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Bürohund

Bürohund

Bürohund – für ein tierisches Miteinander

In unserem Gastbeitrag geht es diesen Monat, passend zum Aktionstag „Kollege Hund“ am 29. Juni, schon heute um den tierischen Kollegen im Büro – den Bürohund. Der Deutsche Tierschutzbund hat die Aktion „Kollege Hund“ initiiert, denn Hunde fördern das Arbeitsklima.

Der Bürohund – ein Gewinn für Mensch und Tier

Ich wohne in Viernheim, im Bundesland Hessen und bin eine zertifizierte Hundeverhaltenstherapeutin (ift) sowie vom Veterinäramt zugelassene und geprüfte Hundetrainerin.

Gerade aus diesem Grund liegt mir das Thema Bürohund sehr am Herzen. Meine eigenen beiden Hunde – Rex und Luna – sind bei mir im Büro sehr oft dabei und helfen mir allein schon durch ihre Anwesenheit im selben Raum. Rex ist ein Schäferhundrüde und Luna eine schwarze Labradordame.

Verbessertes Arbeitsklima durch den Kollegen Hund

Es ist bereits mehrfach erwiesen, und ich erfahre es jeden Tag selbst durch meine Arbeit als Hundeverhaltenstherapeutin, dass Hunde allein durch ihre Präsenz im Büro den Stress bei uns Menschen reduzieren. Natürlich muss das Ganze nicht nur aus der Sicht des Menschen betrachtet werden, sondern auch aus der Sicht der Hunde, denn diese dürfen dabei keine schlechten Erfahrungen machen oder zu sehr dem Stress ihrer menschlichen Kollegen ausgesetzt werden. Dies ist ganz klar nicht der Sinn der Sache.

Positiver Einfluss durch den Bürohund

Die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter wird alleine dadurch gesteigert, dass die Mitarbeiter (m/w) eine Fellnase im Büro haben.

Eine Freundin von mir, die als Speditionskauffrau tätig ist, und jeden Tag ihren Jack Russel seit dem Welpenalter bei der Arbeit dabei hatte wurde krank als ihr Hund verstarb und sie ihn nicht mehr dabei haben konnte. Sie wurde depressiv und musste behandelt werden. Viele der Kollegen wurden traurig und meinten, ihnen würde etwas fehlen. Keiner fühlte sich mehr wohl, bis eines Tages meine Freundin wieder einen Hund hatte, den sie auch als Welpen wieder mit zur Arbeit nahm. Die Kollegen meiner Freundin waren nicht mehr in sich gekehrt und haben laut ihrem Vorgesetzten erkennbar bessere Leistungen gebracht und waren deutlich mehr „bei der Sache“.

Bürohund Rex
Bürohund Rex
Motiviert dank Bürohund

„Durch Frida haben wir jeden Morgen Motivation ins Büro zu kommen, egal was uns sonst dort erwartet. Wir wissen, dass eine friedliche Frida da liegen und uns freundlich anschauen wird und dann wird alles gut.“ So eine Mitarbeiterin in einer Behinderten Werkstatt, die namentlich nicht erwähnt werden möchte. Ein Hund motiviert dort also die Menschen, sich auf den Arbeitstag zu freuen. „Wir betreten gut gelaunt die Werkstatt, sind alle nett zueinander, was auch immer passiert.“ „Und wenn mal einer von uns etwas in Stress gerät ist die Frida sofort zur Seite“.  Da kommt die vorzügliche Nase des Hundes natürlich ins Spiel und die therapeutischen Fähigkeiten von Frida. Frida riecht wenn ein Mitarbeiter in Stress gerät und durch ihre erlernte Fähigkeit als Therapeut begibt sie sich in die Nähe dieses Mitarbeiters. Dieser streichelt Frida und schüttelt dadurch Hormone aus, die bei ihm oder ihr dazu führen, dass er sich wieder beruhigt.

Es wurde bereits die Theorie aufgestellt, dass weniger Menschen psychisch krank werden, wenn die Hunde den Büroalltag begleiten und bereichern. Darüber hinaus identifizieren sich viele Arbeitnehmer, bedingt durch den tierischen Kollegen, stärker mit dem Unternehmen (Employer Branding lässt grüßen).

Demnach stellt sich durchaus die berechtigte Frage: warum nicht mehr Arbeitgeber die Hunde im Büro erlauben? Sehr viel spricht dafür dies zu tun: Arbeitnehmer hätten kein schlechtes Gewissen, ihren Hund alleine zu Hause zu lasse (Work-Life-Balance). Die Hunde wollen bei ihrem Rudel sein, das sind wir Menschen für sie, wenn unsere Vierbeiner eine Bindung zu uns aufbauen. Für den Hundehalter und dessen Kollegen ist es nachweislich vorteilhaft wenn ein Hund im Raum dabei ist.

Ich hoffe, dass immer mehr Arbeitgeber sich bereit erklären, Hunde im Büro zu erlauben. Dies wäre sicherlich sowohl für die Mitarbeiter, als auch für die Arbeitgeber und selbstverständlich die Hunde gut.

Bitte beachten, die Hundeknigge

Bei aller Tierliebe finden wir es dennoch angebracht auch auf die „Hundeknigge“ hinzuweisen. Diese sollte in jedem Unternehmen, in dem es einen Bürohund gibt, verankert sein. In diese Hundeknigge gehören Punkte wie:

  • Versicherung
  • Impfungen
  • Verhaltensregeln für Zwei- und Vierbeiner
  • Gassizeiten
  • Gegenseitige Rücksichtnahme
  • Und ganz wichtig, jeder ist für seinen Hund verantwortlich (für kleinere und größere Missgeschicke)

Abschließend lässt sich sagen, dass Mitarbeiter (m/w) nicht nur motivierter und kreativer arbeiten, sondern auch mit Kollegen (m/w) aus anderen Abteilungen in Kontakt kommen. Das führt oftmals zu engen Freundschaften, die nicht selten über den Büroalltag hinweg bestehen bleiben. Das macht den Arbeitsplatz zu einem entspannten und motivierten Umfeld. Wir danken der Hundeschule Zentrum Mensch und Hund für den Beitrag.

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Bilder: Titelbild Fotolia, Beitragsbild Hundeschule Zentrum Mensch und Hund

Employer Branding und Kündigung - wie passt das zusammen?

Employer Branding und die Kündigung

Employer Branding und Kündigung – wie passt das zusammen?

Was macht ein Unternehmen attraktiv und gleichzeitig zu einem guten Arbeitgeber? Employer Branding ist ein wichtiges Schlüsselwort. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, dass die definierten Wertvorstellungen von Anfang bis Ende im Unternehmen gelebt werden. Dies schließt die Kündigung mit ein.

Employer Branding und Kündigung - wie passt das zusammen?
Employer Branding und Kündigung – wie passt das zusammen?

Tipps und Ratgeber über gutes und erfolgreiches Employer Branding gibt es reichlich, allerdings mangelt es an hilfreichen Ratschlägen für das Verhalten gegenüber Mitarbeitern die das Unternehmen verlassen. Allerdings ist gerade in diesem Bereich, das Employer Branding von größter Wichtigkeit und sollte daher nicht außer Acht gelassen werden. Besonders in Zeiten der digitalen Vernetzung haben Bewerber die Möglichkeit, ihren Unmut über abgelehnte Bewerbungen und Kündigungen in Echtzeit mit der Welt zu teilen. Darüber hinaus könnten gekündigte Mitarbeiter und abgelehnte Bewerber eines Tages als Kunden für das Unternehmen von Interesse sein. Grund genug, sich dem gekündigten Mitarbeiter nochmals von seiner Besten Seite zu zeigen, denn das Angestelltenverhältnis besteht auch während der Kündigungsfrist fort.

Employer Branding – unsere Empfehlungen

Grundsätzlich gilt: Offenheit als Grundvoraussetzung.
In den meisten Unternehmen wird eine ehrliche und transparente Kommunikation offeriert, daher sollte dem Mitarbeiter, im Falle einer Kündigung, selbstverständlich der tatsächliche Grund und die genauen Umstände der Kündigung mitgeteilt werden. Erfolgt die Kündigung durch den Arbeitnehmer, sollte das Unternehmen in einem Gespräch die genauen Gründe für den Wunsch des Ausscheidens aus dem Arbeitsvertrag  erfragen. Besonders für die Mitarbeiterzufriedenheit und das Arbeitsklima sind Fluktuationsgründe ein maßgeblicher Faktor.

Kündigungen als Selbstverständlich sehen

Wenn sich Mitarbeiter neu orientieren wollen oder nach neuen Herausforderungen suchen, sind Kündigungen heutzutage als selbstverständlich zu sehen. Um als Unternehmen positiv in Erinnerung zu bleiben, können Mitarbeiter ihren Kollegen bei der Suche nach einer neuen Tätigkeit unterstützen, zum Beispiel bei Partnerunternehmen. Eine Kündigung sollte stets konstruktiv und niemals persönlich genommen werden.
Unternehmer sollten beachten, dass Mitarbeiter heute (fast) nicht mehr für immer im Unternehmen zu halten sind und Fluktuationen zum Alltag gehören. Ausscheidende Mitarbeiter sollten daher bis zum letzten Tag als Teil des Teams gesehen und auch so behandelt werden. Dies motiviert sie eine ordentliche Übergabe zu machen.

Das Arbeitszeugnis

Rein rechtlich steht jedem Arbeitnehmer ein Arbeitszeugnis zu. Hilfreich ist es, ein Gespräch mit dem ausscheidenden Kollegen zu suchen und die gemeinsame Zeit im Unternehmen ein weiteres Mal zu resümieren. Unternehmen haben dabei die Chance herauszufinden was dem (ehemaligen) Kollegen besonders wichtig war. Diese Punkte sollten im Arbeitszeugnis aufgeführt werden um schlechte Stimmung oder sogar (rechts) Streitereien zu vermeiden. Um noch einmal zu zeigen wie wichtig dem Unternehmen die Meinung eines jeden Mitarbeiters ist, sollte eine abschließende Befragung zur allgemeinen Zufriedenheit des Unternehmens durchgeführt werden. Ausscheidende Mitarbeiter sind  besonders ehrlich und die Antworten bieten  einerseits Optimierungsmöglichkeiten auf Seiten des Unternehmens und zeigen andererseits den wertschätzenden Umgang mit Kollegen.

Grundsätzlich sollte das Employer Branding ganzheitlich im Unternehmen angewandt werden, nicht nur im Recruiting. Kollegen können für diesen Prozess aktiv mit einbezogen werden, wie beispielsweise durch Umfragen.

Bilder
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Beitragsbild: Pixabay