungskamera auf Ihr Smartphone, auch wenn Sie sich gerade im Büro, bei den Schwiegereltern, dem Nachbarn oder im wohlverdienten Urlaub befinden.

Bluetooth Low Energie BLE


BLE wird auch Bluetooth 4.0 genannt. Hierbei handelt es sich um eine Variante des bekannten Bluetooth. Smarte Geräte können sich dank BLE permanente drahtlos mit anderen smarten Devices aus der Umgebung unterhalten. Dies schont den (ohnehin oft strapazierten) Akku. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Geräte nicht bei jedem Aufeinandertreffen neu verbunden werden müssen, denn sie erkennen sich bereits vollautomatisch.

Cloud-based Application

Dienst und Apps werden im Internet der Dinge oftmals im Internet gehostet. Neue Infrastrukturen, teure Software und Personal werden somit nicht benötigt. Ein weiterer Vorteil ist, dass die angehäuften Daten bereits in einer Cloud gesammelt werden und so problemlos zwischen den einzelnen Apps und Diensten weitergesendet werden können.

Embedded Intelligence


Embedded Intelligence wird auch Embedded Computing genannt und beschreibt Systeme, die nur ein Ziel verfolgen und einige wenige, spezifische Aufgaben ausführen. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass an Hard- und Software gespart werden kann, was zu schlankeren Systemen führt. Durch die Einsparung können diese smarten Geräte ihre Funktionalität im Zusammenspiel mit anderen smarten Geräten voll entwickeln.

iBeacon


Apple führte bereits 2013 diesen Standard für die Navigation in geschlossenen Räumen ein. Die Geräte sind klein und bewusst günstig in der Anschaffung. Sensoren senden ein BLE-Signal aus. Hat man genügend Signale, können diese sehr exakt den Standort erfassen und so beispielsweise genau passende Werbung zu einzelnen Produkten an das Smartphone des Einkäufers senden, wenn sich dieser just in diesem Moment vor dem entsprechenden Regal befindet.

Interoperability


Der Austausch zwischen den einzelnen Geräten wird Interoperability genannt. Im Idealfall können so sämtliche Geräte und Maschinen reibungslos und effektiv zusammenarbeiten.

Industrie 4.0


Hier handelt es sich um die smarte Vernetzung von Fabriken. Die 4.0 spielt dabei auf die vierte industrielle Revolution an.

Komplette Produktionsanalagen können sich Dank M2M-Kommunikation permanent unterhalten und ihre gesammelten Informationen über Sensoren austauschen. Dies verkürzt Prozesse ungemein, ist kostengünstig und effizient. Dank RFID-Chips können Rohstoffe den verarbeitenden Maschinen sagen wo sie hin müssen und aus ihnen hergestellt werden soll.
Quasi das smart Home der Wirtschaft.

Location Technologies

Hier wird die Lokation eines bestimmten Gerätes an Sensoren übermittelt. Die Möglichkeiten die sich hieraus ergeben sind enorm. So können beispielsweise selbstfahrende Autos realisiert werden und auf den Nutzer zugeschnittene Werbung direkt auf das Smartphone gesendet werden.

Machine-to-Machine-Communication/Technology (M2M)


Bei M2M wird das Zutun des Menschen nicht benötigt. Maschinen können sich untereinander unterhalten. Um diese Funktion zu gewährleisten, müssen permanent Daten über Sensoren ausgetauscht werden. Die Möglichkeiten sind auch hier enorm. So können beispielsweise Autos in einer Garage die einzige freie Parklücke finden, ohne dass der Fahrer diese erst suchen muss.

Radio Frequuency IDentification Tags (RFID Tags)

Im Internet der Dinge bieten RFID Tags wichtige Daten. Mit RFID Tags lassen sich so unter anderem Warenbestände verwalten. Die Tags sind klein und können somit problemlos an der Ware angebracht und später gescannt werden. Ein Sichtkontakt ist dabei nicht von Nöten. Ein entscheidender Vorteil ist, dass Geräte RFID Tags in großer Zahl zeitgleich lesen können, was bei Strichcodes nicht funktionieren würde. RFID Tags funktionieren zudem nicht nur aufgedruckt, sondern auch unter der Haut und in Metallteilen.

Sensoren


Sensoren könnten als Brücke zwischen der echten und der digitalen Welt bezeichnet werden. Sie messen unter anderem die Helligkeit oder die Temperatur.

Ubiquitous Computing


Kleine Computer werden in Gegenstände des Alltags eingebaut. Diese müssen, um zu funktionieren, immer angeschaltet sein. Ubiquitos Computing sind somit Computersysteme, die 24 Stunden 7 Tage die Woche laufen. Dauerbetrieb.

Wearables

Besonders beindruckend sind die Produktionen des Internet der Dinge. Einige davon kann man anziehen, die sogenannten Wearables. Dazu gehören unter anderem Sportarmbänder, Schrittzähler, Smart Watches und vieles mehr.

Zurzeit verhalten sich viele Unternehmen beim Thema Internet der Dinge und Industrie 4.0 noch vorsichtig. Welches Potenzial mit dem Internet der Dinge und somit Industrie 4.0, gerade für den Mittelstand, verbunden ist, zeigt eine aktuelle Studie des Frauenhofer-Institutes IML.

Industrie 4.0 – die Zukunftsfabrik

Industrie 4.0
Industrie 4.0, Foto: Fotolia

Was ist Industrie 4.0?

Produkte können ganz anders hergestellt werden, wenn IT- und Fertigungstechnik miteinander verschmelzen. Aber was ist eigentlich Industrie 4.0? Industrie 4.0 ist ein Ingenieursmodewort und drückt den historischen Anspruch aus. Diese vierte industrielle Revolution soll die Rückkehr zum Unikat bringen, nach Jahrzenten der Massenfertigung. Jede der vorgegangen industriellen Revolutionen haben das Entstehen unserer Alltagsprodukte entscheidend geprägt. Die erste industrielle Revolution wurde durch die Dampfmaschine eingeleitet. „Diese“ Dampfmaschinen übernahmen die Arbeit, die damals noch von Hand durchgeführt wurde und das im großen Stil.

Die Fließbandfertigung brachte, mit der zweiten industriellen Revolution, die Produktion einen weiteren Schritt nach vorne. Henry Ford konnte somit sein Modell T von 1914 in einer effektiven Stückzahl fertigen. Diese dadurch entstandene enorme Stückzahl ließ den Preis seinen Autos drastisch sinken (von damals 850 auf 370 US-Dollar). Die Massenproduktion war geboren und für (fast) jeden erschwinglich. In der dritten industriellen Revolution hielten Computer, Automatisierung und Robotik Einzug in die Fabriken. Heute werden Fabriken noch zentral gesteuert. Schon heute verfügen diese bereits über Sensoren und Funkmodule. Die Fabrik von morgen wird durch cyberphysische Systeme gesteuert werden. Automatisierungs-, Maschinen-, und Anlagenbauer sehen ihre Chance, den Vorsprung gegenüber der Konkurrenz zu sichern.

Das Internet: Verbindung zwischen virtueller und realer Welt

Angetrieben durch das Internet, wachsen die reale und die digitale Welt weiterhin zu einem Internet der Dinge zusammen. Durch intelligente Monitoring- und Entscheidungsprozesse sollen Unternehmen und deren komplette Wertschöpfungskette gesteuert und optimiert werden können – und das in Echtzeit. Aktuell haben deutsche Unternehmen die Chance, die digitale industrielle Revolution aktiv mitzugestalten. Einschließen lassen sich neuartige Geschäftsmodelle und wesentliche Optimierungspotenziale in Logistik und Produktion. Besonders interessant für den Mittelstand ist die Tatsache, dass sich zurzeit noch keine Standards etablieren konnten. Daher sind nur einige wenige Produkt und/oder Umsetzungsleitfäden vorhanden. Um nicht auf die Etablierung warten zu müssen, hat das BBF eine Fördermaßnahme aufgelegt, welche speziell auf den Mittelstand zugeschnitten ist. Sicher ist bereits heute, dass die vierte industrielle Revolution den Wirtschaftsstandort Deutschland verändern wird.

Und der Mehrwert durch das Internet der Dinge?

Durch günstigere Preise oder durch eine Zeitersparnis werden 90 Prozent des gesamten Mehrwerts den Anwendern des Internet der Dinge zu Gute kommen. Die teilweise harten Grenzen zwischen Technologieunternehmen und traditionellen Firmen werden nach und nach aufweichen, was neue datenbasierte Geschäftsmodelle ermöglichen wird.

Das geht aus einer Studie des McKinsey Global Institute hervor. Das MGI untersuchte im Rahmen ihrer Studie (The Internet of Things: Mapping the value beyond the hype) über 100 Anwendungsfelder in neun Bereichen.  Momentan stehen überwiegend konsumentenahme Produkte wie die Smartwatches oder die selbstfahrenden Autos im Vordergrund. Noch größeres Potential bieten hingegen die B2B-Anwendungen in der Industrie 4.0.  Aktuell wird nur ein kleiner Teil der Daten, welche bei der Produktion anfallen, überhaupt von den entsprechenden Unternehmen genutzt. Laut der McKinsey Studie haben Fabriken das größte Potential, durch mehr Energieeffizienz, sichere Arbeitsplätze und höhere Produktivität.  Um das Potential durch IoT-Anwendungen möglichst perfekt ausschöpfen zu können, sollten sich Anwender, Politiker, Hardwarehersteller und die Gesellschaft selbst diese Handlungsfelder explizit ansehen:

  • Technologie
  • Regulierung
  • Organisation und Fähigkeiten
  • Datensicherheit

Noch sind die Kosten für RFID-Chips und Datenspeicher hoch. Gemeinsame Standards sollten helfen, die unterschiedlichen IoT-Systeme untereinander zu verknüpfen. Ist dies nicht der Fall, könnten laut McKinsey bis 40 Prozent des potenziellen Mehrwerts verlorengehen. Folglich sollten Datenschutzbedenken der Nutzer unbedingt und zu jeder Zeit von den IoT-Anbietern ernst genommen werden. Kritische Infrastrukturen müssen zudem von Cyberangriffen geschützt werden.

Bedingt durch das Internet der Dinge haben Unternehmen die Möglichkeit, auf Grund von Big Data Entscheidungen zu treffen. Um diese in datenbasierte Geschäftsmodelle umsetzten zu können, müssen die eigenen Fach- und Führungskräfte geschult werden. Zudem werden sich die IT-Abteilungen künftig stärker mit den anderen Unternehmensbereichen abstimmen müssen.

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Das Telefoninterview

Tipps für das Telefoninterview

In vielen Unternehmen hat sich das Telefoninterview als fester Teil des Auswahlverfahrens etabliert und das mit gutem Grund. Diese telefonische Vorab-Auslese spart den Unternehmen viel Zeit und Geld. 

Bei Personalberatungen ist ein Telefoninterview vor dem Vorstellungsgespräch üblich, aber auch immer mehr Unternehmen setzen auf diese Vorauswahl. Dieser Erstkontakt sollte, von den Bewerbern, nicht unterschätzt werden. Personaler haben durch das Telefoninterview die Möglichkeit, sich schnell einen Eindruck über den Bewerber zu verschaffen. Zudem können erste Fragen zum persönlichen Werdegang und Lücken im Lebenslauf des Bewerbers geklärt werden. Das Telefoninterview ist besonders beliebt, wenn es eine Position ist die Telefongeschick voraussetzt, aber auch wenn die Stimme eine entscheidende Rolle spielen wird.

Spontane Anrufe

Unternehmen kündigen sich leider nicht immer an. Das liegt daran, dass für manche Stellen das Spontane Reagieren eine Voraussetzung darstellt, und der Personaler so die Möglichkeit hat, diese (Spontanität) zu testen. Wenn Sie auf ein Telefoninterview warten, sollten Sie Ihre Mailboxansage und Ihren Anrufbeantworter prüfen. Eine Nachricht mit: „Sprich, ich bin nicht da!“ kommt bei den meisten Personalern nicht gut an. Auch sollte man sich vorübergehend nicht mit „Joachim hier“ am Telefon melden.

Handygespräche und Wohngemeinschaften

Sollte der Unternehmensvertreter zu einem sehr ungünstigen und lauten Zeitpunkt anrufen, ist es besser das Gespräch mit freundlichen Worten auf später zu verschieben. Niemand wird es negativ auffassen, wenn man beispielsweise im Supermarkt nicht telefonieren kann. In einer Wohngemeinschaft sollten alle Mitbewohner von dem Gespräch wissen, so gibt es keine unangenehmen, lauten oder störenden Überraschungen.

Das Skype-Interview

Das Skype-Interview ist ein Sonderfall und stellt eine Mischung aus Telefoninterview und Bewerbungsgespräch dar. Alle Richtlinien eines Telefoninterviews gelten hier ebenfalls. Eine stabile Internetleistung und ein etwas neutraler Hintergrund sind essentiell. Die Kleidung sollte genau wie bei einem Bewerbungsgespräch gewählt werden, auch wenn man die Hose nicht zwangsläufig sieht. Das Mikrofon sollte vor dem Gespräch überprüft werden. Der Abstand zur Kamera sollte ausreichend groß sein. Besonders wichtig ist hier der Blickkontakt. Schauen Sie auf die Kamera und nicht auf das kleine Videobild von sich selbst. Der ständig wandernde Blick auf dem Bildschirm wirkt unprofessionell.

Umgangsformen beachten

Besonders zu beachten sind die ganz normalen Umgangsformen am Telefon. Dies bedeutet den Gesprächsteilnehmer immer ausreden lassen! Sprechen Sie nicht zu leise und nicht zu schnell. Auch Plaudern ist nicht ideal. Kommen Sie zügig auf den Punkt.

  • Unterschätzen Sie das Telefoninterview nicht
  • Überraschungsanrufe können vorkommen
  • Recherchen Sie gründlich über das Unternehmen und den Gesprächspartner
  •  Halten Sie Ihre Unterlagen griffbereit
  • Schaffen Sie sich ein geeignetes Gesprächsumfeld
  • Lächeln und Haltung bewahren
  • Kommunizieren Sie bewusst
  • Bereiten Sie sich auf Standard-Fragen vor
  • Stellen Sie selbstständig Fragen
Checkliste für das Telefoninterview
  1. Persönliche Vorstellung üben. Am besten Freunden oder Verwandten vortragen oder auf Aufnehmen
  2. Einen ruhigen, geeigneten Ort wählen
  3. Bewerbungsunterlagen neben das Telefon legen
  4. Lücken im Lebenslauf? Schreiben Sie die Erklärungen dazu auf
  5. Legen Sie ein Stärken- und Schwächenprofil an
  6. Schreiben Sie Fragen zum Unternehmen auf
  7. Lächeln Sie und sitzen Sie gerade

Telefonieren

Todsünden am Telefon

Diese Bewerbungsfehler sollten Sie zwingend vermeiden um es in die nächste Bewerbungsrunde zu schaffen:

  • Nicht aufgeregt ans Telefon gehen. Sollten Sie gerade an der Kasse im Supermarkt oder im Kindergarten stehen, gehen Sie besser nicht ans Telefon und rufen zurück. Ist es zu laut oder hektisch versteht Ihr Gesprächspartner Sie genauso schlecht wie Sie ihn/sie. Dadurch wirken Sie unruhig und unkonzentriert, folglich gelten Sie als nicht interessiert. Das könnte Sie die Einladung zum Vorstellungsgespräch kosten.
  • Sprechen Sie nicht zu schnell, sonst wirken Sie desinteressiert und gestresst. Sprechen Sie deutlich und artikuliert.
  • Nicht ins Wort fallen. Das wirkt unhöflich.
  • Schauen Sie sich die eigenen Unterlagen nochmal an. Fehlende Kenntnis der eigenen Unterlagen sind verwirrend und können als Täuschungsversuch eingestuft werden. Im Zweifel führt dies zum Ausschluss aus dem Bewerbungsprozess.
  • Stellen Sie Fragen! Denken Sie stets daran eigene Fragen zu stellen. Keine Fragen zu haben ist sehr schlecht, da Sie sonst als uninteressiert gelten.
Ein hochentwickelter Hörsinn

Viele Bewerber sind der Meinung, dass der Unternehmensvertreter nicht in der Lage ist, sich ein konkretes Bild von seinem Gesprächspartner zu machen. Das ist falsch! Ein geübter Telefoninterviewer hat einen hoch entwickelten Hörsinn. Kleine Schwankungen  der Stimmlage wie beispielsweise dahingesagte Ausflüchte erkennt er sofort. Überlappende Fragen werden gezielt gestellt um zu prüfen, ob ein stimmiges Gesamtbild entstehen kann. Widersprüche zum Lebenslauf führen zu Nachfragen, wenn nicht sogar direkt ins Aus. Sie sollten die Darstellung Ihres Lebenslaufes mit Freunden und Verwandten am Telefon üben.

Auf Fragen sollten Sie stets offen und ehrlich antworten. Setzen Sie eine freundliche Miene auf und lächeln. Dadurch wirken Sie viel freundlicher. Über Ihren Gesprächspartner informieren Sie sich am besten über Xing und LinkedIn. Prüfen Sie auch Ihre eigenen sozialen Netzwerkseiten und passen diese ggf. an. Bereiten Sie sich auf Fragen zu Ihren Stärken und Schwächen, Erfolgen und Misserfolgen usw. vor. Machen Sie sich unbedingt Notizen, spätestens im Vorstellungsgespräch können diese von Vorteil sein.

Weitere Tipps finden Sie in unserer Infografik.

Telefoninterview

Viel Erfolg!

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Der Tag nach der Weihnachtsfeier

Blamiert auf der Weihnachtsfeier

Oh du schreckliche – der Tag nach der Weihnachtsfeier

Auf der Weihnachtsfeier peinlich getanzt? Die Chefsekretärin beleidigt? Mit der Chefin geknutscht? Kurz um, in jedes Fettnäpfchen getreten, dass es gab. Und nun? Irgendwie muss das Leben im Büro trotzdem weitergehen. Wir geben Ihnen hilfreiche Tipps für den Tag danach.

Alle Jahre wieder

Es ist wieder einmal so weit, die Zeit der Weihnachtsfeiern hat begonnen. Eine Zeit, die bekanntlich besonders lustig ist. Und jedes Jahr erinnert man sich an die Weihnachtsfeier von letztem Jahr und die Dinge, die passiert sind, und man nimmt sich vor dieses Jahr wird alles anders- und schwups… ist es (schon wieder) passiert.
Wir haben versucht einige typische „Weihnachtsfeier-Peinlichkeiten“ zu sammeln.
Die meisten Weihnachtsfeiern dürften in etwa gleich ablaufen, der gemütliche Teil des Abends beginnt dabei oftmals immer mit dem gleichen Ritual, dem Essen, wird die Tanzfläche vom DJ freigegeben und ein paar Wagemutige fangen langsam an zu tanzen. Der Rest traut sich zunächst nicht und schaut dem Geschehen erstmal vom Rand aus zu. Im Laufe des Abends füllt sich meist die Tanzfläche und die Gläser leeren sich. Dabei kommt es oft auch zu ausgefallenen Tanzeinlagen. Zunächst ist das ja nicht schlimm, denn laut Knigge muss man sich für peinliches Tanzen nicht entschuldigen. Anders sieht es in diesem Fall aus, wenn Sie durch Ihren Tanzstil eine Kollegin oder einen Kollege in eine unangenehme Situation gebracht haben. Am nächsten Tag sollte dann auf jeden Fall eine Entschuldigung Ihrerseits folgen.

Ein Prosit auf die Karriere!

Leere Flaschen
Bild 1: leere Flaschen

Und los geht’s! Zu Beginn ein Aperitif, dann zwei drei Gläser Wein, einen Digestif und noch drei vier Cocktails. Im Laufe des gestrigen Abends ist doch einiges zusammengekommen und die Hemmschwelle sank mit jedem Glas. Ausgelassenes Tanzen, peinliche Liebeserklärungen an die Sekretärin oder ein zu knappes Outfit angehabt? Wäre dies allein nicht schon peinlich genug, gibt es heutzutage oft Schaulustige, die in pikanten Situationen gerne das Smartphone zücken. Schnell sind Sie mit Ihrer Showeinlage die Hauptattraktion im Firmenintranet oder dienen der Belustigung der gesamten Facebook-Gemeinde. Am besten senden Sie eine E-Mail samt Entschuldigung an die Belegschaft, um darum zu bitten, dass das sicherlich amüsante Video gelöscht wird.

Big boss is watching you!


Machen Sie sich bewusst, dass jeder auf der Weihnachtsfeier unter ständiger Beobachtung steht. Auch wenn die Stimmung ausgelassen ist, kontrolliert der Chef oft wie Sie sich in einer entspannten Situation unter Kollegen verhalten. Meist bleibt es bei den prüfenden Blicken des Chefs, manche Verhaltensweisen können jedoch Auswirkungen über die Weihnachtsfeier hinaus mit sich ziehen.

Sie stehen unter ständiger Beobachtung
Bild 2: Auch auf der Weihnachtsfeier werden Sie ständig beobachtet

Kündigungsrisiko

Hier haben wir ein paar Situationen gesammelt, die sich so oder so ähnlich auf Weihnachtsfeiern abspielen könnten und bewerten dabei für Sie das Kündigungsrisiko:

ggg
Bild 3: Bei einem Rotweinfleck haben Sie nichts zu befürchten, solange Sie für den entstandene Schaden aufkommen
  • Nach dem dritten Bier den Chef geduzt? Natürlich besteht hier kein Kündigungsrisiko. Selbst eine Abmahnung wäre unrechtmäßig. Hat Ihr Chef Sie auf der Weihnachtsfeier geduzt, gehen Sie davon aus, dass er sich nicht mehr erinnern kann und warten besser einmal ab, bis er Sie nochmals anspricht. Anders stellt sich die Situation dar, wenn der Chef das „Du“ im normalen Büroalltag weiterführt.
  • Erstreckt sich dank Ihnen ein Rotweinfleck auf dem weißen Hemd des Chefs? Hierbei sollten Sie es nicht bei einer Entschuldigung belassen, sondern anbieten das beschädigte Hemd reinigen zu lassen. Zur Zahlung eines Schadenersatzes sind Sie nicht verpflichtet. Befolgen Sie die Ratschläge, haben Sie keine Kündigung zu befürchten.

Filmriss

  • Sie erinnern sich an den ersten Cocktail – an mehr nicht? Sollten Sie dabei Firmengeheimnisse ausgeplaudert haben kann es zu einer Schadenersatzforderung gegen Sie kommen. Auch eine Kündigung kann folgen.
  • Sexuelle Belästigung auf der Weihnachtsfeier? Hier besteht ein hohes Kündigungsrisiko. Dabei ist es egal ob die Belästigung als kleiner Spaß unter Kollegen gemeint war. Wenn Sie Pech haben, gibt es zur Kündigung noch eine Anzeige mit dazu.
  • Sie haben den Chef beleidigt. Hier wird es ernst. Je nach Schwere der Beleidigung kann Sie dasum Ihren Job bringen. Das Landesarbeitsgericht Hamm entschied, dass in einem Fall von schwerer Beleidigung, eine Kündigung gerechtfertigt wäre. (Az.:18 Sa 836/04).
  • Am Tag nach der Weihnachtsfeier zu spät gekommen oder ohne Entschuldigung auf der Arbeit gefehlt? Beim ersten Mal stellt dies zwar noch kein Grund zur Kündigung dar, kann aber eine Abmahnung nach sich ziehen.

…Hast du schon gehört?…
Der Deckmantel des Schweigens liegt nur in den wenigsten Firmen über den Peinlichkeiten der Weihnachtsfeier. Hatten Sie sich schlecht verhalten oder waren peinlich? Schlimmer ist es fast noch, wenn Sie aus keinem ersichtlichen Grund gefehlt haben. sind besonders beliebt für den Kantinen-Klatsch.

Hallo Kater!
Kaum Schlaf, Ihnen ist schlecht, der Kopf schmerzt. Ans Arbeiten ist nicht zu denken. Klare Gedanken können Sie heute sowieso nicht fassen? Ganz egal! „Business as usual“ ist das Motto der Stunde. Sich krank melden sollten Sie besonders dann nicht, wenn Sie gestern in eines unserer oben genannten Fettnäpfchen getreten sind.

Kater-Tipps die helfen

Hier haben wir einmal Tipps für Sie gesammelt, damit Sie am Tag nach der Weihnachtsfeier auch wirklich fit für die Arbeit sind:

  • Viel Wasser trinken, am besten schon vor dem Schlafengehen
  • Vermeiden Sie säurehaltige Getränke wie Orangensaft
  • Gegen Brummschädel: eine starke Tasse schwarzer Kaffee mit Zitrone oder Brennnesseltee mit Honig (kein Zucker!). Honig besteht aus Fruchtzucker und beschleunigt somit den Alkoholabbau. Normaler Zucker verschlimmert den Kater noch zusätzlich.
  • Gegen Nährstoffverlust hilft eine heiße Bouillon oder Essiggurken
Sie kurbeln Sie den Kreislauf wieder an
  • Den Kreislauf auf Trab bekommen Sie mit leichter Bewegung an der frischen Luft.
  • Zum wach werden: eine lauwarme Dusche mit Lavendel, Rosmarin oder Limone.
  • Gegen die Alkoholfahne am nächsten Morgen: Petersilie kauen oder eine Scheibe Ingwer auf die Zunge legen. Die Speichelproduktion wird durch Mineralwasser mit Zitrone angeregt und schwarzer Tee hemmt die Bakterien, die Mundgeruch erzeugen.
  • Gegen Übelkeit: Ingwertee beruhigt das Nervensystem und regt die Produktion von Magensäure an. Apfelduft hilft zudem gegen Übelkeit. Am besten nach dem Aufstehen an einem Apfelschnitz riechen.
  • Gegen Sodbrennen: Kauen Sie eine rohe Kartoffel.
  • Trinken Sie einen frischgepressten Obst- oder Gemüsesaft, das unterstützt den Entgiftungsprozess

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Vorsicht, Weihnachtsfeier!

Alle Jahre wieder:  die Weihnachtsfeier im Büro

Glühwein-Erlebnistour? Mit den Kollegen so richtig einen drauf machen? Bei den meisten Weihnachtsfeiern ist das nicht so gerne gesehen. Pünktlich zu Weihnachten präsentieren wir in Teil I Fettnäpfchen, die schnell zum Karrierekiller werden können.

Die Weihnachtsfeier bietet eine wunderbare Gelegenheit, um alte Kollegen besser und neue kennenzulernen und dem Chef auf einer persönlichen Ebene zu begegnen. Zudem haben Sie die Möglichkeit, sich ins rechte Licht zu rücken. Weihnachtsfeiern sind motivierend und fördern die Leistungskraft. Von Seiten des Arbeitgebers wird während der Weihnachtsfeier vieles gerne gesehen oder zumindest  geduldet. Vor jeder betrieblichen Feier sind auch vor der Weihnachtsfeier einige Fragen zu klären.

Weihnachtsfeier FAQ

  • Muss jeder zur Weihnachtsfeier eingeladen werden?
    Selbstverständlich! Wer ein erfolgreiches Geschäftsjahr abschließt und besondere Leistungen mit der Belegschaft feiern möchte, muss unbedingt alle Beschäftigten dazu einladen. Außendienstmitarbeiter, freie Mitarbeiter, Mitarbeiter in Elternzeit oder sich im Sabbatical befindliche Mitarbeiter sowie externe Büros müssen ebenfalls zur Weihnachtsfeier eingeladen werden.
  • Teilnahmepflicht an der Weihnachtsfeier?
    Es gibt Gründe, wieso man an der Weihnachtsfeier nicht teilnehmen kann, aber das Fernbleiben sollte gut begründet werden. Dennoch, es ist empfehlenswert an der Weihnachtsfeier teilzunehmen, zumindest für den offiziellen Teil der Feier. Bei der Teilnahme an der Weihnachtsfeier zeigen Sie Teamgeist und tragen zum positiven Betriebsklima bei.

Die Geschenkefrage

  • Was verschenke ich am besten?
    Gute Geschenke sind individuell. Verpflichtende Geschenke wie Bilder und/oder Rahmen sollten vermieden werden. Geschenke mit selbstvernichtendem Charakter wie Whisky, eine Flasche guter Wein, leckere Pralinen oder Theaterkarten sind empfehlenswert.
  • Wichteln – muss ich mich beteiligen?
    Wichteln ist ein Gruppenakt, daher sollten Sie mitmachen. Wie viel man gibt ist egal, es geht um den Spaßfaktor. Allerdings ist alles unter zwei Euro spießig.
  • Tanzen auf der Weihnachtsfeier?
    Angeblich soll tanzen die Intelligenz fördern. Zudem ist es ein eindeutiges Signal Ihrer Körpersprache und trägt zur guten Stimmung bei. Allerdings sollten Sie Taktgefühl besitzen und sich nicht wie ein Kreisel auf der Tanzfläche drehen und die Kollegen dabei belästigen.
  • Wer haftet im Falle eines Unfalls?
    Die Weihnachtsfeier ist eine betriebliche Veranstaltung und somit haftet der Arbeitgeber, egal wie betrunken Sie zur Zeit des Unfalls waren. Der betriebliche Unfallschutz endet, sobald der Chef die Weihnachtsfeier verlässt. Der Heimweg ist zudem immer privat.

Na dann – Frohes Fest!

Ungezwungenes Beisammensein? Fehlanzeige! Kniffelige Situationen mit Chef und Kollegen bleiben auf Weihnachtsfeiern selten aus, noch schlimmer, in seltenen Fällen kann Sie die Weihnachtsfeier sogar den Job kosten (dafür müssen Sie wirklich tief ins Glas geschaut haben!) Fragen wie „was bedeutet eigentlich ‚business casual‚? Wie oft kann ich zum Buffet gehen? Der Chef trinkt nur Wasser, darf ich Alkohol bestellen“? verunsichert so manchen Mitarbeiter.

Die Weihnachtsfeier im Büro Bild: https://foodiesfeed.com
Die Weihnachtsfeier im Büro

Die betriebliche Weihnachtsfeier gleicht einem Schaulauf. Für viele Vorgesetzte ist eine betriebliche Feier eine gute Gelegenheit, die Mitarbeiter einem gesellschaftlichen Benimmtest zu unterziehen. Wer benimmt sich und wer benimmt sich (komplett) daneben? Wer diesen gesellschaftlichen Benimmtest nicht besteht, wird in den Augen des Arbeitnehmers, wohl nicht für höhere Aufgaben in Betracht gezogen werden können. Für Sie haben wir die größten Fettnäpfchen einmal zusammengestellt:

  1. Alkohol
  2. Büroflirt
  3. Kleidung
  4. Manieren
  5. Gesprächsthemen

Alkohol

Einer geht noch! Oder nicht? Auf der Gefahrenskala ganz klar Platz 1! Wieso ist leicht erklärt; er fließt (meist) kostenlos und in Strömen. Bedauerlicherweise lockert genau dieser nicht nur die Zunge, sondern auch die Selbstkontrolle. Die Selbstwahrnehmung geht sowieso flöten und von der Körpersprache brachen wir erst gar nicht zu reden…  Hier wird es gefährlich, denn unbedachte Äußerungen können unschön enden. Man hat Ihnen neulich in einer Bar gesagt Sie tanzen wie Shakira? Probieren Sie es nicht aus! Die neue Praktikantin ist zuckersüß? Hände weg! Dem Chef und den Kollegen einmal sagen was Sie wirklich von Ihnen halten? Halten Sie lieber den Mund! Beleidigungen gegenüber Vorgesetzten und sexuelle Belästigung können Sie den Job kosten.

Coctail Bild: https://foodiesfeed.com
Cocktail

Büroflirt

Haben Sie’s gewusst? Mehr als die Hälfte aller Paare lernt sich über den Job kennen. Dennoch, die Grenze zur dummen Anmachen, oder schlimmer noch, zur sexuellen Belästigung ist schnell überschritten. Ein harmloser Flirt ist erlaubt – mehr nicht! Selbstverständlich gilt dies durch alle Hierarchieebenen.

Büroflirt Bild: https://unsplash.com
Büroflirt

Kleidung

Ihre Kleiderwahl sollte dem Unternehmen angepasst sein. Mit der Weihnachtsfeier möchte sich das Unternehmen, in der Regel bei der Belegschaft bedanken. Wünschenswert ist es, dass Sie als Person in Erinnerung bleiben und nicht Ihre Donald-Duck-Krawatte oder Ihr durchsichtiger Fummel von vor zehn Jahren. Schmuddeliger Räuberzivil und Partykleidung sollten Sie daher unbedingt im Schrank lassen! Mit dem Strom schwimmen ist in diesem Fall die einfachste Lösung.

Manieren

Schon beim Eintreffen können Sie alles falsch machen. Zu Beginn wird der Gastgeber begrüßt, dann alle anderen. Gute Tischmanieren sind eine Selbstverständlichkeit. Für besonders Hungrige: Buffet wird ausschließlich vom Gastgeber eröffnet und die Portionen mit Augenmaß gewählt! Sollten Sie à la Carte wählen dürfen, empfiehlt es sich, nicht das Teuerste auf der Speisekarte auszuwählen, das wirkt gierig und erweckt den Anschein, Sie seien nur des guten Essens wegen hier. Grundsätzlich gilt: nicht wie ein ausgehungertes Raubtier über das Essen hermachen.

Sie haben Ihre Gabel verloren? Lassen Sie diese liegen und verlangen Sie vom Kellner eine neue. Krabbeln Sie bitte nicht unter den Tisch… Sollten Sie Ihr Getränk versehentlich umgeschüttet haben, legen Sie Ihre Serviette auf den Fleck, sofern der Kellner nicht sofort reagiert. Schlimmer wird es, wenn Sie den Rotwein über das Hemd des Sitznachbarn gegossen haben sollten. Rubbeln und tupfen Sie keinesfalls an diesem herum, sondern bieten Ihre Serviette an und bieten Sie an, für die Reinigungskosten aufzukommen.

Weihnachtsfeier im Büro
Hungrig?

Gesprächsthemen

Oberste Regel bei der Weihnachtsfeier: Alltagsthemen aus dem Büro bleiben im Büro. Plaudern und harmlose Anekdoten, der geplante Urlaub etc. sind prima Gesprächsthemen.

Das sollten Sie wissen: Arbeitsrecht und Weihnachtsfeiern

Die Teilnahme an der Weihnachtsfeier ist keine Pflicht. Findet diese allerdings während der Arbeitszeit statt, müssen Sie arbeiten oder sich frei nehmen, sollten Sie dennoch nicht teilnehmen wollen. Arbeitnehmer sind auf der Weihnachtsfeier Unfallversichert, zumindest wenn, die Weihnachtsfeier vom Arbeitgeber organisiert wurde und die gesamte Belegschaft eingeladen wurde. Darüber hinaus muss der Chef oder zumindest dessen Vertreter anwesend gewesen sein. Der direkte Weg zur Weihnachtsfeier ist zudem versichert. Sollten Sie einen Umweg machen, ist der Unfallschutz verfallen. Die gesetzliche Unfallversicherung greift nicht, wenn die Feier außerhalb der Arbeitszeit selbst organisiert wurde. Sollten Sie keinen triftigen Grund für eine Absage haben, sollten Sie unbedingt auf der Weihnachtsfeier erscheinen!

Weihnachtsfeier im Büro Bild: https://foodiesfeed.com
Weihnachtsfeier im Büro

Leider kommt es, trotz des festlichen Rahmens, immer wieder zu unschönen Streitigkeiten die nur durch ein Gericht gelöst werden können. Wir haben einige arbeitsrechtliche Urteile rund um die Weihnachtsfeier für Sie zusammengetragen.

  • Der Arbeitsunfall
    Das Sozialgericht Berlin entschied, dass auch ein Beinbruch auf der Bowlingbahn ein Arbeitsunfall ist und somit von der Unfallversicherung gedeckt wird, wenn sich der Unfall selbst während der betrieblichen Weihnachtsfeier ereignete.
  • Vorteilsnahme
    Das Oberlandesgericht Brandenburg entschied, dass einem Geschäftsführer oder dessen gesetzliche Vertreter, keine gesponserten Feiern, die zur Vergabe weiterer Aufträge führen könnten gestattet sind. Dieser würde sich wegen Vorteilnahme schuldig machen.
  • Kein Anspruch
    Anspruch auf die Preise einer Tombola oder ähnlichem die im Rahmen der betrieblichen Weihnachtsfeier verlost werden, haben nur Teilnehmer dieser Feier.
Die Weihnachtsfeier aus Sicht des Vorgesetzten

Als Vorgesetze sind Sie oftmals auch der Gastgeber und übernehmen somit eine prominente Rolle, die während der gesamten Veranstaltung erhalten bleibt. Wir haben die vier wichtigsten Grundsätze für Ihren perfekten Auftritt zusammengestellt:

  1. So begrüßen Sie Ihre Gäste auf der Weihnachtsfeier
    Die Begrüßung auf der Weihnachtsfeier hängt von der betrieblichen Größe ab. Sollten Sie eine kleinere Belegschaft haben, ist es eine schöne Geste, wenn Sie Ihre Angestellten per Handschlag persönlich begrüßen.  Kleine weihnachtliche Präsente auf den Plätzen der Belegschaft sind zudem eine nette Geste.
  2. Die richtige Ansprache auf der Weihnachtsfeier
    Ausgedehnte Präsentationen lassen Ihre Belegschaft in einen dämmrigen Halbschlaf versinken. Heben Sie stattdessen die herausragende Leistung des Jahres hervor, darüber freuen Sich die Angestellten. Fingerspitzengefühl ist besonders gefragt, wenn einzelne besonders herausgestellt werden, da sonst schnell Neid aufkommt und der festliche Rahmen kippen könnte.
  3. Der richtige Umgang auf der Weihnachtsfeier
    Ein privates Gespräch mit den Mitarbeitern ist immer gerne gesehen. Nach der Ansprache sollten Sie es vermeiden direkt an den Tisch Ihrer Führungskräfte zurückzukehren. Sollte es die Größe der Veranstaltung zulassen, ist es nett wenn, Sie sich an die einzelnen Tische der Belegschaft setzen. Ihre Mitarbeiter werden sich freuen, auch wenn es sich hierbei meist nur um Smalltalk handelt.
  4. Das richtige Timing auf der Weihnachtsfeier
    Als Gastgeber sollten Sie die Weihnachtsfeier nicht vor Ende des offiziellen Teils verlassen.

Bonus
Positiv in Erinnerung bleiben Sie, indem Sie Ihre Wertschätzung zeigen. Bedanken Sie sich am Ende der Feier für die Einladung. Sollten Sie dazu nicht mehr die Gelegenheit haben, bedanken Sie sich am nächsten Tag persönlich oder schreiben Sie eine E-Mail.

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Freuen Sie sich auf Teil II – Oh du schreckliche – der Tag nach der Weihnachtsfeier.

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FoodiesFeed – Free Food Pictures

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Chefsache – oder nicht?

Chefsache: was in der Praxis üblich ist, ist nicht immer rechtens

Das Sagen hat der Chef. Dies bedeutet allerdings noch lange nicht, dass man als Unternehmer immer Recht hat. Heute lesen Sie, was Sie in Sachen Personal dürfen und was Sie besser nicht tun sollten.

Dürfen kranke Mitarbeiter zur Arbeit gerufen werden? 

Frau krank, Chefsache
Haaaatschiiiii! Kranke Mitarbeiter dürfen nicht zur Arbeit gerufen werden

Ganz klar, nein! Wer krank ist, kann nicht arbeiten. Das gilt auch für die Bürokraft, die den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt und sich das Bein gebrochen hat. Wieso nicht ist schnell erklärt. Im Falle eines weiteren Unfalls würde der Arbeitgeber im vollen Umfang für den Schaden haften. Die Bürokraft darf allerdings einkaufen gehen oder Freunde besuchen. Was der Genesung schadet, muss unterlassen werden. Das Entgelt kann vom Arbeitgeber gestrichen werden, sollte Sie dies unterlassen. Grundsätzlich gilt, dass dem Mitarbeiter kein Nachteil durch Krankheit entstehen darf. Allerdings können Leistungszahlungen an Fehltage geknüpft werden.

Dürfen Überstunden angeordnet werden?

Müssen Überstunden geleistet werden?
Müssen Überstunden geleistet werden?

Ja! Jeder einzelne Mitarbeiter ist dazu verpflichtet, bei dringenden betrieblichen Bedürfnissen oder eiligen Angelegenheiten im Unternehmen zu bleiben und Überstunden zu leisten. Selbstverständlich muss vertraglich geregelt sein, in welchem Umfang diese zu leisten sind und wie diese vergütet werden. Nicht erlaubt sind sämtliche Klauseln, die pauschal besagen, dass Überstunden sowie Nacht- und Sonntagsarbeit mit dem Gehalt abgegolten sind. Transparent und ausgeglichen sollte das Verhältnis zwischen Vergütung und Arbeitsleistung sein.

Was in der Freizeit passiert, kann der Chef nicht bestimmen, richtig?

Eisklettern in Grönland
Eisklettern in Grönland

Richtig! Wohingegen es Ausnahmen gibt. Schauspieler dürfen beispielsweise keinen gefährlichen Hobbys nachgehen. Jedoch gibt es auch hier Ausnahmen,  wenn – bedingt durch die hohe Vergütung – Verzichtsansprüche mit in den Vertrag aufgenommen werden. Somit sind auch gefährliche Hobbys für Arbeitnehmer erlaubt.

Sind Tätowierungen erlaubt?

Einschränkungen bei Tattoos und Piercings
Einschränkungen bei Tattoos und Piercings

Generell sind Tätowierungen erlaubt, aber der Mitarbeiter muss sich gewisse Vorschriften gefallen lassen, wenn der Arbeitnehmer besonderes Interesse an einem gepflegten Äußeren hat. Hier ist die Frage, wie sehr sich ein Kunde von Tätowierungen gestört fühlen könnte. Extremistische Zeichen sind nicht erlaubt.

Betriebsrat kündigen und schwangere entlassen, geht das?

Besonderer Kündigungsschutz für Betriebsrat und Schwangere?
Besonderer Kündigungsschutz für Betriebsrat und Schwangere?

Ja, das geht! Beide genießen den größtmöglichen Kündigungsschutz, sind dadurch aber nicht unkündbar. Beachtet werden sollte, dass Schwangeren nur mit einer behördlichen Genehmigung und Betriebsräten nur fristlos gekündigt werden kann. Wird das Unternehmen geschlossen oder liegt ein schweres Vergehen wie Diebstahl vor, kann gekündigt werden. Im Allgemeinen gilt, würde einem Mitarbeiter, der keinen besonderen Kündigungsschutz genießt, an gleicher Stelle wegen eines von ihm begangenen Vergehens gekündigt werden, ist eine Kündigung auch bei Betriebsräten und Schwangeren rechtsgültig.

Darf der Chef Alkohol- und/oder Drogentests anordnen?

Wenn es gestern etwas länger wurde...
Alkohol- und/oder Drogentests dürfen angeordnet werden

Ja! Drogentests dürfen angeordnet werden, denn Unternehmen haben eine Fürsorgepflicht gegenüber ihren Angestellten. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber dazu verpflichtet ist, sicherzustellen, dass alle ihrer Arbeit nachkommen können. Dennoch: es muss ein begründeter Verdacht bestehen, die Erlaubnis eingeholt werden und ein Gespräch gesucht werden. Ratsam ist es, den betroffenen Mitarbeiter nach Hause zu schicken und ein ärztliches Attest einzufordern. Kann dieses nicht vorgelegt werden, kann das Gehalt gekürzt werden.

Kann der Chef privates Telefonieren verbieten?

Telefonieren am Arbeitsplatz
Telefonieren am Arbeitsplatz

Ja, privates Telefonieren von geschäftlichen Apparaten kann verboten werden! Gibt es keine Regelungen, können keine Konsequenzen vollzogen werden. Grundsätzlich nicht erlaubt ist das Abhören von Gesprächen.

Bilder: Pixabay.de