Schlagwort-Archive: Generation Y

Traumberuf

Traumberuf? Fehlanzeige!

Traumberufwerkstatt Internet

Unentschlossen bei der Karriereplanung? Keine Lust in hierarchischen, veralteten Unternehmen zu arbeiten und Aufgaben zu übernehmen die  nicht fordern? Vermutlich sollte dann der Traumberuf her. Mythos oder Realität? Wir sind dem Rätsel auf die Spur gegangen und haben hierbei erstaunliches herausgefunden. 

Der perfekte Arbeitsplatz

Viele Arbeitnehmer suchen ihn, den perfekten Arbeitsplatz. Zu Beginn stellt sich die Frage ob es diesen überhaupt gibt und wenn ja, wie sieht dieser aus. Die Suche nach dem perfekten Arbeitsplatz steigert den eigenen Frust. Dieser Frust ist nicht nur bei Generation Y feststellbar, sondern zieht sich durch alle Generationen mehr oder weniger stark ausgeprägt hindurch. Bereits nach einigen Jahren im Arbeitsleben stellen viele fest, dass sie sich die Arbeitswelt anders vorgestellt hatten. Paradiesische Umstände sind, bedauerlicherweise, nicht erkennbar. Wir die, NEW SEARCH Personal- und Managementberatung, möchten daher in dieser Ausgabe einige Denkanstöße für mehr Zufriedenheit im Arbeitsleben geben.

Mehr Zufriedenheit im Job

  1. Mehr als ein Job
    Stellen Sie sich Ihr Leben als eine Art Portfolio vor. In diesem sind einige Grundlegende Elemente wie Gesundheit, Familie, Sport, Freunde, Arbeit und Freizeit enthalten. Welcher dieser Bereiche nimmt den Hauptteil Ihres Portfolios ein? Stellt der größte Teil Ihres Portfolios die Arbeit dar? Wenn ja, warum? Selbstbetrug wäre die Antwort „Die Arbeit, da ich das Geld benötige“. Vergleichsmaßstäbe mit Nachbarn, Freunden etc. machen unglücklicher.
  2. Glücklicher durch den Traumjob?
    Glück ist etwas relatives, denn es ist relativ zur Lebenssituation und der eigenen Persönlichkeit auszumachen. Fröhlichkeit und Unbeschwertheit sind somit eine Typfrage. Ratsam ist es daher in sich selbst zu investieren.
  3. Anpacken
    Manchmal müssen Veränderungen her. Wenn Sie eine Veränderung wünschen, müssen Sie selbst aktiv werden.
  4. Die Suche
    Eine höhere Bestimmung gibt es nicht. Jede Entscheidung sollte daher bewusst getroffen werden. Viele Traumberufsucher treffen lieber keine Entscheidung, oder versuchen diese an anderen zu delegieren. Nur wer akzeptiert, dass Veränderungen Entscheidungen voraussetzen, kommt weiter.
  5. Außerhalb der Arbeit
    Entdecken Sie Dinge neu. Dinge die Ihnen einmal wichtig waren und das ohne Hintergedanken. So tuen sich neue Blickwinkel auf.
  6. Die Sucht nach dem Traumberuf
    Die Traumfabrik Hollywood kennt jeder. Webseiten die von Menschen berichten, die ihren gut bezahlten Job hingeworfen haben und nun in ihrem Traumjob arbeiten, gibt es auch zu genüge. Die Illusionen die dort erzeugt werden sind ähnlich derer die in Hollywood zum Einsatz kommen. Die Sprache ist manipulativ und zielt auf die Emotionen ab. „Melde dich nur bei mir wenn du tatsächlich etwas ändern willst, denn meine Zeit ist kostbar.“ Wer sich meldet ist emotional abhäng. Sehnsüchte sind in Ordnung, nur sollten diese nicht von anderen ausgenutzt werden.

Albtraum Traumberuf

Sie haben, wovon viele nur träumen: den Traumberuf mit viel Geld, Ansehen und Erfolg. Was aber passiert, wenn sich der vermeintliche Traumjob als Albtraum herausstellt? Durchhalten oder neu anfangen? Die Dokumentation von ZDF 37 Grad verdeutlicht dies. Die Doko ist bis einschließlich 26. 07. 2017 erreichbar.

Arbeit muss nicht zwangsläufig frustrierend, stressig oder langweilig sein. Hauptsächlich in Deutschland werden das Arbeitsleben und Privatleben oftmals in Konkurrenz dargestellt. Alles Quatsch! Arbeits- und Privatleben können sehr wohl ohne Schwierigkeiten nebeneinander symbiotisch verbunden sein.  Sie können sich sogar gegenseitig stärken und verbessern. Viele Arbeitnehmer sind ihrem ganz persönlichen Traumberuf näher als sie eigentlich glauben.

Hierzu nun ein kleiner Selbsttest. Wie nahe sind Sie Ihrem ganz persönlichen Traumberuf?

  • Sie reden ständig von Ihrer Arbeit
  • Sie haben keinen Job, Sie haben einen Beruf
  • Ihre Arbeit erfüllt Sie
  • Sie freuen sich auf die Arbeit
  • Sie schauen nur selten auf die Uhr
  • Ihnen fällt die Arbeit leicht
  • Zeit mit Kollegen ist Ihnen wichtig
  • Sie haben keine Sonntags-Depression
  • Menschen die ihren Job regelrecht hassen, können Sie nicht verstehen

Sollten Sie mehr als vier Mal genickt oder zugestimmt haben, sind Sie Ihrem persönlichen Traumjob näher als Sie dachten.

Traumberufe im Jahr 2016

Laut dem Manager Magazin verdienten diese Berufe um Jahr 2016 den Titel Traumjob.

  1. Materialwirtschaftler
  2. Mathematiker
  3. Geographen
  4. Politologe
  5. Ökonomen
  6. Universitätsprofessor im Fachbereich Jura
  7. Aktuare
  8. Statistiker
  9. Computer- und Informationssystem-Manager
  10. Kieferorthopäde
  11. Art Direktor
  12. Optiker

Ihr Traumjob war bisher nicht dabei? Schauen Sie doch einfach einmal auf unserer Karriereseite vorbei!

Bild: Pixabay

Generation Y

Generation Y: Warum? – die alles entscheidende Frage

Job? Gehalt? Work-Life-Balance? Mittlerweile kennt sie jeder, die Generation Y, aber wie sind sie wirklich? Was wird sich in Unternehmen tatsächlich verändern? Haben sie tatsächlich andere Vorstellungen vom Berufsleben als ihre Vorgängergenerationen und wenn ja, welche sind das?

Das englische „Y“ ist ein Homonym zu „Why“. Von ungefähr kommt das nicht, denn „why“ ist die Frage nach dem „Warum?“ und für die Generation Y die alles entscheidende Frage. Althergebrachtes wird von einer ganzen Generation in Frage und die Arbeitswelt auf den Kopf gestellt, aber ist dies tatsächlich so? Generation Y hat viele Namen wie Gen Y, Millennials oder auch Digital Natives. Diese sind so unterschiedlich wie die Millennials selbst. Eins ist allerdings sicher, sie sind die Nachfolgegeneration der Baby-Boomer und der Generation X.

Charakteristika Generation Y

  • Gebildet – ca. 19% haben einen Hoch- oder Fachhochschulabschluss
  • Hart Arbeitend – 1 von 7 arbeitet über 50 Stunden/Woche
  • Vernetzt – 71% nutzen soziale Netzwerke zum Austausch
  • Finanzbewusst – 57% legen großen Wert auf ihr Einkommen
  • International – 60% sind offen für einen Job im Ausland
  • Technologisch – 60% erwarten Arbeitshandys/Smartphones & Laptop

Personalentscheider sollten sich bewusst sein, dass bis 2020 50% aller Arbeitnehmer weltweit der Generation Y angehören werden. Besonders wichtig ist es daher, schon heute junge Talente zu finden, diese zu fördern und an das eigene Unternehmen zu binden. Essentiell ist es, junge Talente von den Arbeitgeberqualitäten zu überzeugen. Zur Generation Y zählt man die Jahrgänge der zwischen 1980 – 1995 geborenen. Allerdings sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass es auch unter diesen Jahrgängen Verfechter der Generation X und Z sowie der Baby-Boomer gibt.

Ein Jahrgang lässt sich nie komplett klassifizieren.  Unternehmen sollten beachten, dass die Generation Y und deren Nachfolgegeneration, die Generation Z, mehr von ihren potenziellen Arbeitgebern fordern können. Diese Forderungen sind bedingt durch den demographischen Wandel und der damit einhergehenden Abnahme junger Altersgruppen. Dies hat weniger Mitbewerber zur Folge. Man sagt der Generation Y nach, sie lege viel Wert auf Sinnhaftigkeit, Nachhaltigkeit, Transparenz und persönliche Entfaltung. Arbeitgeber, die um qualifizierten Nachwuchs konkurrieren, müssen sich einigen neuen Herausforderungen stellen. Dazu gehören auch Eigenarten der „Egotaktiker“. Millennials widmen sich verstärkt Familie und Freunden, was bedeutet, dass Führungspositionen nicht sonderlich beliebt sind; zudem gehen sie weniger Kompromisse ein. Generations-Y-Jahrgänge sind anpassungsfähig und versuchen sich möglichst viele Optionen offen zu halten. Besonders interessant ist, dass die Generation die örtlich flexibelste, vielsprachigste und internationalste Generation ist, die jemals den Arbeitsmarkt betreten hat.

Beispiel:
Johannes wurde 1985 geboren und hat während seines Studiums diverse Praktika und ein Auslandssemester absolviert. Für seinen ersten Job zieht er in eine neue Stadt. Für diese Stelle konnte er einen Tag Home Office und Weiterbildungsmaßnahmen aushandeln.

Das müssen Unternehmen über die Generation Y wissen

Um die Jahrtausendwende kamen die Millennials erstmals auf den Arbeitsmarkt. Mittlerweile sind sie fester Bestandteil der Arbeitswelt. Interessant ist, dass es einen beachtlichen Unterschied bei Männer und Frauen der Generation Y gibt. Männern scheinen stärker auf Karrieremöglichkeiten zu fokussieren, während Frauen verstärkt auf Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten setzen. In der Kienbaum-Studie von 2010 wurden unter anderem Personalmanager befragt. Diese lagen mit ihren Einschätzungen teilweise stark neben den Antworten der Generation Y selbst.

Wettbewerbsattribute Generation Y Personalmanager
Vergütung 2 6
Anerkennung der eigenen Arbeit 9 5
Standort 4 14
Herausfordernde Arbeit 1 4
Weiterbildung & Entwicklung 7 2
Karrieremöglichkeiten 5 1
Kollegiales Arbeitsumfeld 3 7

Beachten sollten Personaler zudem, dass sich die Kommunikation durch die Generation Y zur Online-Kommunikation verschieben wird. Werte und Erwartungshaltungen lassen sich nicht nur mit Geld befriedigen. Teamevents, Lob und firmeninterne Auszeichnungen sind für diese Generation erforderlich. Schwieriger wird es, wenn es um die Verwirklichung von Karriere und Familie geht. Unternehmen und Personaler sollten sich dringend darüber klar werden, dass je stärker die Generation Y auf dem Arbeitsmarkt vertreten ist, die Forderung nach Teilzeitmodellen zu einer Selbstverständlichkeit wird. Dies beeinflusst die Unternehmenskultur stark und immer mehr Unternehmen bekommen dies zu spüren. Es ist unverzichtbar geworden, sich mit Themen wie Talent Management, Work-Life-Balance oder Karrieremanagement auseinander zu setzen und den Anforderungen der Generation Y gerecht werden zu können.

Quelle:  Gruenderkueche
Bilder: Pixabay