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Assessment Center so überzeugen Sie

Assessment Center

Wer heutzutage eine verantwortungsvolle Position ausüben möchte, kommt um das Assessment Center kaum herum. Das Wort „Assessment“ dürften die meisten schon einmal gehört haben. Aber was genau bedeutet es und was hat es mit diesen Assessment Centern auf sich?

Assessment ist Englisch und bedeutet so viel wie Einschätzung, Feststellung oder auch Bewertung. Man könnte deshalb sagen, dass es sich bei einem Assessment Center um ein mehr oder weniger komplexes Auswahl- bzw. Beurteilungsverfahren für Kandidaten handelt. In diesem Prozess findet man heraus, ob der Kandidat für die gewünschte Position geeignet ist.

Unterdessen sind Assessment Center testgesteuerte Personalauswahlverfahren geworden.
Mittlerweile gibt es zwei Möglichkeiten, diese Assessments durchzuführen. Entweder holt sich das Unternehmen Unterstützung von einem externen Berater, oder das Unternehmen führt das Assessment in Eigenregie durch. Nun muss man sich noch entscheiden, ob ein Gruppen oder ein Einzel Assessment durchgeführt wird. Darüberhinaus sind Assessment Center heute das bevorzugte Instrument bei der Personalauswahl und werden in allen Hierarchieebenen angewandt.

Die Geschichte des Assessment Centers

Assessment Center gibt es schon richtig lange. Seinen Ursprung hat es im 20. Jahrhundert in Deutschland. Damals diente es dazu, geeignete Personen in militärischen Bereichen wie z. B. Kraftfahrer, Piloten, Funker oder Offiziere zu prüfen. Man wollte den Kandidaten so ganzheitlich betrachten. Der Gedanke dahinter war, dass man geeignete Kandidaten anhand ihrer Fähigkeiten und nicht deren sozialer Herkunft und unabhängig von deren Status auswähle. Schon damals wurden Gruppendiskussionen als Beurteilungsinstrument eingesetzt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das System von amerikanischen Unternehmen übernommen. Der Name ist seither gleich geblieben: Assessment Center.

Assessment Center im Wandel

Das amerikanische Unternehmen „American Telephone & Telegraph Corporation“ nutzte das Assessment Center 1956 das erste Mal für den Führungskräfte-Nachwuchs. Im Gegensatz zu damals besteht das Assessment Center heute durchschnittlich aus sechs Aufgabentypen und dauert bis zu drei Tage. Dazu gehören unter anderem Rollenspiele,  Auswahlgespräche oder Präsentationen. Damals was dies noch wesentlich aufwändiger und bestand aus sieben Aufgabentypen.  Die American Telephone & Telegraph Corporation gab von 1956 – 1966 die Studie „Management Progress Study“ in Auftrag. Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass die Beurteilung im Assessment Center mit dem Werdegang der Kandidaten zusammen passte.

Diese Ergebnisse lösten in den USA und Europa in den 1960 Jahren einen regelrechten Hype aus.
Das erste Assessment Center in Deutschland wurde nach dem Krieg von dem Unternehmen IBM durchgeführt. Schnell fanden sich hier Nachahmer die diese Methodik in ganz Deutschland und Großbritannien verbreiteten.
Heutzutage nutzen Dienstleistungsunternehmen gerne Assessment Center. Der Trend geht zu kleineren Kandidatengruppen im Assessment Center, aber auch Einzelauswahlen werden immer häufiger. Um Kosten zu sparen, werden die Aufgaben ausgedünnt. Das hat eine höhere Fehlerquote zur Folge.

Management Audit

Das Management Audit ist die Weiterentwicklung des Assessment Centers. Es wird speziell zur Bewertung von Führungskräften eingesetzt. Im Gegensatz zu Assessment Centern werden Management Audits ausschließlich von externen Beratern durchgeführt. Es gibt allerdings noch weitere Schwerpunkte, wie Mitarbeiterentwicklung, Erfolgskontrolle und Weiterbildung.

Vorbereitung auf das Assessment Center

Teamwork

Teilweise sind die Bedingungen schwierig. Die Abstimmung basiert auf Verhaltenskriterien und dem spezifischen Anforderungsniveau. Während des gesamten Tests werden die Kandidaten von den Assessoren beobachtet. In einem AC liegt der Fokus stets auf dem Fokus der Persönlichkeit des Kandidaten. Erfolg werden Sie haben, wenn Sie trotz größter Komplikationen Souveränität und Kompetenz ausstrahlen. Mit einer guten Vorbereitung sind Sie diese Person!

Geachtet wird auf:

  • Problemlösungskompetenz
  • Soziales Verhalten
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Fach- und Allgemeinwissen
  • Initiative
  • Interpersonelles Verhaltensrepertoire
  • Flexibilität
  • Initiative
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Mündliche und schriftliche Kommunikationsfähigkeit
  • Planung
  • Kreativität
  • Führungsfähigkeiten

In Unternehmen müssen manchmal Entscheidungen in Sekundenschnelle getroffen werden. Daher müssen die Angestellten adäquate und vor allem umsetzbare Lösungen bieten können. Soft Skills sind hier besonders wichtig.

Die erste Aufgabe besteht meist daran, dass sich der Kandidat/ die Kandidatin kurz und prägnant vorstellt. Vergessen Sie nicht, dabei Bezug auf die Stelle und das Unternehmen zu nehmen. Platzieren Sie hier Ihre Stärken und Erfolge. Am besten zum Einstieg oder zum Schluss. Überlegen Sie, was Sie auf mögliche Rückfragen antworten und auch wo Ihre Schwächen liegen.
Darüberhinaus sind Umgangsformen und Körpersprache sehr wichtig! Stellen Sie sich auf Fragen wie: „Was machen Sie den ganzen Tag? Warum machen Sie dies und jenes so und so? Hat das Erfolg? Antworten Sie mit Beispiel und Szenarien. Heute werden Fragen meist offen gestellt, da man von Ihnen Dialogfähigkeit erwartet.

Bleiben Sie kritikfähig. Letztlich kann es gut sein, dass eine Gruppendiskussion über aktuelle Wirtschaftsthemen stattfinden. Hier wird Teamgeist erwartet. Sprechen Sie die Mitbewerber mit Namen an, dadurch finden Sie Verbündete und zeigen Integrationskraft. Ergänzend gibt es ein Gespräch mit den Beobachtern. Hier werden Sie nach Ihrer Selbsteinschätzung gefragt. Versuchen Sie, entspannt in das Assessment Center zu gehen.

  1. Planen Sie Ihre Anreise
  2. Schauen Sie sich den Ablauf des Assessment Centers genau an
  3. Setzten Sie sich genau mit der Stelle auseinander
  4. Lernen Sie alles über das Unternehmen
  5. Üben Sie!

Im Internet gibt es eine Vielzahl von Seiten die Übungen anbietet. Infolgedessen ist das Angebot an nützlichen Tipps hoch. Nutzen Sie diese! Hier eine Übungsaufgabe der Uni Aachen.

Hier noch ein Video von Dr. Martin Emrich

Fehler im Assessment Center

Als Konsequenz ergibt sich: Manche Fehler brechen einem Bewerber in einem  Assessment Center schlicht und einfach das Genick. Einige davon sind unter anderem:

  • Falsche Erwartungen
  • Mangelnde Spontanität
  • Schwächen verheimlichen
  • Zu starke Konkurrenzhaltung
  • Lästern
  • Zu sehr auf die Aufgaben konzentrieren
  • Zu flexible Ansichten
  • Egozentrische Arbeitsweise

Man sollte sich immer wieder in Erinnerung rufen, dass man während der kompletten Zeit beobachtet und daher ständig geprüft wird. Dementsprechend nicht nur in und während der Aufgaben.

Bilder: Pixabay.de
Video: YouTube.de
Link: Uni Aachen

Das perfekte Bewerbungsfoto

Das Bewerbungsfoto

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Pflichtbestandteil einer Bewerbung ist das Bewerbungsfoto seit dem Inkrafttreten des Antidiskriminierungsgesetztes (AGG) zwar nicht mehr, dennoch sollte man nicht darauf verzichten! Beachten sollte man, dass man hier nicht besonders anziehend wirken sollte, sondern optimal auf die zu besetzende Stelle passt. Das optimale Bewerbungsbild gibt es somit pauschal nicht. Es kommt viel mehr darauf an, das passende Bild für den passenden Beruf zu finden. So kann beispielsweise ein konservatives Bewerbungsbild perfekt für eine offene Stelle auf der Bank sein, hingegen ungeeignet für einen Grafik Designer.

Tipps für das perfekte Bewerbungsfoto

Bitte lächeln! Es macht einen großen Unterschied, ob Sie lächeln oder ernst schauen. Achten Sie daher darauf zu lächeln. Auch sollte die Kleidung sauber, ordentlich und fleckenfrei sein. Ebenfalls zu beachten ist, ob die Kleidung unschöne Falten wirft. Die Herren der Schöpfung sollten unbedingt darauf achten, dass der Krawattenknoten richtig gebunden ist. (Im Notfall holen Sie sich hierfür Hilfe!) und die Damen sollten Wert auf ihr Make-Up legen. Ränder und Flecken wirken schmuddelig und unprofessionell. Sie sollten außerdem davon absehen ein altes Bewerbungsfoto erneut zu verwenden vor allem, wenn man Sie darauf fast nicht mehr erkennen kann! Spätestens beim Vorstellungsgespräch sorgt dieser Fehler von  Irritation bis hin zur Unglaubwürdigkeit Ihrer Person.

Bewerbungsfoto
Bewerbungsfotograf

Formelle Regeln

Geiz ist geil? Fehlanzeige! Hier sparen Sie am falschen Ende! Um nicht direkt entwertet zu werden nutzen Sie keinesfalls ein Bewerbungsfoto aus dem Automaten oder gar ein Foto aus dem letzten Urlaub, am besten noch mit Badehose und Sonnenbrand! Ein solches Foto zeigt nur, dass Sie nicht einmal bereit sind, in Ihre eigene Zukunft zu investieren… Hier ist der Fotograf gefragt. Lassen Sie sich Beispiele zeigen, denn nicht jeder Fotograf kann Sie richtig in Szene setzen. Besonders schön wirken Portraitfotos wenn diese im goldenen Schnitt liegen. Dies bezeichnet Portraitfotos in den Größen 6 x 4 oder 9 x 6 cm. In der Regel wird hier Hochformat gewählt. Ein Bild in Querformat fällt mehr auf.

Farbe oder Schwarzweiß?

Reine Geschmackssache! Grundsätzlich kann man sagen, dass zarte Gesichter gerne auch mal Schwarzweiß sein dürfen, eckige und kantige Gesichter wirken dadurch noch härter. Fotos in Farbe wirken hingegen authentisch und natürlich. Die richtige Kleiderwahl ist bei farblichen Fotos ein absolutes Muss!!! Ein guter Kompromiss wäre es, beide Varianten zu kaufen und später Freunde, Familie und Bekannte befragen welche, Variante am besten ankommt.

Wenn Sie das Bewerbungsfoto in die Mappe integrieren möchten, sollten Sie das Foto in den Lebenslauf einfügen. Es kommt oberhalb der ersten Zeile. Ob Sie es auf die linke oder rechte Seite einfügen, hängt davon ab, ob Sie nach links oder rechts schauen. Eine Faustregel ist hier immer: Nie aus der Bewerbung hinausschauen. Befestigt wird das Bewerbungfoto mit einem Klebestift, niemals mit einer Büroklammer! Auf das Unternehmen Ihrer Wahl hat dies den Anschein, als ob Sie dieses noch einmal verwenden möchten. Zudem sieht eine solche Büroklammer weniger anschaulich aus. Selbst wenn, Sie das Foto erneut verwenden möchten, möchten Sie keinesfalls, dass der Personaler denkt, Ihre Bewerbung sei eine Massenbewerbung. (Dennoch, Sie sollten Ihren Namen auf den Bildrückenschreiben, da es abgelöst werden könnte). Möchten Sie das Foto digital einbinden, sollten Sie darauf achten, dass die Auflösung so hoch wie möglich ist und Sie ein hochwertiges und fototaugliches Papier verwenden.

Checkliste
Bewerbungsfoto Checkliste
Bewerbungsfoto Checkliste
  • Keine sichtbaren Piercings
  • Darauf achten, dass das Hemd ordentlich zugeknöpft ist
  • Keine Ganzkörperaufnahmen
  • Nicht zu sexy
  • Krawatte muss ordentlich gebunden sein
  • Keine Make-Up-Ränder
  • Ordentlicher Haarschnitt/Frisur
  • Angemessene, saubere und ordentliche Kleidung
Die Wahl des richtigen Fotografen

Es gibt sie wie Sand am Meer – die Fotografen. Ein GUTER ist dennoch nicht ganz einfach zu finden. So erkennen Sie einen guten Fotografen:

  • Ein guter Fotograf versteht es die Stimmung aufzulockern
  • Er oder sie wird das Outfit und das Make-Up mit Ihnen besprechen
  • Ein Shooting vorschlagen wird von einem guten Fotografen vorgesclagen werden
  • Sie bekommen Beispiele gezeigt
  • Sie erhalten eine digitale und eine print Variante
 Do’s für die Damen

Hier noch einige Tipps für die Frauen der Schöpfung.

  • Dezenter Schmuck oder ein Halstuch
  • Natürliche Töne bei der Wahl des Lipglosse oder des Lippenstifts
  • Lidschatten sollte nicht im Vordergrund stehen, sondern die Augen zum Strahlen bringen
  • Achtung bei der Verwendung mit Rouge!
  • Vorsicht mit Make-Up Rändern
und für die Herren
  • Krawatte: Dezent und farblich abgestimmt oder ein Schal
  • Ein helles Hemd, welches zu Ihrem Typ passt.
  • Kein Schmuck!
  • Für etwas ältere Herrschaften empfiehlt sich ein dunkles Grau oder Blautöne bei der Wahl des Anzuges, da schwarz Falten betont.
  • Maximal drei unterschiedliche Farben in Ihrem kompletten Outfit

Wir drücken die Daumen!

Bilder: Pixabay.de, Fotolia.de