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Unterforderung am Arbeitsplatz

Unterforderung bei der Arbeit

Unterforderung am Arbeitsplatz: Was nun?

Im Beruf möchte jeder gute Leistungen bringen, denn wer gute Arbeit leistet beweist, dass er oder sie die nötigen Fähigkeiten mitbringt die einzelnen Aufgaben und Herausforderungen am Arbeitsplatz zu meistern. Wem das gelingt dem stehen möglicherweise eine Beförderung und eine passende Bezahlung ins Haus. Wer allerdings mit Unterforderung am Arbeitsplatz zu kämpfen hat langweilt sich nicht nur, sonders verliert darüber hinaus auch seine Motivation und ist genervt. Wie lässt sich Unterforderung am Arbeitsplatz erkennen und behandeln? 

Dauerzustand Unterforderung?

Zu Beginn stellt sich die primäre Frage, ob man Unterforderung am Arbeitsplatz nicht einfach ignorieren sollte. Nein, sagen Experten. Heutzutage achten Arbeitnehmer auf zahlreiche Faktoren, wie beispielsweise kleinere verteilte Pausen über den Tag einzulegen oder auch ein angenehmes Betriebsklima. Das ist auch gut, sagen Experten, dennoch bleibt eine Ausnahme: Unterforderung wird oftmals ignoriert und erst recht nicht akzeptiert. Aus diesem Phänomen heraus stellt sich die Frage wieso ist das so?
Einen Teil der Schuld trägt unsere Umwelt, denn wer seine Aufgaben fast im Schlaf erledigen kann und den halben Tag aus dem Fenster schaut hat, auf den ersten Blick, weniger Stress und wird von Kollegen und Freunden bewundert. Was wenige wissen, Unterforderung und Langeweile können genauso belastend sein wie Überforderung und Dauerstress. Für betroffene stellt sich die Frage ob der momentane Job der passende ist. Die Folgen die sich daraus ergeben können von Unzufriedenheit über Antriebslosigkeit bis hin zu Depressionen reichen.

Dauerzustand Unterforderung?

Anfangs mag dieser Zustand noch angenehm sein, aber ein Dauerzustand sollte er dennoch nicht werden. Um dem entgegenzuwirken sind Eigenmotivation und der Wunsch nach einer Veränderung die Schlüsselfaktoren im Veränderungsprozess. Gerade der Faktor Eigenmotivation gestaltet sich schwierig, da Betroffene oftmals in ein tiefes Loch der Motivationslosigkeit fallen.
Untätigkeit löst diese Problemstellung leider nicht.

Unterforderung erkennen

Wo beginnt Unterforderung? Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten, da jedes Individuum die Problematik unterschiedlich wahrnimmt. Zudem wird diese durch die persönliche Einstellung und die individuelle Leistungsfähigkeit bestimmt.  Betroffene müssen daher für sich entscheiden ob sie tatsächlich betroffen sind. Hier sind einige Symptome auf die es sich zu achten lohnt:

  • Sie schlagen die Zeit bis zum lang ersehnten Feierabend regelrecht tot.
  • Sie langweilen sich über einen längeren Zeitraum und das regelmäßig.
  • Bei Ihren Aufgaben lassen Sie sich besonders viel Zeit.
  • Sie werden mit jedem Tag unglücklicher bei der Arbeit.
  • An die letzte berufliche Herausforderung können Sie nicht mehr erinnern.
  • Eine berufliche Weiterentwicklung scheint nicht in Sicht.
  • Sie möchten Ihr ganzes Potenzial nutzen.
  • Ihre Aufgaben erscheinen Ihnen zu einfach.
  • In regelmäßigen Abständen fragen Sie Kollegen und den Chef ob es noch etwas zu tun gibt.

Das offene Gespräch zu suchen kann helfen, denn nur wenn Ihr Vorgesetzter von der Situation weiß, kann dementsprechend auf diese reagiert werden. So wäre beispielsweise eine Fach- und Führungskräfteentwicklung ein möglicher Lösungsansatz.

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